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Wann lohnt sich ein Lektorat?

Lektorat lohnt sich

Nicht nur bei Büchern ist ein Lektor vor deren finaler Veröffentlichung unabdingbar. Denn auch immer mehr Bachelor-, Master- und Doktor-Anwärter stellen fest, dass es ohne einen Lektor einfach nicht geht. Ob das Lektorat nun durch einen Profi oder einen befreundeten Mitstudenten durchgeführt wird, eins steht auf jeden Fall fest. Ein Lektorat lohnt sich nahezu immer. Das ist vor allem darauf zurückzuführen, dass die Autoren der Bachelor-, Master- oder Doktorarbeiten irgendwann blind für ihre eigenen Fehler werden. Wer seine Arbeit bereits zum x-ten Mal durchgelesen hat, sieht den einen oder anderen Format- oder Rechtschreibfehler irgendwann einfach nicht mehr. Das gilt besonders dann, wenn es Rechtschreibfehler gibt, die dem Autor häufig unterlaufen. Wer sich im Laufe der Jahre angewöhnt hat ein bestimmtes Wort immer falsch zu schreiben, wird dies auch in seiner Abschlussarbeit weiterhin tun.
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ußerdem gibt es wohlmöglich formale Vorgaben, die von einer akademischen Arbeit zu erfüllen sind, denen sich der Autor gar nicht bewusst ist. Sofern dem Autor solche Vorgaben, wie zum Beispiel die Tatsache, dass Ziffern bis zwölf ausgeschrieben werden sollten, fremd sind, dann kann er oder sie seine Fehler nicht als solche erkennen. Ein professionelles Lektorat lohnt sich, damit die eigenen Fehler nicht unerkannt bleiben. Wer sichergehen will, dass er oder sie mit der eigenen Arbeit eine möglichst gute Abschlussnote erzielen wird, sollte auf ein Lektorat nicht verzichten. Natürlich ist ein professionelles Lektorat mit Kosten verbunden. Allerdings wird sich diese Investition schnell bezahlt machen, sofern daraus eine bessere Abschlussnote resultiert. Immerhin kann sich die eigene Abschlussnote auf die zukünftigen Karriereerfolge und damit auch auf das künftige Gehalt positiv auswirken.

Ein Lektorat lohnt sich – besonders bei Abschlussarbeiten in einer Fremdsprache

Ein Lektorat lohnt sich auch dann ganz besonders, wenn die eigene Abschlussarbeit in einer Fremdsprache verfasst werden soll. Das ist nicht nur bei Studenten, die an einer ausländischen Hochschule eingeschrieben sind, immer häufiger der Fall. Vielmehr gibt es zahlreiche private Universitäten im deutschsprachigen Raum, die ihren Absolventen abverlangen, dass sie ihre Abschlussarbeit auf Englisch einreichen. Wer zuvor nur wenige Hausarbeiten in einer Fremdsprache verfasst hat, hat entsprechend wenig Übung und kann die Hilfe eines Lektoren sehr gut gebrauchen. Immer wieder passiert es Studenten bei der Arbeit in einer Fremdsprache, dass sie Sätze in ihrem Kopf direkt aus dem Deutschen übersetzen. Allerdings sind diese Sätze in der Fremdsprache dann unter Umständen sinnbefreit oder nur zu verstehen, wenn der Leser sowohl Deutsch als auch die Fremdsprache spricht. Auf solche Fehler kann ein Lektor den Autor aufmerksam machen. Noch dazu passiert es leider häufig, dass sich die Autoren von fremdsprachigen Abschlussarbeiten in ihren Sprachschwierigkeiten verstricken und darüber den Inhalt vernachlässigen. Mitunter gehen sie nicht ausreichend in die Tiefe, da ihnen das entsprechende Vokabular fehlt. Das ist bei einer wichtigen Abschlussarbeit fatal, so dass ein professionelles Lektorat umso empfehlenswerter ist.

Worin besteht der Unterschied zwischen einem Lektorat und einem Korrektorat?

Ein Lektorat lohnt sich für die meisten Studenten. Allerdings besteht nicht nur die Möglichkeit eines Lektorats, sondern auch die des Korrektorats. Für welche Option sollte sich der Absolvent entscheiden und wovon hat er oder sie am meisten? Ein Lektorat lohnt sich im Vergleich zu einem Korrektorat vor allem deshalb, da dies nicht nur eine reine Fehlerkorrektur beinhaltet. Vielmehr macht der Lektor Vorschläge zur inhaltlichen Verbesserung der Abschlussarbeit. Fehlende Zusammenhänge oder eine unschlüssige Logik werden zum Beispiel beleuchtet. Zu verschachtelte Sätze oder Textpassagen, die nur schwer lesbar sind, werden aufgedröselt. Eventuell werden die Textpassagen anders angeordnet, damit sich ein stimmigerer roter Faden ergibt und die einzelnen Argumente sinnvoll aufeinander folgen.

Diese umfangreichen Korrekturen beinhaltet ein Korrektorat hingegen nicht. Dabei geht es vor allem um typografische, grammatikalische sowie um orthografische Fehler. Das Korrektorat erfolgt oftmals als einer der letzten Schritte, bevor die Abschlussarbeit in den Druck geht. Die Rechtschreibung, Grammatik und Interpunktion werden korrigiert. Außerdem wird die Arbeit daraufhin überprüft, ob eine regelkonforme Trennung der einzelnen Silben vorgenommen sowie einheitliche Schreibweisen verwendet wurden. Auch die Typografie, sprich die korrekte Verwendung von Anführungszeichen, Gedanken- und Bindestrichen, wird überprüft. Häufig werden zwei Personen nacheinander mit dem Korrektorat einer Arbeit beauftragt, damit kein Fehler übersehen wird.
Im Vergleich dazu erfolgt das Lektorat einer Arbeit wesentlich früher und nicht erst als letzter Schritt. Das ist darauf zurückzuführen, dass inhaltliche Veränderungen an der Arbeit möglich sind, die sich auf die inhaltliche Gestaltung der restlichen Abschlussarbeit auswirken können. Ein Lektorat kann mit einem Korrektorat kombiniert werden. Dabei ist es die Aufgabe der Bachelor-, Master- oder Doktoranwärter sich darüber klar zu werden, welche Art der Hilfe sie für sich in Anspruch nehmen möchten. Studenten, die wissen, dass ihre Schwächen nicht bei der inhaltlichen Ausgestaltung ihrer Arbeit, sondern eher im Bereich der Rechtschreibung und Grammatik zu finden sind, sollten auf ein Korrektorat setzen. Ein Lektorat lohnt sich hingegen dann, wenn die Autoren sicherstellen möchten, dass ihre Arbeit in sich logisch schlüssig ist.

Unbedingt ausreichend Zeit für ein Lektorat einplanen

Ein professionelles Lektorat ist allerdings nur dann sinnvoll, wenn die Autoren ausreichend Zeit einplanen, um die Anmerkungen des Lektoren umsetzen und ihre Arbeit anpassen zu können. Wer ein Lektorat zwei Tage vor dem finalen Abgabetermin in Auftrag gibt, hat meist nichts davon. Bei allen Änderungsvorschlägen, die der zuständige Lektor anmerkt, ist es so, dass der Autor der Abschlussarbeit selbst entscheiden darf, welche Vorschläge er für stimmig und sinnvoll hält und welche Änderungsvorschläge zu vernachlässigen sind. Dabei ist es wichtig, auf professionelle Lektoren zurückzugreifen, die sich mit der Materie bestens auskennen. Immerhin können nur Menschen, die ein gewisses Fachwissen auf dem jeweiligen Gebiet mitbringen, einschätzen, welche inhaltlichen Veränderungen sinnvoll sind und an welchen Stellen der Autor wohlmöglich fundierter argumentieren sollte.
Dementsprechend suchen sich die Bachelor-, Master- oder Doktor-Anwärter am besten eine Person für das professionelle Lektorat aus, welche die entsprechenden Referenzen sowie ein Studium des jeweiligen Fachgebiets vorweisen kann. Das Korrektorat kann hingegen auch von einer fachfremden Person durchgeführt werden, da inhaltliche Aspekte beim Korrektorat im Gegensatz zum Lektorat keine Rolle spielen. Aus diesem Grund fallen die Kosten für ein professionelles Lektorat häufig höher aus als die Kosten für ein Korrektorat. Es gibt allerdings Dienstleister, die beide Services zum Vorteilspreis als Paket anbieten.

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