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Warum jede Studie mehrmals überprüft werden sollte

Studie

Die wissenschaftliche Forschung hat es diesmal wirklich geschafft, sich selbst zu hinterfragen – und sie liefert die Antwort gleich mit. Eine aktuelle Studie ging der Frage nach, ob Schiedsrichter Spielern, die dunkelhäutig sind, häufiger die rote Karte zeigen, als solchen, die hellhäutig sind. Das der Studie zugrunde gelegte Datenmaterial bestand aus Statistiken des Fußballs in der ersten Liga in Deutschland, Spanien, England und Frankreich. Das Untersuchungsdesign der Studie und die Durchführung waren aber unterschiedlich: Man ließ 29 verschiedene Forscherteams weltweit diese Studie durchführen. Die Methoden waren frei wählbar. Es kam, wie es kommen musste: Die 29 Antworten auf die Studie waren grundverschieden und reichten von ‘ja,klar’ bis ‘eher nicht’. Die widersprüchlichen Ergebnisse zeigen in ihrer großen Spannbreite, wie stark das Methodendesign und die Analyseverfahren die Ergebnisse dominieren können. Das gilt natürlich immer bei wissenschaftlichen Arbeiten. Die Methoden und Analyseverfahren sollten gut geplant und solide eingehalten werden. Sie müssen der Forschungsfrage und dem Forschungsgegenstand entsprechen. Ob Sie nun selbst schreiben, durch ein Ghostwriting z. B. eine Hausarbeit schreiben lassen, oder ein Coaching – ein ordentliches Studien- und Methodendesign ist die Basis für jede Forschung.

Konsequenzen aus der Studie

Was folgt nun aus diesen Erkenntnissen? Auf viele Forschungsfragen, vor allem dann, wenn sie nicht im Labor nachweisbar sind, gibt es viele Antworten. Niemand kann für sich beanspruchen, die eine wahre Wahrheit gefunden zu haben. Vor allem Geisteswissenschaftler kennen diese Problematik. Natürlich gibt es auch Forscher, die bewusst fälschen, z. B. durch Bearbeitung von Bildern mit Photoshop. Auch Zahlen werden mitunter frisiert, oder Autoren begutachten ihre Arbeiten selbst. Im Fall der hier diskutierten Studie war dies aber nicht so: Hier unterschieden sich die Analyseverfahren und Methoden so stark, dass sich die Ergebnisse widersprachen. Problematisch ist in diesem Zusammenhang auch, dass Forschungsgelder nur für Neuerungen fließen und der Lebenslauf mit Reproduktionen kaum aufpoliert werden kann. Auch Fachjournale drucken lieber eine aktuelle Studie. So entsteht ein enormer Druck, Neues zu liefern.

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