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Alltagsvermutungen und wissenschaftliche Hypothesen

Alltagsvermutungen und wissenschaftliche Hypothesen

Zwischen Alltagsvermutungen und wissenschaftliche Hypothesen liegen viele Unterschiede. Alltagsvermutungen fallen in den Alltag und nicht in den wissenschaftlichen Bereich. Dabei können Alltagsvermutungen zu wissenschaftlichen Hypothesen ausgearbeitet werden. Dennoch sind wissenschaftliche Hypothesen verglichen mit Alltagsvermutungen stärker fokussiert auf die Beweisführung. Außerdem können sie methodisch kontrolliert und somit verifiziert oder falsifiziert werden.

Alltagsvermutungen sind dagegen nach individuellem Interesse sowie persönlichen Werten gewählt worden, somit subjektiv. Zudem ist man dabei beliebig vorgegangen und sie haben einen anekdotischen Charakter. Um die Alltagsvermutungen, die normalerweise auf Alltagsbeobachtungen basieren, wissenschaftlich zu fundieren, ist eine Systematik notwendig, die nach wissenschaftlichen Regeln vollzogen wird. Alltagsvermutungen müssen mit Hilfe von wissenschaftlichen Standards, einer Dokumentation und einen Übergang zur Intersubjektivität vergleichbar gemacht werden.

Oft werden Alltagsvermutungen in studentischen Arbeiten wie Bachelor- oder Masterthesis oder Diplomarbeiten zu wissenschaftlichen Hypothesen ausgearbeitet, um eine Alltagsbeobachtung als Thema für die Abschlussarbeit zu nutzen.

Alltagsvermutungen zu wissenschaftlichen Hypothesen umformulieren

Der Weg von Alltagsvermutungen hin zu wissenschaftlichen Hypothesen muss somit über die Eingrenzung der Alltagsvermutungen zu wissenschaftlichen Aussagen gehen, die dann in einem weiteren Schritt anhand wissenschaftlicher Methoden analysiert werden.

Damit ist gemeint, dass Alltagsvermutungen eine Grundlage für wissenschaftliche Hypothesen darstellen können, wenn sich diese dann mit Hilfe eines theoretischen Gerüsts in wissenschaftliche Hypothesen umformen lassen. In der Regel sind Alltagsvermutungen eine Basis für wissenschaftliche Arbeiten wie Diplom- oder Bachelorthesen. Daneben können Alltagsvermutungen, sofern sie stark ausgearbeitet wurden, auch die Grundlage für Forschungsprojekte sein und in Research Proposal beschrieben werden.

Doch wann können Alltagsvermutungen zu wissenschaftlichen Hypothesen umformuliert werden? Dazu müssen sie einige Charakteristika aufweisen:

– Sie müssen sich auf reale Sachverhalte stützen, die man mit Hilfe der Empirie untersuchen kann. Denn nur wenn sie empirisch nachweisbar sind, können sie in einer wissenschaftlichen Arbeit oder bei einer Forschungsuntersuchung als Hypothese verifiziert bzw. falsifiziert werden.

– Sie müssen allgemein gültig sein, also über ein einzelnes Ereignis hinausgehen. Dann ist gegeben, dass man eine induktive Beweisführung durchführen kann.