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Ghostwriter von Alfried von Bohlen

Ghostwriter von Alfried von Bohlen

Alfried Felix Alwyn Krupp von Bohlen und Halbach wurde im Jahre 1907 geboren und gilt als begabter deutscher Ingenieur, aber zugleich auch als der letzte Alleininhaber der berühmten Friedrich Krupp AG. Nach dem Abschluss des Realgymnasiums studierte er zunächst Ingenieurswissenschaften in Aachen, Berlin und München und stieg nach einer Volontärszeit bei der Dresdner Bank in Berlin 1935 schließlich in das väterliche Unternehmen, die Friedrich Krupp AG in Essen, ein.

Schnell wurde er hier Prokurist und übernahm alsbald auch die Rohstoff- und Rüstungsabteilung. Im Winter 1943 wurde er endlich alleiniger Inhaber der väterlichen Friedrich Krupp AG. Als sogenanntes förderndes Mitglied der SS, zuletzt sogar im Range eines Standartenführers, wegen der Ausbeutung von Kriegsgefangenen und KZ-Häftlingen in den eigenen Rüstungswerken und schließlich als einer der maßgeblich Verantwortlichen für die Demontage von Industriebetrieben in den von der deutschen Wehrmacht besetzten Gebieten, wurde sein Vermögen nach Kriegsende durch die Alliierten beschlagnahmt. Krupp selbst kam vor Gericht. Bereits 1953 amnestiert und aus dem Kriegsverbrechergefängnis zu Landsberg entlassen, konnte Alfried Krupp von Bohlen und Halbach seine unternehmerische Tätigkeit wieder aufnehmen. Er gründete allerdings eine gemeinnützige Stiftung und betrieb mit der Hilfe eines versierten Ghostwriters gezielt Öffentlichkeitsarbeit und eine professionelle Public Relation. Der Ghostwriter von Alfried von Bohlen und Halbach war Carl Hundhausen.

Der Ghostwriter von Alfried von Bohlen und Halbach wurde Direktor der Stabsabteilung Werbung und Presse in der Firma Krupp

Carl Hundhausen kam 1893 in Ückendorf zur Welt, besuchte die Volksschule und erlernte den Beruf des Schusters. Nach Kriegsdienst und Tätigkeit im Ersten Weltkrieg als Bataillonsschreiber trat Carl Hundhausen bereits 1922 als Korrespondent in die Bankabteilung der Friedrich Krupp AG ein.
Nach vorübergehendem Aufenthalt in den USA wurde er schließlich 1944 kaufmännischer Direktor bei Krupp-Widia. Hier blieb er bis 1956 und prägte als offizieller Ghostwriter von Alfried von Bohlen und Halbach das Bild der Firma.