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5 typische Fehler beim Schreiben einer Rede

Das Halten einer Rede beginnt bereits beim Schreiben einer Rede. Bereits beim Schreiben einer Rede solltest du dir vorstellen, wie deine Worte beim Publikum ankommen. Hinterfrage deine Rede dabei immer wieder. Wichtige Fragen, die du dir beim Schreiben einer Rede stellen solltest sind:
Warum sollten die Zuhörer ihre Zeit opfern und meiner Rede lauschen?
Was unterscheidet meine Rede von zahlreichen anderen Reden zum gleichen Thema?
Vermittelt meine Rede eine wichtige Botschaft?
Was macht meine Rede spannend?
Ergibt die Rede einen Sinn?
Ist die Rede von Anfang bis Ende schlüssig, bzw. für das Publikum nachvollziehbar?
Folgt die Rede einem roten Faden?
Wird die Rede durch Praxisbeispiele verständlich?

Besonders die letzte Frage ist sehr wichtig, denn letztlich sind es die praktischen Beispiele, die deine Rede von anderen Reden zum gleichen Thema unterscheiden. Zudem wecken die Beispiele die nötigen Assoziationen in den Köpfen der Zuhörer. Wenn du die Zuhörer von einer bestimmten Sache überzeugen willst, dann gelingt das am besten mit Praxisbeispielen. Das Fehlen von Praxisbeispielen gehört also zu den typischen Fehlern beim Schreiben einer Rede. Doch das ist nicht der einzige Fehler. Nachfolgend findest du die 5 typischen Fehler beim Schreiben einer Rede.

1. Die Rede enthält zu wenige Hauptsätze

Ein typischer Fehler beim Schreiben einer Rede ist das Verlieren in Nebensächlichkeiten. Versuche deshalb immer beim Kernthema zu bleiben. Das gelingt dir am besten, indem du viele Hauptsätze in die Rede einbaust. Diese Hauptsätze werden zusammen mit starken Verben kombiniert, wie z.B.: „Als ich heute früh zur Arbeit ging, ahnte ich bereits die Katastrophe…“ Ein solcher Satz macht die Zuhörer neugierig. Zugleich verweist er auf ein Praxisbeispiel. Es gilt also, die Hauptsachen in Hauptsätze zu verpacken. Nebensätze solltest du genauso vermeiden, wie zu viele Adjektive.

2. Die Rede ist unpersönlich

Der zweite typische Fehler beim Schreiben einer Rede ist die Unpersönlichkeit der Rede. Deshalb solltest du dein Publikum immer wieder in die Rede einbeziehen. Du vermeidest dadurch Langeweile beim Publikum. Die Rede wird persönlich, wenn du Fragen an das Publikum richtest. Gleich an den Beginn der Rede solltest du die erste Frage platzieren, wie z.B.: „Wer von Ihnen hat schon einmal X, Y erlebt? Erzählen Sie uns von Ihren Eindrücken.“ Auch zwischendurch verfehlen Fragen ihre Wirkung nie. Dabei lassen sich auch kleine Publikumsabstimmungen in die Rede einbauen, wie z.B. „Wer spielt mit dem Gedanken, sich ein Elektroauto zu kaufen?“. Die Fragen richten sich dabei natürlich immer nach dem Thema der Rede. Eine persönliche Note bekommt die Rede auch durch die direkte Ansprache des Publikums: „Jetzt haben sie erkannt, wie schwer es ist X, Y zu praktizieren.“ Die Beispiele zeigen, dass die Fragen bereits während des Schreibprozesses in die Rede integriert werden müssen.

3. Die Rede folgt keiner klaren Struktur

Ein häufig gemachter Fehler beim Schreiben einer Rede ist das Fehlen einer Struktur. Genau wie ein einfacher Schulaufsatz sollte sich die Rede in einen Beginn, einen Hauptteil und einen Schluss unterteilen. Dabei ist es wichtig, dass Beginn und Ende besondere Aspekte enthalten, welche die Rede unvergesslich machen. Der Beginn sollte das Publikum so fesseln, dass es der Rede gern lauscht. Das Ende sollte überraschend oder einzigartig sein. Idealerweise regt es das Publikum zum nachdenken, handeln oder diskutieren an.

4. Die Rede enthält zu viele Konjunktive

Überprüfe deine Rede bereits während des Schreibens auf Konjunktive, damit dir nicht dieser typische Fehler beim Schreiben einer Rede passiert. Konjunktive wie: „Ich würde dann mal behaupten wollen, dass…“, wirken unentschlossen, schwammig und wankelmütig. Die Zuhörer werden dir nicht glauben, dass du hinter dem Inhalt der Rede stehst. Konjunktive vermitteln den Eindruck einer schwachen Persönlichkeit. Doch die Zuhörer möchten zu einem Redner aufschauen können.

5. Die Rede ist im Fließtext geschrieben

Das Verfassen eines Fließtextes fördert keinesfalls den Redefluss, erst recht, wenn du den Fließtext vom Zettel abliest. Das Publikum wird sich schnell gelangweilt abwenden. Es ist keinesfalls verkehrt, wenn du dir die Rede zunächst als Text aufschreibst. Doch du darfst damit nicht vors Publikum treten. Stattdessen solltest du dir die wichtigsten Stichwörter auf Karteikärtchen schreiben und die Rede auswendig lernen. Dann kannst du sie dem Publikum lebendig, anschaulich und mitreißend vortragen.

Fehler beim Schreiben einer Rede