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Ghostwriter von Albert Speer

Ghostwriter von Albert Speer

Berthold Konrad Hermann Albert Speer wurde 1905 in Mannheim geboren und absolvierte nach einem Architekturstudium in Karlsruhe, in München und Berlin als Hitlers Architekt und Planer der Umbauten in Hitlers Reichshauptstadt „Germania“ eine steile Karriere im Dritten Reich. Insider gehen sogar so weit, eine homoerotische Komponente in die recht enge und intensive Beziehung zwischen Adolf Hitler und Albert Speer hinein zu interpretieren. Tatsächlich jedoch genoss Albert Speer als Favorit des Führers, der sich gern als verhinderten Künstler und Architekten sah, weitestgehend Narrenfreiheit. Beide verband in ihren architektonischen Auffassungen ein Hang zur Gigantomanie. Sie waren gleichermaßen getrieben von dem Bestreben, für die Ewigkeit zu bauen und dadurch noch die Baumeister der Pharaonen und der römischen Kaiser zu übertreffen. Von 1942 bis Kriegsende wirkte Albert Speer zudem als Rüstungsminister. Im Nürnberger Prozess wurde Hitlers Architekt wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu 20 Jahren Haft verurteilt. Er verbüßte sie als Häftling Nummer 5 im alliierten Kriegsverbrechergefängnis zu Berlin-Spandau. Noch während der Haftzeit verfasste Albert Speer zwei Erinnerungsbücher, die später mit der Hilfe eines berühmten Ghostwriters publiziert werden konnten. Als Ghostwriter von Albert Speer wirkte Joachim Fest.

Der Ghostwriter von Albert Speer wollte eigentlich eine Hitler-Biografie schreiben

Joachim Clemens Fest wurde 1926 in Berlin-Karlshorst geboren. Nach seinem kurzen Kriegseinsatz studierte er Geschichte, Soziologie, Germanistik und Kunstgeschichte. Als Journalist und Historiker konzentrierte Joachim Fest sich auf den thematischen Schwerpunkt des Dritten Reichs. Eigentlich hatte er als sein Opus Magnum, eine Hitler-Biografie, verfassen wollen, entschied sich jedoch schließlich aus Geldmangel dazu, eine Speer-Biografie zu schreiben. Daher kam es ab 1967 zu regelmäßigen Treffen mit Albert Speer. Die von Fest verfasste Speer-Biografie erschien schließlich im Jahre 1969 unter dem Titel „Erinnerungen“ im Ullstein Taschenbuchverlag. 1979 erschien „Erinnerungen“ in Italien. 1980 wurde die Biografie auch ins Französische übertragen. 1981 erschien das Werk schließlich in englischer Übersetzung.