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Wo liegt die Grenze zwischen Inspiration und Plagiat?

Grenze zwischen Inspiration und Plagiat

Die Grenze zwischen Inspiration und Plagiat verläuft leider fließend. Sicherlich ist es erlaubt, bei einer wissenschaftlichen Arbeit viele Quellen zu sondieren, um sich inspirieren zu lassen. Wenn die Studenten im Anschluss an diese Recherche ihre vermeintlichen Ideen niederschreiben, ist jedoch genauestens darauf zu achten, ob es sich dabei wirklich um eine neue Idee aus der eigenen Feder der Studenten handelt. Schließlich wurde zu den meisten Themen schon eine Menge geschrieben, so dass es durchaus zu unbeabsichtigten Plagiaten kommen kann, die in den Köpfen der Studenten herumspuken. Wer die feine Grenze zwischen Inspiration und Plagiat nicht überschreiten will, sollte daher zunächst einmal wissen, was ein Plagiat überhaupt ausmacht.

Wie wird ein Plagiat definiert?

Werden Textpassagen im gleichen Wortlaut von einem anderen Autor abgeschrieben, ohne diese als geistiges Eigentum des jeweiligen Autors zu kennzeichnen, so handelt es sich natürlich um ein
Plagiat. Dies ist wohl der offensichtlichste Fall. Doch nicht nur exakte Kopien sind von allen Studenten zu vermeiden, die sich nicht des Plagiats schuldig machen möchten. Immerhin handelt es sich auch dann um ein Plagiat, wenn die Ideen eines fremdsprachigen Autors übersetzt und anschließend in die eigene Arbeit übernommen werden, ohne auf den originalen Autor zu verweisen. Eine Nacherzählung ist ebenfalls mit einem Plagiat gleichzusetzen. Auch indirekte Zitate, die nicht als solche gekennzeichnet wurden, begründen einen berechtigten Plagiatsverdacht. Werden Wörter und Sätze einfach nur umgestellt, während die Grundgedanken des originalen Textes beibehalten werden, so handelt es sich gleichermaßen um ein Plagiat. Selbst wenn die Kennzeichnung eines Zitats zwar vorhanden, jedoch unzureichend ist, kann dies ein Plagiat darstellen.

Grenze zwischen Inspiration und Plagiat – so gehen Studenten am besten vor

Um die Grenze zwischen Inspiration und Plagiat nicht zu überschreiten und sich nicht des Plagiats schuldig zu machen, was sogar zur Exmatrikulation oder dem Titelverlust führen könnte, sollten alle Studenten daher lieber extrem vorsichtig sein und Zitate besser zu häufig als nicht oft genug kennzeichnen. Auch dann, wenn die eigene Idee von der Idee eines anderen Autors inspiriert wurde, sollten die Studenten dies im Text offen ansprechen. Sonst ist die Grenze zwischen Inspiration und Plagiat leider schneller überschritten, als es den meisten Studenten wohl lieb sein dürfte. Denn nur so kann der zuständige Prüfer klar entscheiden, welchen Anteil der Student an der Idee hatte und wie sehr er oder sie sich auf die gedanklichen Leistungen eines anderen Autors gestützt hat.

Grenze zwischen Inspiration und Plagiat – so können Studenten ihre Arbeit selbst überprüfen

Die Frage nach einer möglichen Grenzüberschreitung stellt sich eigentlich nur dann, wenn es um Ideen oder grundlegende Arbeitsergebnisse geht. Denn sobald wortwörtlich bei einem anderen Autor abgeschrieben wird, dürfte klar sein, dass diese Passagen unbedingt als Zitat zu kennzeichnen sind. Greift der Student hingegen eine Idee auf, von der er oder sie sich nicht ganz sicher ist, zu welchem Grad diese aus seiner oder ihrer Feder stammt, so sollte sich der Student die folgende Frage stellen: „Gibt es einen Autor oder eine Quelle, der diese Idee zugeordnet werden könnte?“ Sofern diese Frage zu bejahen ist, handelt es sich bereits um ein Plagiat, wenn der Student nicht auf diese Quelle oder diesen Autor verweist. Im Übrigen heißt das längst nicht, dass jeder Ideenklau auffällt, sobald die Grenze zwischen einem Plagiat und der puren Inspiration überschritten wurde. Wer jedoch einen hohen Anspruch an seine eigene Arbeit und gedankliche Leistung hat, wird jegliche Quellen selbst dann korrekt kennzeichnen, wenn diese nur als Inspiration herangezogen worden sind. Um auf Nummer sicher zu gehen, können Sie jederzeit Ihre Arbeit einer Plagiatskontrolle unterziehen.

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