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Business Model Canvas

Dem Modell des Business Model Canvas oder Geschäftsmodell-Canvas begegnet man heutzutage immer öfter. Gerade in Start-up-Kreisen ist dieses Modell sehr beliebt – und das hat Gründe. Adäquate und durchdachte Geschäftsmodelle sind mehr denn je notwendig, um dauerhaft als Unternehmen wachsen zu können, ohne dabei finanzielle Risiken einzugehen. In Anbetracht rapider technologischer Entwicklungen und einer fortschreitenden Digitalisierung vieler Geschäftsfelder erfährt die Thematik der Geschäftsmodelle ein ungebrochenes Interesse. Gerade, wenn es um Innovationen, Neugründungen oder andere Planungsprozesse geht, gilt es, sich den äußeren Gegebenheiten anzupassen, um eine bestmögliche Marktbearbeitung garantieren zu können und Kundenbedürfnisse zu erfüllen. Der von den Autoren Osterwalder und Pigneur entworfene Business Model Canvas konzentriert sich auf ebendiese wichtigen Felder und erfährt in Gründerkreisen fast schon einen Hype.

Wie kann der Business Model Canvas genutzt werden?

Das Modell ist ein Instrument, um ein umfassendes Verständnis vom Geschäftsmodell des eigenen Unternehmens zu erlangen, indem Zusammenhänge oder auch Synergien offengelegt werden. Osterwalder und Pigneur unterteilen im Business Model Canvas neun sogeannte Buidling Blocks oder Bausteine, die der Wertschöpfungskette eines jeden Unternehmens zugrunde liegen und gleichzeitig die vier grundlegenden Geschäftsbereiche Kunden, Angebot, Infrastruktur und finanzielle Überlebensfähigkeit darstellen. Die neun Bausteine des Business Model Canvas sind Kundensegmente, Nutzenversprechen, Kanäle, Kundenbeziehungen, Umsätze, Schlüsselressourcen, Schlüsselaktivitäten, Schlüsselpartnerschaften und Kostenstruktur. Die Segmente werden typischerweise auf einer Leinwand grafisch dargestellt, wobei auf der rechten Seite die Customer Segments oder Zielgruppen Eingang finden und links die wichtigsten Kundenbeziehungen oder Customer Relationships einbezogen werden. Ebenso werden die Hauptaktivitäten oder Key Activities und die dafür notwendigen Schlüsselressourcen abgebildet – also beispielsweise Kapital, Mitarbeiter oder bestimmte Kompetenzen. Darunter werden die Kanäle, über welche das Produkt zum Kunden gelangt, abgebildet und mittig die Value Proposition, also das zentrale Nutzenversprechen. In den Fokus stellt der Business Model Canvas also den Produktnutzen für den Kunden. Durch die visuelle Aufbereitung ist der Business Model Canvas kein statisches Modell und kann helfen, ein Geschäftsmodell stetig weiterzuentwickeln, zu validieren und zu konkretisieren. Verschiedene Perspektiven werden mit einbezogen und Maßnahmen können so konkret geplant werden. Durch die Füllung des Geschäftsmodell-Canvas mit Stichworten und Inhalten wird eine Grundlage für die weiteren Prozessen geschaffen. So wird das Geschäftsmodell nach und nach erschlossen und es wird deutlich, wo noch Schritte für die Umsetzung fehlen. So kann der Business Model Canvas sowohl für neue Geschäftsideen als auch in bereits existierenden Unternehmen eingesetzt werden.

Business Model Canvas statt Businessplan?

Kann man also den Business Model Canvas an Stelle eines umfassenderen Businessplans verwenden? Davon ist grundsätzlich abzuraten. Natürlich ist die Verwendung des Canvas sehr viel einfacher und schneller, die visuelle Darstellung vereinfacht auch das Erfassen der Zusammenhänge, gleichzeitig fehlt ihm aber die Tiefe und die analytische Relevanz eines professionellen Businessplans. Der Businessplan umfasst Marktbeobachtungen und –Daten sowie strategische Ableitungen, die allesamt verschriftlicht werden. Der Business Model Canvas kann diese tiefgreifenden Betrachtungen nicht ersetzen, aber in jedem Fall ergänzen. Oft wird ja gerade bemängelt, dass ein Businessplan ein starres Dokument sei, welches eine Fleißarbeit, aber keinesfalls ein Dokument von langfristiger Bedeutung sei. Das ist klar von der Hand zu weisen: ein Businessplan ist nie als in Stein gemeißelt und unveränderbar anzusehen – im Gegenteil: der Plan und seine Bestandteile sollten regelmäßig überprüft werden und entsprechend der Gegebenheiten auch angepasst und abgeändert werden. Aspekte des Business Model Canvas können hier unterstützen: durch Vorgehensweisen wie das „Pivoting“, welches auch von Osterwalder und Pigneur angeführt wird, kommen Inhalte oder Geschäftsbereiche regelmäßig auf den Prüfstand und Entwicklungen werden gegebenenfalls korrigiert. Bei einem solchen iterativen Vorgehen sind die Einflüsse und Wünsche des Markes, der Kunden, aber auch unternehmensinterne Entwicklungen zu berücksichtigen, um sich immer wieder neu und bestmöglich aufzustellen. Im Grunde genommen ist der Business Model Canvas also eine hervorragende Ergänzung für den Businessplan.

Wir kombinieren Business Model Canvas und Businessplan

In Tiefe und Gründlichkeit reicht das Modell nicht an einen klassischen, für das Unternehmen individuell formulierten Businessplan heran. Wir bieten mit unserem einzigartigen Businessplan-Service jedoch die Möglichkeit, den Business Model Canvas mit in Ihren Businessplan einzubeziehen. Unsere Experten verstehen sich darauf, die zur Verfügung stehenden Instrumente und Modelle bestmöglich zu nutzen und zu kombinieren. Dafür bringen all unsere Autoren einen umfassenden Erfahrungsschatz aus den Bereichen Gründungsberatung, Businessplanung oder Unternehmensberatung mit. So können Sie sich sicher sein, im Endeffekt ein umfassendes und professionelles Dokument in den Händen zu halten.

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