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Amerikanische Zitierweise

Amerikanische Zitierweise

Neben der deutschen Zitierweise gibt es im wissenschaftlichen Bereich die amerikanische Zitierweise, auch Harvard-System genannt. Bei dieser Zitierweise wird die Zitatquelle nicht in eine Fußnote geschrieben, sondern direkt hinter das Zitat gesetzt. Dabei bedient man sich einer Kurzform, die wie folgt aufgebaut ist:

„Zitat“ (Autor Erscheinungsjahr: Seitenangabe)
„Wichtig für die folgenden Überlegungen ist, dass Diskurse historisch geworden sind, d.h. an ihrem jeweiligen historischen Ort anders aussehen (können) als an anderen.“ (Jäger 2004: 207)

Zwischen Autor und Erscheinungsjahr wird nur ein Leerzeichen gesetzt, kein Komma. Das komplette Zitatbeleg mit den bibliographischen Angaben wird dann in das Literaturverzeichnis der Haus- oder Abschlussarbeit gesetzt. Die amerikanische Zitierweise kann auch bei Fachartikeln, Research Proposal oder sonstigen wissenschaftlichen Arbeiten genutzt werden. Wichtig ist jedoch, dass man sich für eine Zitierweise entscheidet und diese konsequent in dem Text verwendet.

Die amerikanische Zitierweise wird auch bei sinngemäßen und nicht nur bei wörtlichen Zitaten verwendet. Dann sieht der Kurzbeleg im Fließtext so aus:

Sinngemäßes Zitat (Autor Erscheinungsjahr: Seitenangabe).
Diskurse können historisch sein (Jäger 2004: 207)

Vor- und Nachteile der amerikanischen Zitierweise

Es gibt Vor- und Nachteile, die für bzw. gegen die Verwendung der amerikanischen Zitierweise sprechen. Ein Nachteil ist, dass der Fließtext unübersichtlicher wirkt und der Lesefluss behindert wird. Zudem verbieten einige Hochschulen die Verwendung der amerikanischen Zitierweise, weil so die Wortanzahl verfälscht wird. Ein Vorteil, der für das amerikanische Zitiersystem spricht, ist die einfache Handhabung bei der Erstellung der Zitate. Bei der amerikanischen Variante können die Fußnoten am Ende der Seite nicht verrutschen und man benötigt kein Schreibprogramm mit der Zitierfunktion. Zudem ist das amerikanische System für Studenten oft einfacher anzufertigen, da die Quelle direkt hinter das Zitat kommt und man so bei der Erstellung der Arbeit keine lückehaften Zitate in den Fußnoten hat. Das passiert schnell, wenn man sich beim Schreiben nicht die Mühe macht, die Quelle direkt in die Fußnote zu schreiben.