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Ghostwriter von Günther Oettinger

Der frühere baden-württembergische Ministerpräsident Günther Oettinger geriet vor allem aufgrund seiner Forderung, die heutige Jugend müsse perfekt Englisch sprechen, ins Kreuzfeuer der öffentlichen Kritik, nachdem er unter Beweis gestellt hatte, dass zumindest sein eigenes Englisch mehr als nur dürftig war. Für seine Reden und öffentlichen Auftritte, die er in deutscher Sprache absolvierte, bediente er sich jedoch eines profilierten Redenschreibers. Als Ghostwriter von Günther Oettinger fungierte Michael Grimminger.

Ghostwriter von Günther Oettinger und Verfasser der Trauerrede für Hans Filbinger

Michael Grimminger wurde im Jahre 1960 geboren und betätigte sich nach seinem Studium zunächst erfolgreich als Redakteur, Assistent und zugleich Herausgeber von Günter Rohrmoser. Im Jahre 1995 promovierte Michael Grimminger schließlich, ehe er dann 2002 in das Redenschreiberteam des damaligen baden-württembergischen Ministerpräsidenten Erwin Teufel integriert wurde. Ein Amt, welches Michael Grimminger dann auch unter Teufels Amtsnachfolger Günther Oettinger ausüben konnte. Der Ghostwriter von Günther Oettinger wurde einer breiten Öffentlichkeit vor allem als Verfasser der Trauerrede für den verstorbenen früheren baden-württembergischen Ministerpräsidenten Hans Filbinger bekannt, welche Grimminger für seinen Dienstherrn Günther Oettinger verfasste. Wider besseres Wissen, Hans Filbinger war während der Zeit des Dritten Reiches als Marinerichter an mehreren Todesurteilen unmittelbar beteiligt gewesen und hatte definitiv auch der NSDAP angehört, Gründe, die für seinen Rücktritt vom Amt maßgeblich waren, behauptete Grimminger in der Trauerrede, Filbinger sei kein Nationalsozialist, sondern stattdessen sogar ein Gegner des NS-Regimes gewesen. Aufgrund dieser unwahren Behauptung stieß die Rede Oettingers am Grab von Hans Filbinger auf massive öffentliche Kritik und musste später auf Druck von Angela Merkel öffentlich zurück genommen werden.