HomeAmerika zuerst: Was Visionen in der Politik bewirken

Amerika zuerst: Was Visionen in der Politik bewirken

Visionen sind Träume, Ideen, Vorstellungen und Ideale, die sich an eine bessere Zukunft richten. Eine Vision ist demnach kein Kartenhaus, das beim nächsten Windhauch in sich zusammenfällt. Unternehmen nutzen Visionen schon lange zur Unterstützung der langfristigen Planung. Aus der Vision wird gekonnt eine Unternehmensstrategie entwickelt. Eine Vision kann demnach als Rückgrat des Unternehmens bezeichnet werden. Sie gibt die nötige Motivation für das Erreichen der Ziele.

Doch lässt sich die Idee der Visionen von der Wirtschaft auf die Politik übertragen? Sind Visionen in der Politik nötig, bzw. längst überfällig? Die Antwort ist ein klares „Ja“. Nicht umsonst beklagen sich viele Menschen darüber, dass es in der Politik keine Visionen mehr gäbe. Dieser Visionsverlust zeigt sich an der Wählerverdrossenheit, dem Mangel an politischem Engagement und der Erstarrung der Gesellschaft. Die verantwortlichen Politiker haben es in den vergangenen Jahrzehnten versäumt, Visionen in der Politik zu etablieren. Stattdessen orientierten sie sich ausschließlich am Tagesgeschäft. Krisen wurde mit eilig aufgestellten Notfallplänen begegnet, ohne im Vorfeld die Ursachen der Krisen auszuschalten. Das Fehlen von Visionen in der Politik ist der Weg in die Depression einer Gesellschaft, in der auch Gewaltbereitschaft und Hoffnungslosigkeit steigen.

Visionen in der Politik sprechen die Sehnsüchte des Volkes an

Das zeigt wie wichtig Visionen in der Politik sind. Eine Vision dient dem Volk als Motivation für wichtige Ziele einer Gesellschaft, wie z.B. Chancengleichheit.

In diesem Sinne versteht es der amerikanische Präsident Donald Trump Visionen in der Politik geschickt für sich zu nutzen. In seiner Antrittsrede sagte er: „Von jetzt an wird eine neue Vision dieses Land regieren. Von diesem Tag an heißt es: Amerika zuerst, Amerika zuerst.“ Trumps Vision bedeutet, dass er die Vereinigten Staaten in Zukunft an die erste Stelle setzen will. Das gilt insbesondere für die Wirtschaftsinteressen des Landes. Über den Schutz der eigenen Interessen möchte er das Land zu neuem Wohlstand bringen. „Amerika zuerst“ ist also eine wichtige Vision mit der sich viele amerikanische Menschen identifizieren können. Die Vision sorgte dafür, dass das Volk neues Vertrauen in die Politik fasste. Trump konnte bereits im Wahlkampf durch Visionen punkten. Mit dem Slogan „great again“ vermittelte er seinen Anhängern, dass er Amerika wieder groß und stark machen will. Damit sprach er die Sehnsüchte der Menschen an, die sich nach der Vergangenheit sehnen. Trump möchte an die einstige Größe Amerikas anknüpfen.

Visionen

Visionen sind Idealzustände, die sich auf eine unbekannte Zukunft beziehen. Damit eine Vision wirksam ist, muss sie alle Fakten ausblenden, die der Vision entgegen stehen. Zu diesen Fakten gehört die globalisierte, komplexe, vernetzte und komplizierte Welt, die einen Schritt zurück, wie es Trump für Amerika vorsieht, nur schwerlich möglich macht. Wenn Visionen scheitern, dann resultiert das schnell in Frust. Möglicherweise führt eine gescheiterte Vision zu einer Hoffnungslosigkeit, die es ohne die Vision nicht gegeben hätte. Doch sind deshalb kleine Visionen die bessere Alternative? Diese Frage kann verneint werden. Visionen in der Politik müssen stark, kraftvoll und mächtig sein, denn nur so sind sie in der Lage das Volk zu überzeugen, zu motivieren und zum handeln anzuregen.

Visionen in der Politik sind also nie zu groß oder zu unerreichbar. Nicht umsonst heißt es, dass es das Unerreichbare ist, was das Erreichbare möglich macht.

Visionen in der Politik