SciFinder-n, Reaxys, Web of Science und PubMed: So recherchieren Sie systematisch, finden die richtigen Quellen und zitieren nach den Standards der chemischen Fachjournale – mit Suchstrategien, Datenbankvergleich und Literaturverwaltung.
SciFinder-Substruktursuche, Reaxys-Reaktionsfilter, Web-of-Science-Zitationsanalyse – wer diese Werkzeuge nicht aus der eigenen Forschungspraxis kennt, recherchiert an der Oberfläche. Die Ghostwriter von Business And Science nutzen alle drei Datenbanken täglich und liefern Literaturteile, in denen die Schlüsselpublikationen nicht fehlen, die Primärquellen korrekt zitiert sind und der Forschungsstand bis zur Abgabewoche aktuell ist.
Die Chemie hat mit SciFinder-n und Reaxys zwei fachspezifische Datenbanken, die in keiner anderen Disziplin existieren – und die Google Scholar nicht ersetzen kann. SciFinder durchsucht die CAS-Datenbank (ueber 200 Mio. Substanzen) und ermoeglicht die Struktursuche nach Verbindungen und Reaktionen. Reaxys liefert experimentelle Daten (Schmelzpunkte, Spektren, Reaktionsbedingungen) direkt aus der Originalliteratur. Fuer die Thesis: Nutzen Sie mindestens zwei Datenbanken (typisch: SciFinder + Web of Science oder Reaxys + Web of Science). Unsere Ghostwriter für Chemie beherrschen alle relevanten Datenbanken.
Die Literaturrecherche in der Chemie unterscheidet sich fundamental von anderen Fachern. Drei Besonderheiten machen sie einzigartig:
Sie koennen nach Molekuelstrukturen suchen – nicht nur nach Schlagwoertern. Zeichnen Sie eine Struktur in SciFinder oder Reaxys, und die Datenbank findet alle Publikationen, die diese Verbindung erwaehnen. Das ist in keiner anderen Wissenschaft moeglich.
Sie koennen nach Reaktionstypen suchen: Edukt → Produkt, mit oder ohne Angabe der Bedingungen. SciFinder und Reaxys liefern alle publizierten Durchfuehrungen dieser Transformation – inklusive Ausbeuten und Bedingungen.
Jede chemische Verbindung hat eine eindeutige CAS-Nummer (z.B. Wasser: 7732-18-5). Die Suche nach CAS-Nummer liefert exakte Treffer – keine Verwechslung mit Synonymen, Trivialnamen oder IUPAC-Varianten.
Struktursuche statt Schlagwortsuche, CAS-Nummer statt Trivialname, Forward Citation statt „mal googeln" – wer diese Werkzeuge nicht nutzt, übersieht Schlüsselpublikationen. Unsere Autoren recherchieren so, wie es Fachjournale bei der Einreichung erwarten.
| Datenbank | Anbieter | Staerke | Zugang | Einsatz in der Thesis |
|---|---|---|---|---|
| SciFinder-n | CAS (American Chemical Society) | Groesste Chemie-Datenbank; Struktur-, Reaktions- und Substanzsuche | Universitaetslizenz | Primaerrecherche fuer Synthesen, Substanzen, Reaktionen |
| Reaxys | Elsevier | Experimentelle Daten (Smp., Spektren, Ausbeuten); Reaktionssuche mit Filtern | Universitaetslizenz | Experimentelle Bedingungen, Vergleichsdaten, Syntheseplanung |
| Web of Science | Clarivate | Zitationsanalyse, Impact Factor, interdisziplinaer | Universitaetslizenz | Theorieteil, Ueberblick, Zitationsrecherche, h-Index |
| PubMed | NIH (NCBI) | Biomedizin, Biochemie, Pharmazie | Frei | Biochemie, Pharmazie, medizinische Chemie |
| Google Scholar | Breit, schnell, Volltext-Suche, frei | Frei | Ergaenzend – nie als einzige Quelle; findet auch graue Literatur | |
| Organic Syntheses | Org. Synth. Inc. | Gepruefte Synthesevorschriften (peer-reviewed + reproduziert) | Frei (orgsyn.org) | Zuverlaessige Vorschriften fuer Standardreaktionen |
Systematische Recherche in SciFinder und Reaxys, Zitationsanalyse in Web of Science, ACS-konformes Literaturverzeichnis mit Zotero oder EndNote – das ist der vollständige Rechercheservice, den unsere Ghostwriter für Chemie-Thesen anbieten. Haben Sie bereits eine Literaturliste begonnen, prüfen und ergänzen wir sie gezielt um fehlende Schlüsselpublikationen.
SciFinder-n (die aktuelle Version von SciFinder) ist das wichtigste Recherchewerkzeug in der Chemie. Es durchsucht die CAS-Datenbank mit ueber 200 Millionen registrierten Substanzen und ueber 100 Millionen Reaktionen.
Tipp: Die Substruktursuche ist Gold wert fuer die Syntheseplanung – sie findet alle bekannten Derivate Ihrer Leitstruktur.
Tipp: Sortieren Sie Reaktionstreffer nach Ausbeute – die besten Bedingungen stehen oben.
SciFinder-Substruktursuche mit Markush-Fragmenten, Reaktionssuche mit Ausbeute-Ranking, CAS-Nummern-Verifikation für den Experimentalteil – unsere Autoren nutzen diese Funktionen nicht als Gelegenheitsanwender, sondern als tägliches Arbeitswerkzeug.
Google Scholar ist kein Ersatz fuer SciFinder. Google Scholar durchsucht Volltexte – das fuehrt zu vielen irrelevanten Treffern und verpasst Substanzen, die nur als Strukturformel (ohne Namen) in einer Publikation erscheinen. SciFinder durchsucht die CAS-registrierte Substanzdatenbank – jede Verbindung, die jemals in der Literatur erwaehnt wurde, ist mit ihrer CAS-Nummer erfasst. Fuer die Thesis: SciFinder oder Reaxys als Primaerquelle, Google Scholar als Ergaenzung.
Reaxys (frueher Beilstein/Gmelin) ist die zweite grosse Chemie-Datenbank. Ihre Staerke liegt in den experimentellen Daten: Schmelzpunkte, Siedepunkte, Spektren, Reaktionsbedingungen und Ausbeuten – direkt aus der Originalliteratur extrahiert.
Phase 1 – Orientierung (1–2 Wochen): Lehrbucher und aktuelle Review-Artikel lesen. Web of Science: Nach Reviews (Document Type = Review) im Themengebiet suchen. Chemical Reviews, Accounts of Chemical Research, Chemical Society Reviews sind die wichtigsten Review-Journale. Ziel: Ueberblick gewinnen, Schluesselbegriffe identifizieren, zentrale Arbeitsgruppen erkennen.
Phase 2 – Tiefenrecherche (laufend): SciFinder-n und Reaxys fuer spezifische Substanzen und Reaktionen. Web of Science fuer Zitationsanalyse (Wer zitiert die Schluesselpublikationen?). Forward-Citation: Vom Schluesselpaper ausgehend alle neueren Zitierungen durchsehen – findet die aktuellsten Entwicklungen.
Phase 3 – Aktualisierung (vor Abgabe): Zwei Wochen vor Abgabe: Alle Schluesselbegriffe erneut in Web of Science und SciFinder suchen. Alert-Funktionen nutzen (SciFinder, Web of Science, Google Scholar), um neue Publikationen automatisch zu erhalten.
Orientierung per Review-Artikel, Tiefenrecherche per Struktur- und Reaktionssuche, Aktualisierung per Forward Citation kurz vor Abgabe – diesen Dreischritt führen unsere Autoren für jedes Projekt durch, damit im Gutachten nicht der Satz steht: „Aktuelle Literatur wurde nicht berücksichtigt."
Vom aelteren Paper nach vorne: Wer hat dieses Paper spaeter zitiert? Findet aktuelle Arbeiten, die auf dem Schluesselpaper aufbauen. In Web of Science: „Cited Reference Search". In Google Scholar: „Zitiert von".
Essenziell, um den aktuellen Forschungsstand zu erfassen.
Vom aktuellen Paper zurueck: Welche Papers werden in der Literaturliste zitiert? Findet die Grundlagenliteratur und Schluesselarbeiten.
Essenziell fuer den Theorieteil und die historische Einordnung.
In der Chemie dominiert das Nummern-Zitiersystem (Vancouver-Stil): Referenzen werden im Text als hochgestellte Nummern oder Nummern in Klammern angegeben und am Ende in einer nummerierten Liste aufgeloest. Autor-Jahr (Harvard) ist in der Chemie unueblich.
| Stil | Im Text | Im Literaturverzeichnis | Verwendet von |
|---|---|---|---|
| ACS (American Chemical Society) | Hochgestellt: ...berichtet.1 | Autorennachname, Initiale. J. Am. Chem. Soc. 2023, 145, 1234–1240. | JACS, Org. Lett., J. Org. Chem., ACS Catalysis |
| RSC (Royal Society of Chemistry) | Hochgestellt: ...berichtet.1 | Autorennachname, Initiale, Chem. Commun., 2023, 59, 1234. | Chem. Commun., Chem. Sci., Dalton Trans. |
| Angewandte Chemie | In Klammern: ...berichtet.[1] | [1] Autorennachname, Initiale, Angew. Chem. Int. Ed. 2023, 62, e202312345. | Angew. Chem., Chem. Eur. J. |
Suzuki, A. Cross-Coupling Reactions of Organoboron Compounds. J. Am. Chem. Soc. 2011, 133, 13312–13319.
Fragen Sie Ihren Betreuer – viele Arbeitsgruppen und Institute haben eigene Vorgaben. Falls nicht: ACS-Stil ist in der Chemie am weitesten verbreitet und immer akzeptabel. Entscheidend: Konsistenz innerhalb der gesamten Arbeit. Mischen Sie nie verschiedene Stile. Zeitschriftentitel immer abkuerzen (nach CASSI: Chemical Abstracts Service Source Index).
Kostenlos, Open Source, plattformuebergreifend. Browser-Plugin importiert Referenzen direkt von Verlagsseiten, SciFinder, Web of Science. Word- und LaTeX-Integration. ACS-Zitierstil verfuegbar.
Empfehlung: Bestes Preis-Leistungs-Verhaeltnis fuer Studierende.
Kommerziell (oft Campuslizenz). Historischer Standard in vielen Arbeitsgruppen. Sehr gute Word-Integration. Groesstmoeglich Zahl an Zitierstilen. Nachteil: teuer ohne Lizenz, weniger flexibel als Zotero.
Empfehlung: Wenn Ihre Arbeitsgruppe EndNote nutzt.
Mendeley: Kostenlos (Elsevier), PDF-Verwaltung, Cloud-Sync. Citavi: Beliebt an deutschen Universitaeten (oft Campuslizenz), sehr gute Wissensorganisation, aber primaer fuer Geisteswissenschaften konzipiert.
Empfehlung: Mendeley fuer PDF-intensive Arbeit.
Literaturrecherche fuer Ihre Thesis?
Promovierte Chemiker recherchieren systematisch in SciFinder, Reaxys und Web of ScienceGoogle Scholar als einzige Recherchequelle. Ohne SciFinder oder Reaxys verpassen Sie Substanzen, die nur als Strukturformel publiziert sind, Reaktionsdetails und experimentelle Vergleichsdaten.
Der Theorieteil zitiert hauptsaechlich Quellen aelter als 10 Jahre. In der Chemie: Mindestens 30–50% der Referenzen sollten aus den letzten 5 Jahren stammen. Nutzen Sie Forward Citation, um aktuelle Entwicklungen zu finden.
ACS-Format gemischt mit RSC-Format, fehlende Seitenzahlen, unterschiedliche Abkuerzungen fuer Zeitschriftentitel. Literaturverwaltungssoftware mit einem definierten Stil verwenden – nie manuell formatieren.
Review-Artikel zitiert statt Originalarbeit. Reviews sind fuer den Ueberblick nuetzlich, aber experimentelle Ergebnisse und Erstbeschreibungen muessen als Primaerquelle zitiert werden. „Suzuki-Kupplung" → Suzuki, A. J. Am. Chem. Soc., nicht einen Review ueber Kreuzkupplungen.
Nur Schlagwortsuche, obwohl eine Struktursuche in SciFinder oder Reaxys praezisere Ergebnisse liefern wuerde. Wenn Sie mit Molekuelen arbeiten: Struktursuche nutzen.
Bachelorarbeit mit 15 Quellen, Masterarbeit mit 30. Richtwerte: BA 30–60 Quellen, MA 60–120 Quellen, Dissertation 150–400+. Die Zahlen variieren nach Thema, aber deutlich weniger ist ein Warnsignal fuer unzureichende Recherche.
Beides. SciFinder hat die groessere Abdeckung (mehr Substanzen, mehr Publikationen) und die bessere Retrosynthese-Funktion. Reaxys hat die besseren experimentellen Daten (Reaktionsbedingungen, Ausbeuten, physikalische Eigenschaften) und die praeziseren Filter. Fuer die Syntheseplanung: SciFinder (Retrosynthese-Vorschlaege) + Reaxys (Vergleich der Reaktionsbedingungen). Fuer den Theorieteil: Web of Science (Zitationsanalyse, Reviews). Fuer physikalische Daten: Reaxys (strukturierte Eigenschaftsdaten). Nutzen Sie beide Datenbanken – sie ergaenzen sich.
Richtwerte (abhaengig vom Thema): Bachelorarbeit: 30–60 Referenzen. Masterarbeit: 60–120 Referenzen. Dissertation: 150–400+ Referenzen. Qualitaet geht vor Quantitaet – aber zu wenige Quellen deuten auf unzureichende Recherche hin. Pruefen Sie: Sind die Schluesselarbeiten Ihres Themas zitiert? Sind aktuelle Entwicklungen (letzte 2–3 Jahre) beruecksichtigt? Sind die Originalarbeiten (nicht nur Reviews) zitiert? Fehlen wichtige Arbeitsgruppen?
Nein – Wikipedia ist keine zitierfaehige Quelle in einer wissenschaftlichen Arbeit. Wikipedia-Artikel koennen jederzeit geaendert werden, haben keinen Peer-Review und sind keine Primaerquellen. Nutzen Sie Wikipedia gerne als Einstieg, um sich einen Ueberblick zu verschaffen – folgen Sie dann aber den Originalreferenzen am Ende des Wikipedia-Artikels und zitieren Sie diese. Gleiches gilt fuer andere Online-Lexika wie Chemie.de oder ChemgaPedia – sie sind nuetzlich zum Lernen, aber nicht zitierfaehig.
Software wird in der Chemie typischerweise als Referenz im Literaturverzeichnis oder als Fussnote zitiert. Angaben: Name, Version, Entwickler, Jahr. Beispiele: „Gaussian 16, Revision C.01, Frisch, M. J. et al., Gaussian, Inc., Wallingford CT, 2019." Oder: „ORCA 5.0.4, Neese, F., Wiley Interdiscip. Rev.: Comput. Mol. Sci. 2022, 12, e1606." Fuer Origin, ChemDraw und andere Standardsoftware genuegt oft eine Erwaehnung im Methodenteil ohne formale Referenz – pruefen Sie die Konventionen Ihrer Arbeitsgruppe.
Die offizielle Quelle ist der CASSI (Chemical Abstracts Service Source Index), kostenlos online verfuegbar unter cassi.cas.org. Geben Sie den Zeitschriftentitel ein und erhalten die CAS-konforme Abkuerzung. Alternativ: Die meisten Literaturverwaltungsprogramme (Zotero, EndNote) verwenden automatisch die korrekten Abkuerzungen, wenn der richtige Zitierstil (z.B. ACS) gewaehlt ist. Haeufige Beispiele: J. Am. Chem. Soc., Angew. Chem. Int. Ed., Chem. Commun., Org. Lett., J. Org. Chem., Chem. Eur. J.
In der Chemie typischerweise nein. Anders als in der Medizin (wo ein PRISMA-Protokoll fuer systematische Reviews Pflicht ist) wird in der Chemie keine formale Recherchestrategie dokumentiert. Ausnahme: Wenn Ihre Thesis eine systematische Uebersichtsarbeit ist (z.B. Meta-Analyse von Reaktionsbedingungen), sollten Sie die Suchstrategie beschreiben: Datenbanken, Suchbegriffe, Ein-/Ausschlusskriterien, Trefferzahlen. Fuer experimentelle Arbeiten genuegt die korrekte Zitation im Text.
Ueber 200 promovierte Ghostwriter mit Zugang zu SciFinder, Reaxys und Web of Science. Von der systematischen Recherche ueber das Literaturverzeichnis bis zum fertigen Theorieteil.
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