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Walther Nernst

Walther Nernst

Walther Hermann Nernst wurde 1864 im westpreußischen Briesen geboren. Er absolvierte zunächst das Gymnasium in Graudenz und studierte anschließend in der Schweiz sowie in Berlin Mathematik und Chemie. 1886 erhielt er eine Promotionsstelle in Würzburg und schrieb hier im Jahre 1887 seine Doktorarbeit zur Thematik „Über die elektromotorischen Kräfte, welche durch den Magnetismus in von einem Wärmestrome durchflossenen Metallplatten geweckt werden“. 1889 konnte er sich dann schließlich in Leipzig habilitieren.

Walther Nernst leistete Bahnbrechendes in der Thermochemie

Im Jahre 1890 wirkte Walther Nernst für kurze Zeit als Privatdozent an der Universität Heidelberg, ehe er schließlich an die Universität Göttingen wechselte. Hier agierte er zunächst als Assistent und Privatdozent, bevor er 1891 zum außerplanmäßigen Professor und 1895 zum Ordentlichen Professor ernannt wurde. 1905 wechselte Walther Nernst an die Universität Berlin. Hier wirkte er von 1924 bis 1932 als Lehrstuhlinhaber für Physikalische Chemie, als Ordentliches Mitglied der Königlich-Preußischen Akademie der Wissenschaften, als Rektor der Berliner Universität und Präsident der Physikalisch-Technischen Reichsanstalt. Er entwickelte das Nernstsche Verteilungsgesetz und das Nernst-Theorem. Ferner begründete er die sogenannte Nernstlampe und war beteiligt an der Entwicklung des ersten Elektronischen Pianos und an einem Verfahren zur Leistungssteigerung von Verbrennungsmotoren mittels Lachgaseinspritzung. Im Ersten Weltkrieg nahm er als sogenannter “Benzinleutnant” aktiv am Vormarsch auf Paris und später am Rückzug zur Marne teil. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Walther Nernst wegen seiner Mitwirkung an der theoretischen Vorbereitung der deutschen Gasangriffe von den Alliierten als Kriegsverbrecher gesucht. Als Anerkennung für seine thermochemischen Arbeiten und insbesondere die Formulierung des 3. Hauptsatzes der Thermodynamik (Nernstsches Gesetz) wurde Walther Nernst im Jahre 1920 der Nobelpreis für Chemie verliehen. Als Gegner der Nationalsozialisten erwog Walther Nernst nach 1933 die Emigration. Er verstarb 1941 und wurde in Göttingen in der Nähe der Grabstätten von Max Planck und Max von Laue beigesetzt.

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