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Thomas Mann

Thomas Mann

Thomas Mann wurde 1875 in Lübeck geboren. Sein Vater war Kaufmann und Lübecker Senator. Seine Mutter hatte brasilianische Wurzeln. Er erwarb die Mittlere Reife in Lübeck und betätigte sich schon früh als Herausgeber und Autor einer Schülerzeitschrift. 1894 verließ er vorzeitig das Gymnasium in Lübeck und folgte seiner Familie nach München. Hier nahm er die Tätigkeit eines Sekretärs einer Feuerversicherungsanstalt auf und schrieb nebenher jedoch erste Novellen und Gedichte, welche auch veröffentlicht wurden. Dieser Erfolg veranlasste ihn, seinen Beruf aufzugeben, um in München Vorlesungen über Journalistik zu hören. Aufgrund eines väterlichen Erbes war er bereits mit 21 Jahren in der Lage, als freier Schriftsteller zu leben und sich als Autor für eine von seinem Bruder herausgegebene Monatsschrift zu betätigen.

Thomas Mann begann den Roman „Buddenbrooks“ auf einer Italienreise“

1896 reiste Thomas Mann mit seinem Bruder Heinrich nach Italien. Hier verfasste er nicht nur verschiedene Novellen, sondern begann auch mit der Arbeit an seinem Romanwerk „Buddenbrooks“. Zurück in München, arbeitete er in der Redaktion des „Simplicissimus“ und absolvierte seinen einjährigen Wehrdienst. 1903 gelang ihm mit dem Roman „Buddenbrooks“ schließlich der literarische Durchbruch. Erst 28 Jahre nach dem Erscheinen dieses Buches erhielt er den Nobelpreis für Literatur zugesprochen: „Vornehmlich für seinen großen Roman ‚Buddenbrooks‘, der im Laufe der Jahre eine immer mehr sich festigende Anerkennung als ein klassisches Werk der zeitgenössischen Literatur gewonnen hat“. Den Ersten Weltkrieg begrüßte er anfangs euphorisch. Er fühlte sich veranlasst für die Demokratie und Humanität der Weimarer Republik öffentlich einzutreten. Thomas Mann war Gründungsmitglied der Sektion Dichtkunst der Preußischen Akademie der Künste. Mit seiner berühmten „Deutschen Ansprache“ bekannte er sich auch öffentlich als Gegner des Nationalsozialismus. Während seine Bücher in Deutschland verbrannt wurden, ging er über Frankreich ins amerikanische Exil. Erst 1951 kehrte Thomas Mann nach Europa zurück. Er starb im Sommer 1955 in Zürich.

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