HomeCheckliste für Rede – so gelingt sie problemlos!

Checkliste für Rede – so gelingt sie problemlos!

Bei einer Rede gibt es viele Dinge zu beachten. Deshalb bedarf das Halten einer Rede einer guten Vorbereitung. Es ist wichtig, dass kein Detail vergessen wird, denn das kann die komplette Qualität der Rede beeinträchtigen. Eine Checkliste für Rede hilft dem Redner, die wichtigsten Bestandteile und Vorbereitungsschritte abzugleichen. Mit einer Checkliste gelingt die Rede problemlos. Die Checkliste sollte gründlich erstellt werden, damit nichts Wichtiges vergessen wird. Die nachfolgenden Punkte sollten auf keiner Checkliste für Rede fehlen:

1. An welchem Ort soll die Rede stattfinden?

Es ist wichtig zu klären, welche örtlichen Gegebenheiten für die Rede vorhanden sind. Ist der Platz für die Zuhörer ausreichend oder sollten Reservestühle bereit gehalten werden? An dieser Stelle sind auch die technischen Gegebenheiten zu beachten. Wird ein Mikrofon benötigt? Funktioniert die Lautsprecheranlage? Ist ein Beamer vorhanden? Der Beamer muss vor der Präsentation der Rede unbedingt getestet werden. Dabei muss darauf geachtet werden, dass jeder Zuhörer alles erkennen und hören kann.

2. Welches Ziel verfolgt die Rede?

Es gibt vier große Ziele, welche eine Rede verfolgen kann. Die Rede kann der Unterhaltung dienen. Das ist beispielsweise bei der Büttenrede zum Karneval der Fall. Auch eine Festrede dient der Unterhaltung.
Ein weiteres Redeziel ist die Motivation. Eine Motivationsrede soll die Zuhörer inspirieren und zu neuen Taten anspornen. Motivationsreden werden häufig in der Politik gehalten. In Motivationsreden sind meistens Affirmationen enthalten, die den Zuhörern Kraft geben sollen. Geradezu legendär ist die Rede, die Angela Merkel am 31. August 2015 bei einer Bundespressekonferenz gehalten hat. Im Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise in Europa tat sie den Ausspruch: „Wir schaffen das.“ Dieser Satz hat ein großes Echo gefunden. Das gilt sowohl im positiven, als auch im negativen Sinne. Unabhängig davon sollte eine Motivationsrede eine positive Grundstimmung erzeugen.
Das dritte Redeziel ist die Würdigung. Bei der Würdigungsrede wird entweder ein Ereignis oder eine Person gewürdigt. Ein Beispiel dafür ist die Trauerrede. Bei der Trauerrede wird das Leben des Verstorbenen gewürdigt. Häufig erfolgt das unter Begleitung von Musik. Bei zu würdigenden Ereignissen kann es sich beispielweise um den Tag der Befreiung handeln. Im Rahmen von Gedenkveranstaltungen werden also ebenfalls Würdigungsreden gehalten.
Das vierte Redeziel findet sich in der Information. Der Redner möchte die Zuhörer über einen Sachverhalt oder ein Ereignis informieren.
Die Stoffsammlung richtet sich nach dem Redeziel. Dabei sollten immer die Zuhörer im Blick bleiben. Entsprechende Fragen lauten: Wie soll die Rede auf die Zuhörer wirken? Was sollen die Zuhörer tun? Was sollen die Zuhörer denken? Welche Gefühle sollen die Zuhörer nach der Rede haben? Zu welchen Taten soll die Rede inspirieren? Nach der Büttenrede zum Karneval sollten die Zuhörer möglichst lustig sein. Eine Trauerrede sollte die Zuhörer zum nachdenken und trauern bringen.
Grundsätzlich sollte jede Rede Antworten auf die ungestellten Fragen der Zuhörer enthalten. Das bedeutet, dass die Erwartungen der Zuhörer erfüllt werden müssen.

3. Welche Informationen sind für die Rede nötig? Wo sind die Informationen zu finden?

Die Informationen für die Rede werden gesammelt, wenn das Ziel der Rede klar ist. Dabei sollten die Informationen zur Erwartungshaltung der Zuhörer passen. Zudem müssen die Informationen dazu dienen, die Rede spannend und informativ zu gestalten. Informationen für die Rede finden sich beispielsweise im Internet. Aber auch Fachbücher, Zeitschriften, Tageszeitungen und Statistiken sind wertvolle Hilfen. Oftmals hilft es auch Freunde, Bekannte und Mitarbeiter nach Informationen zu befragen.

4. Wie gestaltet sich die optimale Gliederung?

Die Gliederung sollte sich nach dem Inhalt der Rede richten. Grundsätzlich besteht eine Rede aus einer Einleitung, dem Hauptteil und dem Schluss. Bei der Einleitung stellt sich die Frage, ob der Redner sein Publikum begrüßt, ob er sich selbst vorstellt und ob er einen Vorausblick auf die Rede gibt. Das alles ist abhängig vom Ziel der Rede. Auch der Hauptteil kann nach wichtigen Punkten gegliedert werden. Dafür bieten sich beispielsweise (pro und contra) Argumente mit Beispielen an. Am Schluss sollten alle Argumente auf einen Nenner gebracht, dem Publikum präsentiert werden. Auch das Ende richtet sich nach der Intention der Rede, die mit einer Botschaft, einer Danksagung, guten Wünschen oder der Einladung zu einer Anschlussdiskussion enden kann.

5. Wie sollte die Rede formuliert werden?

Zur Checkliste für Rede gehört die Formulierung. Diese sollte einfach, sowie in kurzen, klaren und verständlichen Sätzen gehalten werden. Das ist wichtig, damit die Vielschichtigkeit der Zuhörer Beachtung findet. Zudem muss die Formulierung der Rede plastisch, mit Beispielen und bildhaften Vergleichen ausgestattet sein. Informationen sollten sparsam eingesetzt werden. Zwischendurch empfiehlt es sich dem Zuhörer über Zwischenfazits und Vorgriffe Orientierungspunkte bereit zu stellen. Füllwörter müssen am Schluss gestrichen werden, damit die Rede nicht überladen wird.

6. Ist das Manuskript vortragssicher?

Für die Rede muss das Manuskript so aufbereitet sein, dass es einfach zu handhaben und zu lesen ist. Dazu gehört eine gut lesbare Schrift und nummerierte Seiten.

7. Kann die Rede sicher vorgetragen werden?

Der letzte Punkt bezieht sich auf die Vortragsweise. Damit der Redner sicher wird, sollte der die Rede mehrfach vor Freunden, Kollegen oder Bekannten halten. Dadurch erhält er ein neutrales Feedback. Eventuelle Fehler können so bereits im Vorfeld korrigiert werden.

Checkliste für Rede