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Ghostwriter von Günter Verheugen

Ghostwriter von Günter Verheugen

Günter Verheugen wurde am 28. April 1944 in Bad Kreuznach geboren. Nach dem Abitur studierte er dann Geschichte, Soziologie und Politische Wissenschaften in Köln und in Bonn. Bereits im Jahre 1967 begann Günter Verheugen seine politische Karriere als sogenannter Jungdemokrat in den Reihen der bundesdeutschen FDP. Schon 1969 war er Referatsleiter im Auswärtigen Amt unter Hans-Dietrich Genscher. Später wurde er Leiter des dortigen Arbeitsstabes Analysen und Informationen. 1977 wurde er Bundesgeschäftsführer der FDP, nur ein Jahr später sogar zum Generalsekretär der Partei. Im Jahre 1982 trat Günter Verheugen aufgrund des Koalitionswechsels der FDP mit anderen prominenten Politikern aus seiner Partei aus und wechselte zur SPD. Hier wurde er Mitglied des Auswärtigen Ausschusses, des Sonderausschusses der Europäischen Union und schließlich, auf Anregung von Willy Brandt, Chefredakteur der Parteizeitung der SPD „Vorwärts“.
Ab 1994 war Günter Verheugen stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD im Bundestag, schließlich wurde er de Bundesgeschäftsführer und unter Außenminister Joschka Fischer dann auch Staatsminister. Für seine öffentlichen Auftritte und Reden beschäftigte Günter Verheugen einen Ghostwriter. Als Ghostwriter von Günter Verheugen bezeichnet sich in der Öffentlichkeit Herbert Willner.

Der angebliche Ghostwriter von Günter Verheugen arbeitete für das Ministerium für Staatssicherheit der DDR

Herbert Willner wurde im Jahre 1926 in China geboren. Er ließ sich bereits 1959 vom damaligen DDR-Geheimdienst anwerben und übersiedelte in dessen Auftrag 1961 nach West-Berlin. Hier arbeitete er als Journalist beim bekannten Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ und wurde schließlich in der Bundesgeschäftsstelle der FDP, später in der der FDP nahe stehenden Friedrich-Naumann-Stiftung, Referent für Außen-, Sicherheits-, Deutschland-, Europa und Sicherheitspolitik. Aus dieser einflussreichen Position heraus berichtete er regelmäßig an den DDR-Geheimdienst. 1985 wurde Herbert Willner in die DDR abberufen, da er immer häufiger verdächtigt wurde, als Spion aktiv zu sein. Er lebte zunächst weiterhin in der DDR und flüchtete 1990 nach Bulgarien,nachdem der Druck auf ihn immer größer wurde, um nicht verhaftet zu werden und kehrte erst nach der Verjährung im Jahre 1995 nach Deutschland zurück.