PubMed, Medline & Cochrane: Strategien für die systematische Literaturrecherche in der Zahnmedizin

Wer nur bei Google Scholar sucht, findet zu wenig Belastbares – oder zu viel Unbrauchbares. Dieser Leitfaden zeigt, wie man mit MeSH-Terms, Booleschen Operatoren und dem PRISMA-Flowchart eine Literaturrecherche aufbaut, die Gutachter und Reviewers überzeugt.

MeSH-Terms für alle Fachbereiche
Boolesche Operatoren mit Praxisbeispielen
Evidenzpyramide erklärt
PRISMA-Flowchart für den Anhang
Filter für RCTs & Cochrane-Reviews

1. Warum Google Scholar für die Zahnmedizin-Dissertation nicht ausreicht

Google Scholar ist das erste, was jeder benutzt – und für einen ersten Überblick ist das auch völlig in Ordnung. Das Problem entsteht, wenn es dabei bleibt.

Was Google Scholar nicht kann

  • Keine kontrollierten Vokabulare: Suche nach „Zahnimplantate" findet nicht automatisch „Dental Implants", „endosseous implants" oder „osseointegration"
  • Keine Studientyp-Filter: Keine Möglichkeit, gezielt nur RCTs oder Cochrane-Reviews zu suchen
  • Graue Literatur: Dissertationen, Kongressabstracts und Lehrbuchwerbung mischen sich mit peer-reviewten Studien
  • Keine dokumentierte Suche: Suchanfragen können nicht exportiert oder reproduzierbar dokumentiert werden – PRISMA ist damit unmöglich
  • Kein Volltext-Peer-Review-Filter: Preprints ohne Review erscheinen gleichrangig neben publizierten Studien

Was wissenschaftliche Datenbanken leisten

  • MeSH-kontrolliertes Vokabular: Ein MeSH-Term findet alle Synonyme automatisch
  • Studientyp-Filter: Eingrenzung auf RCT, Systematic Review, Meta-Analysis per Klick oder Code
  • Nur peer-reviewte Primärliteratur: Klar definierte Quellenqualität
  • Reproduzierbare Suche: Suchstrategie exportierbar, zitierfähig, PRISMA-konform
  • Boolean-Syntax: Präzise Kombinationslogik über AND / OR / NOT

⚠️ Was Gutachter wirklich prüfen

Viele Promotionsausschüsse verlangen heute im Methodenteil die explizite Angabe der verwendeten Datenbanken, der Suchterme und der Trefferzahlen vor und nach Filterung. Eine Literaturrecherche, die sich ausschließlich auf Google Scholar stützt, wird bei einer Verteidigung als methodisch unzureichend eingestuft – unabhängig von der inhaltlichen Qualität der Arbeit.

2. Die Datenbanken im Überblick

PubMed / MEDLINE
pubmed.ncbi.nlm.nih.gov
Kostenlos, >35 Mio. Einträge, MeSH-Vokabular, vollständige Boolean-Syntax. Pflichtdatenbank für jede zahnmedizinische Dissertation.
Kostenlos
Cochrane Library
cochranelibrary.com
Systematische Reviews und Metaanalysen höchster Evidenzstufe. Speziell die Cochrane Oral Health Group publiziert zahnmedizinische Reviews zu Parodontologie, Implantologie, Karies.
Kostenlos (DE)
EMBASE
embase.com
Europäischer Schwerpunkt, viele Journals die PubMed nicht indexiert. Besonders relevant für klinische Studien aus Europa. Über Universitätsbibliothek zugänglich.
Unibibliothek
LIVIVO
livivo.de
Kostenlose Metadatenbank des ZB MED, spezialisiert auf Lebenswissenschaften und Medizin. Besonders für deutschsprachige Literatur und Leitlinien.
Kostenlos
Google Scholar
scholar.google.com
Für den ersten Überblick und das Auffinden von Zitierungen (cited by). Nicht für die systematische Recherche geeignet – aber als Ergänzung für das Schneeballprinzip nützlich.
Ergänzung
AWMF-Leitlinienregister
awmf.org/leitlinien
Deutsche Leitlinien nach Evidenzgrad (S1–S3). Für klinische Dissertationen Pflichtquelle: DGZMK-Leitlinien, DGI-Leitlinien, EFP-Empfehlungen.
Kostenlos

3. MeSH-Terms: Die Geheimsprache von PubMed

MeSH (Medical Subject Headings) ist das kontrollierte Vokabular der U.S. National Library of Medicine. Jeder in PubMed indexierte Artikel wird manuell mit MeSH-Deskriptoren verschlagwortet – unabhängig davon, welche Synonyme der Autor im Titel oder Abstract verwendet hat.

Ein Artikel über „Zahnverlust nach Parodontitis" könnte im PubMed-Abstract die Begriffe „tooth loss", „periodontal disease" und „dental extraction" verwenden. Ohne MeSH würde eine Suche nach nur einem dieser Begriffe die anderen verpassen. Mit "Tooth Loss"[Mesh] findet PubMed den Artikel – egal welchen Begriff der Autor gewählt hat.

MeSH-Terme korrekt einsetzen

Drei Arten der PubMed-Suche im Vergleich

  • Freitextsuche (einfach, ungenau): periodontitis → findet nur Artikel mit diesem exakten Wort im Titel oder Abstract
  • MeSH-Suche (präzise, vollständig): "Periodontitis"[Mesh] → findet alle Artikel, die mit diesem MeSH-Term verschlagwortet wurden – unabhängig vom verwendeten Synonym
  • Kombiniert (empfohlen für Dissertation): "Periodontitis"[Mesh] OR periodontitis[tiab] OR "periodontal disease"[tiab] → MeSH plus Titelwort/Abstract-Suche als Sicherheitsnetz für neuere, noch nicht verschlagwortete Artikel

Den richtigen MeSH-Term finden

1

MeSH-Datenbank direkt aufrufen

Unter mesh.nlm.nih.gov oder in PubMed über „MeSH" im Suchfeld. Begriff eingeben, offizielle Bezeichnung und Hierarchie prüfen. Beispiel: „Bone loss, alveolar" ist ein MeSH-Unterbegriff von „Alveolar Bone Loss" – beide müssen ggf. berücksichtigt werden.

2

Explosion (Explode) aktivieren

MeSH ist hierarchisch aufgebaut. „Periodontitis"[Mesh] mit Explosion findet automatisch alle Unterformen: chronische Parodontitis, aggressive Parodontitis, Parodontitis als Systemerkrankung. In PubMed ist Explosion standardmäßig aktiv – mit dem Zusatz [Mesh:noexp] kann sie deaktiviert werden, wenn nur der Oberbegriff gesucht werden soll.

3

Subheadings nutzen

MeSH-Terms können mit Subheadings kombiniert werden: "Dental Implants"[Mesh:therapy] findet nur Artikel über Implantate als Therapieform. Relevante Subheadings: diagnosis, therapy, etiology, complications, epidemiology.

4. MeSH-Tabelle nach zahnmedizinischem Fachbereich

Die folgende Tabelle enthält die wichtigsten MeSH-Terms für gängige Themen der zahnmedizinischen Dissertation. Alle Terms wurden anhand der offiziellen MeSH-Datenbank (mesh.nlm.nih.gov) verifiziert.

Fachbereich / ThemaMeSH-Term (PubMed-Syntax)Hinweis / Synonyme
🦷 IMPLANTOLOGIE
Zahnimplantate allgemein "Dental Implants"[Mesh] Inkl. enossale, subperiostale Implantate
Osseointegration "Osseointegration"[Mesh] Pflicht für alle Implantatstudien
Implantatüberleben "Dental Implants"[Mesh] AND "Survival Rate"[Mesh] Kombinationsterm für Überlebensstudien
Knochenaugmentation "Alveolar Ridge Augmentation"[Mesh] Inkl. GBR, Sinuslift
Periimplantitis "Peri-Implantitis"[Mesh] Seit 2014 eigenständiger MeSH-Term
🩺 PARODONTOLOGIE
Parodontitis (allgemein) "Periodontitis"[Mesh] Explodiert alle Parodontitis-Unterformen
Parodontaler Knochen "Alveolar Bone Loss"[Mesh] Röntgenologischer Knochenverlust
Parodontale Therapie "Periodontal Debridement"[Mesh] Subgingivales Debridement, SRP
Parodontitis & Diabetes "Periodontitis"[Mesh] AND "Diabetes Mellitus"[Mesh] Systemische Zusammenhänge
Sondierungstiefe "Periodontal Pocket"[Mesh] Taschentiefe, PSI-Werte
🔬 ENDODONTIE
Wurzelkanalbehandlung "Root Canal Therapy"[Mesh] Syn.: endodontic treatment, RCT
Pulpadiagnose "Dental Pulp Diseases"[Mesh] Pulpitis, Pulpanekrose
Apikale Parodontitis "Periapical Periodontitis"[Mesh] Apikale Zyste, apikale Aufhellung
Wurzelkanalfüllung "Root Canal Filling Materials"[Mesh] Guttapercha, Sealer, MTA
🦾 PROTHETIK
Zahnersatz allgemein "Dental Prosthesis"[Mesh] Alle prothetischen Restaurationen
Vollkeramik "Dental Porcelain"[Mesh] Inkl. Zirkonoxid, Lithiumdisilikat
Zahnersatz auf Implantaten "Dental Implants"[Mesh] AND "Dental Prosthesis, Implant-Supported"[Mesh] Implantatgetragener Zahnersatz
Randschluss "Dental Marginal Adaptation"[Mesh] Randspalt, Randqualität, USPHS
🦷 KIEFERORTHOPÄDIE
Kieferorthopädie allgemein "Orthodontics"[Mesh] Alle kieferorthopädischen Themen
Aligner-Therapie "Orthodontic Appliances, Removable"[Mesh] Clear Aligner, Invisalign
Kephalometrie "Cephalometry"[Mesh] FRS-Auswertung, Landmarken
Zahnbewegung "Tooth Movement Techniques"[Mesh] Orthodontische Zahnbewegung
🔷 KARIOLOGIE & ZAHNERHALTUNG
Kariologie "Dental Caries"[Mesh] ICDAS, DMFT, Kariesdiagnostik
Komposit-Restaurationen "Composite Resins"[Mesh] Füllungswerkstoffe, Haftvermittler
Kariesprävention "Dental Caries"[Mesh] AND "Prevention and Control"[Subheading] Fluoridierung, Fissurenversiegelung
Tipp: MeSH-Terms in der PubMed Advanced Search verknüpfen

Im PubMed Advanced Search Builder können MeSH-Terms visuell mit AND/OR verknüpft und als vollständige Suchstrategie gespeichert, exportiert und im Methodenteil der Dissertation zitiert werden – reproduzierbar und PRISMA-konform.

5. Boolesche Operatoren in der Zahnmedizin-Recherche

Boolesche Operatoren sind die Grammatik jeder Datenbanksuche. Ihre korrekte Verwendung entscheidet darüber, ob eine Suche präzise oder beliebig ist.

AND – Schnittmenge

Beide Begriffe müssen im Artikel vorkommen. Schränkt die Ergebnisse ein. Für spezifische Fragestellungen:
Periodontitis AND Diabetes

OR – Vereinigungsmenge

Mindestens ein Begriff muss vorkommen. Erweitert die Ergebnisse. Für Synonyme:
periodontitis OR "gum disease" OR "periodontal disease"

NOT – Ausschluss

Zweiter Begriff darf nicht vorkommen. Für Tierversuchs-Ausschluss:
periodontitis NOT "animal study"

Vollständige Suchstrategie – Praxisbeispiel

Fragestellung: Welchen Einfluss hat eine Parodontitis auf den Blutzucker bei Diabetikern, ausschließlich humanmedizinische Studien der letzten 10 Jahre?

-- Vollständige PubMed-Suchstrategie --

("Periodontitis"[Mesh] OR periodontitis[tiab] OR "periodontal disease"[tiab])
AND
("Diabetes Mellitus"[Mesh] OR diabetes[tiab] OR "HbA1c"[tiab])
AND
("Blood Glucose"[Mesh] OR "glycemic control"[tiab] OR "blood sugar"[tiab])
NOT
("animal study"[tiab] OR "in vitro"[tiab] OR "rats"[tiab] OR "mice"[tiab])

-- Filter (PubMed Sidebar):
Publication date: 2015–2025
Article type: Randomized Controlled Trial, Systematic Review, Meta-Analysis
Species: Humans

Klammerregeln beachten

AND bindet stärker als OR. Ohne Klammern kann die Logik unkontrolliert werden:

  • Falsch: periodontitis AND diabetes OR HbA1c → wird als (periodontitis AND diabetes) OR HbA1c ausgewertet
  • Richtig: periodontitis AND (diabetes OR HbA1c)

6. Die Evidenzpyramide: Was zählt wie viel?

Nicht jede Quelle ist gleich viel wert. Die Evidenzpyramide zeigt, welche Studientypen die stärkste wissenschaftliche Aussagekraft haben – von oben nach unten abnehmend. Für Dissertationen und Journalartikel gilt: Je höher die Quelle in der Pyramide, desto stärker das Argument.

⬆ Stärkste EvidenzGeringste Evidenz ⬇
📊 Systematic Reviews & Metaanalysen
Cochrane Reviews, DGZMK S3-Leitlinien
🔬 Randomisierte kontrollierte Studien (RCT)
Gold Standard für Therapiefragen
🧪 Nicht-randomisierte kontrollierte Studien
Kohorten- und Fall-Kontroll-Studien
📈 Kohortenstudien (prospektiv/retrospektiv)
Längsschnittdaten, Registerdaten
📋 Querschnittstudien & Fallserien
Häufig in zahnmedizinischen Dissertationen
📑 Fallberichte / Case Reports
Vorstufe zur Publikation, geringe Generalisierbarkeit
💬 Expertenmeinungen / Editorials
Niedrigste Evidenzstufe
Quelle: Sackett et al. (1996), adaptiert nach Oxford Centre for Evidence-Based Medicine

💡 Praktische Konsequenz für die Dissertation

In der Einleitung einer Dissertation sollten Cochrane-Reviews und RCTs als primäre Quellen genutzt werden. Fallberichte und Expertenmeinungen können als ergänzende Kontextualisierung dienen, aber nicht als Belege für klinische Aussagen. Die Cochrane Oral Health Group (cochrane.org/oral-health) publiziert systematische Reviews zu allen relevanten zahnmedizinischen Themenfeldern – immer zuerst dort suchen.

Literaturrecherche für Ihr Exposé oder Ihre Dissertation

Thema gefunden, aber noch kein Überblick über den Forschungsstand? Wir führen die systematische PubMed-Recherche für Sie durch – PRISMA-konform und dokumentiert.
Ghostwriting für klinische Fallberichte →

7. Filter und Limits in PubMed sinnvoll setzen

PubMed bietet über die Sidebar eine Vielzahl von Filtern. Das richtige Setzen von Filtern ist eine Abwägung: Zu viele Filter reduzieren die Sensitivität (wichtige Studien werden übersehen), zu wenige schaden der Spezifität (irrelevante Treffer überfluten das Ergebnis).

FilterEmpfohlene EinstellungWann abweichen?
Publication date Letzte 10 Jahre als Ausgangspunkt Für klassische Themen (Osseointegration, Parodontitisklassifikation) auch ältere Seminalstudien explizit suchen
Article type Systematic Review, Meta-Analysis, RCT für klinische Fragen Bei seltenen Themen auch Case Reports einschließen und explizit begründen
Species Humans – für alle klinischen Fragestellungen Nur weglassen, wenn In-vitro- oder Tierstudien explizit Teil der Fragestellung sind
Language English, German Für europäische Fragestellungen auch French, Italian nicht ausschließen
Full text Nicht standardmäßig setzen Filter schließt wichtige Studien aus, deren Volltext über Uni-Bibliothek zugänglich ist. Stattdessen: Treffer prüfen, dann Volltext über DOI oder Bibliothek beschaffen
Journal filter Nicht setzen Limitiert unnötig; Journal Impact Factor ≠ Studienqualität
Komplettstrategie als PubMed-Link speichern

PubMed erlaubt es, vollständige Suchstrategien als URL zu speichern und im Methodenteil zu zitieren. Nach erfolgreicher Suche: „Create alert" oder URL kopieren – dieser Link reproduziert die identische Suche zu jedem späteren Zeitpunkt und ist damit vollständig zitierfähig.

8. PRISMA-Statement: Den Suchprozess dokumentieren

Das PRISMA-Statement (Preferred Reporting Items for Systematic Reviews and Meta-Analyses) ist der Standard zur Dokumentation und Berichterstattung systematischer Literaturrecherchen. Jeder Gutachter, der systematische Literaturrecherchen bewertet, erwartet den PRISMA-Flowchart.

Der PRISMA-Flowchart im Aufbau

Identifikation Treffer in PubMed: n = 847
Treffer in Cochrane: n = 93
Treffer in EMBASE: n = 214
Nach Duplikatentfernung n = 892 Artikel
Duplikate entfernt n = 262
Titel- & Abstract-Screening n = 892 Artikel gescreent
Ausgeschlossen n = 731
(Tierversuche, falsche Population, falsche Intervention)
Volltext-Prüfung n = 161 Artikel
Ausgeschlossen mit Begründung n = 128
(kein Volltext, Studientyp, Beobachtungszeitraum)
Eingeschlossene Studien n = 33 Studien in der Synthese

Schema nach: Page et al. PRISMA 2020 Statement. BMJ 2021;372:n71

Checkliste: Was in den Methodenteil gehört

  • Namen aller durchsuchten Datenbanken mit Suchdatum
  • Vollständige Suchstrategie (Suchterme, MeSH-Terms, Boolesche Operatoren) – ggf. im Anhang
  • Trefferzahlen je Datenbank vor und nach Filterung
  • Ein- und Ausschlusskriterien (PICO-Schema: Population, Intervention, Comparator, Outcome)
  • Anzahl der ausgeschlossenen Artikel mit Begründung
  • PRISMA-Flowchart als Abbildung
  • Angabe, ob und wie Handsuche (Schneeballprinzip) durchgeführt wurde

9. Was PubMed nicht liefert: Normen, Leitlinien und Graue Literatur

PubMed indexiert peer-reviewte Primärliteratur – aber nicht alles wissenschaftlich Relevante findet sich dort. Gerade bei werkstoffkundlichen Dissertationen oder klinischen Leitlinienbezügen fehlen entscheidende Quellen, wenn man sich ausschließlich auf PubMed verlässt.

📐

ISO-Normen

Für Werkstoffstudien: ISO 4049 (Komposite), ISO 6872 (Dentalkeramik), ISO 10477. Über DIN-Normenportal (beuth.de) oder Universitätsbibliothek zugänglich. Korrekte Zitation: ISO-Normen zahnärztliche Werkstoffe korrekt zitieren →

📋

DGZMK-Leitlinien

S2k- und S3-Leitlinien der DGZMK und ihrer Fachgesellschaften (DGI, DGParo, DGKFO). Alle im AWMF-Leitlinienregister (awmf.org) und auf dgzmk.de kostenlos verfügbar. Immer mit Leitlinien-AWMF-Nummer zitieren.

🌍

EFP & AAP Konsensus-Statements

Europäische (EFP) und amerikanische (AAP) parodontologische Gesellschaft publizieren Konsensus-Papiere und Klassifikationen, die nicht immer in PubMed als eigenständige Artikel auftauchen. Direkt auf efp.org und perio.org recherchieren.

Unterstützung bei der systematischen Literaturrecherche

Von der PubMed-Strategie bis zum PRISMA-Flowchart – ideal auch für das Exposé oder die Einleitung Ihrer Dissertation.
Doktorarbeit schreiben lassen →

Häufige Fragen zur Literaturrecherche in der Zahnmedizin-Dissertation

Wie viele Datenbanken muss ich für eine Dissertation durchsuchen?

Für eine einfache narrative Literaturübersicht in der Einleitung reicht PubMed in der Regel aus. Für eine systematische Literaturübersicht oder ein systematisches Review als Dissertationsform verlangen die meisten Promotionsordnungen und alle peer-reviewten Journals mindestens zwei bis drei Datenbanken – üblicherweise PubMed, Cochrane Library und eine weitere (EMBASE, LIVIVO oder Scopus). Das PRISMA-Statement selbst empfiehlt für vollständige Sensitivität mindestens zwei Datenbanken plus Handsuche (Schneeballprinzip anhand von Referenzlisten relevanter Artikel).

Was ist der Unterschied zwischen MeSH [Mesh] und Titel/Abstract [tiab]?

[Mesh] sucht ausschließlich in den manuell vergebenen MeSH-Deskriptoren eines Artikels – das ist sehr präzise, erfasst aber keine Artikel, die noch nicht vollständig indexiert wurden (Indexierung dauert Wochen bis Monate nach Publikation). [tiab] sucht im Titel und Abstract in Freitext – weniger präzise, aber schneller und erfasst auch neuere, noch nicht-indexierte Artikel. Die beste Strategie kombiniert beides: "Dental Implants"[Mesh] OR "dental implant"[tiab] OR "oral implant"[tiab]. Das maximiert sowohl Präzision als auch Vollständigkeit.

Wie gehe ich vor, wenn meine PubMed-Suche 3.000 Treffer liefert?

3.000 Treffer bedeuten meist: Die Suchstrategie ist zu weit gefasst. Systematisch enger werden: Erstens Studientyp-Filter setzen (nur RCT und Systematic Reviews), zweitens Zeitraum einschränken (letzte 5–10 Jahre), drittens zusätzliche MeSH-Terms mit AND verknüpfen, um die spezifische Fragestellung einzugrenzen. Ziel: 100–300 Treffer für Titel/Abstract-Screening, aus denen 20–50 für den Volltext qualifizieren. Weniger ist hier definitiv mehr – 50 hochrelevante, gut rezipierte Studien sind mehr wert als 200 periphere Artikel.

Muss ich bei der FRS-Auswertung oder dem Plaque-Index-Vergleich anders recherchieren?

Ja – bei methodischen Themen (Messpräzision, Reliabilität, Validierung) ist die Evidenzpyramide anders zu gewichten: Systematische Reviews zu Messmethoden (z. B. Reliabilität der kephalometrischen Analyse) existieren seltener als zu klinischen Fragen. Hier sind Originalstudien zur Messmethodenvalidierung, Reliabilitätsstudien (Inter-Examiner-Kappa) und Methodenvergleiche die primäre Evidenz. Für die FRS-Auswertung: "Cephalometry"[Mesh] AND "Reproducibility of Results"[Mesh]. Für Plaque-Indizes: "Dental Plaque Index"[Mesh] AND "comparative study"[pt].

Kann ich die Literaturrecherche für meine Dissertation auslagern?

Ja – die Unterstützung bei der Literaturrecherche ist ein legitimer Teil der wissenschaftlichen Begleitung einer Dissertation. Unser Team bei BAS führt strukturierte PubMed-Recherchen nach Ihrer Fragestellung durch, erstellt PRISMA-konforme Dokumentation und bereitet den Forschungsstand für Einleitung und Diskussion auf. Die gewonnenen Erkenntnisse und die wissenschaftliche Interpretation bleiben selbstverständlich Ihre Eigenleistung. Sprechen Sie uns an: Ghostwriting für Zahnmedizin oder Doktorarbeit schreiben lassen.

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Das sagen unsere Kunden

Ausgezeichnet
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2 Jahren ago
Ich benötigte eine umfassende Literaturrecherche für ein populäres Sachbuch. Die erfolgte sehr gründlich und wurde sogar schneller geliefert als erwartet. Die Auftragnehmerin oder der Auftragnehmer hat auch sehr gut mitgedacht. Ich war mit der Arbeit ausgesprochen zufrieden! (Über das Ghostwriting kann ich nichts sagen, für mich wurde ja nichts geschrieben.)
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crossmenu