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Wilhelm Ostwald

Wilhelm Ostwald

Wilhelm Ostwald wurde 1853 in Riga geboren. Er besuchte zunächst das Realgymnasium in Riga und studierte dann im Anschluss Chemie an der Universität Dorpat. 1875 schloss er sein Studium erfolgreich ab und begann eine Tätigkeit als Assistent am physikalischen Institut von Arthur von Oettingen und später am chemischen Institut von Carl Schmidt. 1878 verfasste Ostwald seine Doktorarbeit zum Thema „Volumenchemische und optisch-chemische Studien“. 1880 konnte er schließlich eine Einstellung als Privatdozent für physikalische Chemie an der Universität Dorpat erreichen. Gleichzeitig arbeitete er jedoch auch noch als Lehrer an einer einfachen Mittelschule für die Fächer Chemie, Physik und Mathematik. 1882 wurde Ostwald schließlich am Polytechnikum Riga zum Professor für Chemie und Ordinarius berufen.

Wilhelm Ostwald war mit dem Nobelpreisträger Svante Arrhenius bekannt

Im Jahre 1884 begegnete Wilhelm Ostwald in Stockholm dem Nobelpreisträger für Chemie, Svante Arrhenius. Aus dieser Begegnung entwickelte sich schließlich eine lebenslange Freundschaft zwischen den beiden Wissenschaftlern. Durch den sächsischen Kultusminister wurde Ostwald dann im Jahre 1887 auf den Lehrstuhl für physikalische Chemie an der Universität Leipzig berufen. Hier weihte er dann auch 1898 das neue Physikalisch-chemische Institut persönlich ein. Mit großem Erfolg etablierte er zusätzlich zu seiner Lehrtätigkeit im Fach Chemie an der Leipziger Universität auch eine Vorlesungsreihe zur Naturphilosophie. Ab 1904 bereiste Wilhelm Ostwald die USA und hielt hier Vorlesungen über physikalische Chemie und Naturphilosophie an der Harvard University, am MIT sowie an der Columbia University. Aufgrund seiner wissenschaftlichen Arbeiten über Katalyse, Gleichgewichtsverhältnisse und Reaktionsgeschwindigkeiten wurde Wilhelm Ostwald 1909 der Nobelpreis für Chemie verliehen. Bereits im Jahre 1906 war Wilhelm Ostwald emeritiert worden und hatte unter dem Label UNESMA einen eigenen Verlag gegründet. Er starb im Jahre 1932 in einem Leipziger Krankenhaus und ist im Wilhelm-Ostwald-Park von Großbothen beigesetzt.

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