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Ghostwriter von Charlie Chaplin

Ghostwriter von Charlie Chaplin

Charles Spencer Chaplin wurde im Jahre 1889, vermutlich in London, geboren. Seine Eltern waren beide Künstler und in den Music Halls angestellt, der Vater als Sänger, Chaplins Mutter jedoch als Tänzerin. Da sich die Eltern bereits kurz nach der Geburt des Kindes trennten, war der Junge recht häufig dazu gezwungen, in den Londoner Armenhäusern seine Zuflucht zu nehmen. Ein Sujet, welches er später in vielen seiner erfolgreichen Stummfilme immer wieder aufs Neue thematisierte und damit ein Millionenpublikum zu Tränen rührte. Ab 1894 trat Charlie Chaplin erstmals mit eigenen Gesangsdarbietungen vor Publikum auf und fand nach Tätigkeiten als Zeitungsverkäufer, als Laufbursche, Drucker, Spielzeugmacher und Glasbläser schließlich eine Anstellung an den Londoner Bühnen, wo er rasch zum Star avancierte. Es folgen Tourneen nach Amerika, die Berühmtheit als Slapstick-Star und die Gründung eigener Filmgesellschaften zur Vermarktung seiner weltweit bekannten Filme, darunter auch „Der große Diktator“, eine Hitler-Parodie aus dem Jahre 1940. Charlie Chaplin, der mehrere Ehen mit weitaus jüngeren Frauen begründete, wurde schließlich zum Inbegriff des US-amerikanischen Hollywood-Stars. Politische Verfolgungen während de berüchtigten McCarthy-Ära initiierten schließlich seine Übersiedlung in die Schweiz. Umstritten ist die im Jahre 1957 beginnende Entstehungsgeschichte seiner Memoiren, als deren Urheber und Ghostwriter Graham Greene angesehen wird.

Der Ghostwriter von Charlie Chaplin war sein enger Freund

Graham Greene kam 1904 im britischen Berkhamsted zur Welt. Er studierte Geschichte in Oxford und war in den 1920er Jahren kurzfristig Mitglied der Kommunistischen Partei, ehe er sich schließlich der Tätigkeit als Journalist, Dramatiker, Romancier und Drehbuchautor zuwandte. Er pflegte eine tiefe Freundschaft mit Charlie Chaplin und es ist überliefert, dass die Niederschrift von dessen Memoiren die Zeitspanne von 1957 bis zum März 1964 in Anspruch nahm. In diesem Jahr erschien das Werk bei Simon & Schuster unter dem Titel „My Autobiography“. Die deutsche Übersetzung erfolgte im gleichen Jahr als „Die Geschichte meines Lebens“.