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Wie finde ich eine passende Überschrift in einer wissenschaftlichen Arbeit?

Überschrift in einer wissenschaftlichen Arbeit

Eine Überschrift in einer wissenschaftlichen Arbeit zu finden, die möglichst aussagekräftig und dennoch nicht zu lang ist, ist nicht immer ganz so leicht. Auch wenn es sich dabei um einen wichtigen Bestandteil einer wissenschaftlichen Arbeit handelt, tun sich viele Autoren sehr schwer mit dieser Aufgabe. Welche Kriterien muss eine Überschrift in einer wissenschaftlichen Arbeit erfüllen und welche Tipps sollte der Verfasser der Arbeit dabei beachten? Auch wenn viele Menschen meinen, dass ein solcher Titel eine reine Ermessenssache ist, gibt es durchaus grundliegende Richtlinien, die nach Möglichkeit nicht vernachlässigt werden sollten.

Überschrift in einer wissenschaftlichen Arbeit – Definition und Zielsetzung

Ob es sich nun um den Titel der Arbeit selbst oder um eine der zahlreichen Unterüberschriften handelt, jede Überschrift in einer wissenschaftlichen Arbeit sollte mit so wenigen Worten wie möglich formuliert werden und dabei dennoch so aussagekräftig wie möglich sein. Die Überschrift soll den Leser darauf einstimmen, was ihn im Kern im nächsten Abschnitt oder in der Arbeit im Allgemeinen erwartet. Vage und zweideutige Formulierungen, die nicht klar einzuordnen sind, sollten daher ein absolutes No-Go sein. Grundsätzlich kann eine Überschrift in einer wissenschaftlichen Arbeit eine von drei klar vorgegebenen Formen annehmen.
Wahlweise handelt es sich um eine Reihe von Substantivausdrücken. Ein Beispiel für solch eine Überschrift ist „Die Auswirkungen der Globalisierung auf die internationale Wirtschaft.“ Ebenso kann der Titel aber auch als spezifische Aussage formuliert werden. Ein Beispiel dafür stellt der folgende Titel dar: „Die Globalisierung wirkt sich auf die internationale Wirtschaft aus.“ In diesem Fall wäre es jedoch besser, wenn der Autor die genaue Auswirkung auf die internationale Wirtschaft in einem prägnanten Verb zusammengefasst hätte. Je präziser, desto besser. Eine Überschrift in einer wissenschaftlichen Arbeit kann ebenso als Frage formuliert werden, die der Autor im weiteren Verlauf zu beantworten versucht. Der Titel könnte als Frage formuliert also wie folgt lauten: „Wie wirkt sich die Globalisierung auf die internationale Wirtschaft aus?“

Weitere Tipps für die perfekte Überschrift in einer Bachelor-, Master- oder Doktorarbeit

In jedem Fall sollten die Verfasser der wissenschaftlichen Arbeit strikt darauf achten, dass der Titel sowie alle Überschriften selbsterklärend sind. Fremdwörter oder Fachbegriffe, die zuvor im Fließtext nicht näher erläutert wurden, haben demnach nichts in einer Überschrift zu suchen, da dies den Leser nur verwirren würde. Wer seine Abschlussarbeit später veröffentlichen möchte, sollte darauf achten, dass die Titel wichtige Suchbegriffe enthalten, die für den jeweiligen Fachbereich relevant sind. Abkürzungen sollten bei den Überschriften zudem vermieden werden. Denn sie sorgen nicht nur dafür, dass die Arbeiten weniger leicht gefunden werden können. Vielmehr stören Abkürzungen auch den Lesefluss und sind nicht für jeden Leser auf Anhieb verständlich.

Generell sollten Titel und Überschriften möglichst kurz gehalten werden. Mehr als zwölf Worte sind nicht zu empfehlen. Bei wissenschaftlichen Arbeiten, die später in einer Fachzeitschrift erscheinen sollen, ist möglicherweise eine Anpassung der Titel und Überschriften erforderlich. Das ist darauf zurückzuführen, dass die meisten Fachzeitschriften die gewünschte Titellänge genau vorgeben.

Nützliche Praxistipps zum Vorgehen

In der Praxis hat es sich als sehr sinnvoll erwiesen, wenn der Autor zunächst mit Arbeitstiteln arbeitet, die zugleich auch als eine Art Gliederung oder roter Faden für die eigene wissenschaftliche Arbeit dienen. Prägnante Titel sind meist nicht sofort gefunden, sondern erfordern jede Menge Denkarbeit und Zeit. Während der Autor den eigentlichen Inhalt seiner wissenschaftlichen Arbeit im Detail ausgestaltet, hat er oder sie die Möglichkeit, sich immer wieder neue Gedanken über den passenden Titel zu machen. Wenn es inhaltliche Veränderungen gibt, sollte der Titel ebenfalls entsprechend angepasst werden, da dieser den Sachverhalt möglichst prägnant und auf den Punkt gebracht darstellen sollte. Daher ist es sinnvoll, den finalen Titel, der den Kern der eigentlichen Sache genau trifft, erst ganz am Schluss zu formulieren.

Bei den provisorischen Überschriften und Titeln braucht sich der Autor nicht um deren Länge zu sorgen. Diese Überschriften können später problemlos gekürzt und angepasst werden. Fachzeitschriften, die ein ähnliches Themengebiet wie die eigene wissenschaftliche Arbeit behandeln, können zudem als Quellen der Inspiration bei der Suche nach dem passenden Titel dienen. Ein Titel, der aus zwei Teilen besteht, die mit einem Gedankenstrich oder Doppelpunkt verbunden werden, ist ebenso eine Option. Ein wirklich guter Titel sollte nach Möglichkeit nicht zu nüchtern sein, falls das eigene Fachgebiet ein wenig Spielraum für Wortspiele oder ein bisschen Pep mit Hilfe von Sprache hergibt. Schließlich ist es wichtig, dass der Titel sowie jede weitere Überschrift den Leser sofort ansprechen, damit dieser zum Weiterlesen motiviert wird. Sofern es sich um keine Frage handelt, sollten Satzzeichen bei den Überschriften generell weggelassen werden. Grundsätzlich sollten Überschriften außerdem keine Wertung enthalten.

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