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Ghostwriter von Hans Moser

Ghostwriter von Hans Moser

Der Schauspieler Hans Moser wurde im Jahre 1880 als Johann Julier in Wien geboren. Sein Vater war ein ungarischer akademischer Bildhauer, seine Mutter betrieb ein Milchgeschäft am Wiener Naschmarkt. Nach dem Absolvieren einer Buchhalterlehre und der Tätigkeit in einem Lederwarengeschäft, nahm der spätere Volksschauspieler heimlich Sprechunterricht bei einem Hofschauspieler. Er nahm den Künstlernamen Hans Moser an und zog mit diversen Wanderbühnen durch das Land, bis er 1903 endlich eine Berufung an das renommierte Theater in der Josefstadt erhielt, wo ihm schließlich der erhoffte Durchbruch als Volksschauspieler gelang.

Hans Moser kämpfte im Ersten Weltkrieg an der berüchtigten Isonzo-Front und wurde in den 1920er Jahren der Lieblingsschauspieler des populären Regisseurs und Intendanten Max Reinhardt. In seiner typischen nuschelnden, oft polternden Sprechweise, spielte Hans Moser meist kauzige Typen und Originale aus dem Milieu. 1930 erhielt er dann seine erste Rolle in einem Tonfilm und wurde als Darsteller der kleinen Leute schnell bei einem internationalen Publikum bekannt und beliebt. Während der Zeit des Zweiten Weltkriegs weigerte sich Hans Moser beharrlich, sich von seiner jüdischen Frau Blanka Hirschler, die er im Jahre 1911 geheiratet hatte, scheiden zu lassen und ermöglichte ihr die Emigration nach Argentinien. Hans Moser absolvierte eine Tournee durch die USA, während der er unter anderem auch am New Yorker Broadway gastieren durfte. Als Ghostwriter von Hans Moser wirkten Dodo Kresse und Michael Horvath.

Die Ghostwriter von Hans Moser schufen eine eindrucksvolle Romanbiografie

Dodo Kresse ist die Großnichte von Hans Moser und Michael Horvath, ihr Co-Autor, ist ein bekannter österreichischer Journalist und Buchautor. Mit seinem im Jahre 1994 bei edition S in Wien erschienen autobiografischen Werk zu Hans Moser unter dem Titel „Nur ein Komödiant? Hans Moser in den Jahren 1938-1945“ wollte das Duo vor allem beweisen, dass der spaßige Volksschauspieler weitaus mehr war, als nur ein Mime, der die Lachmuskeln reizen konnte.