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Ghostwriter von Kim Il-sung

Ghostwriter von Kim Il-sung

Kim Il-sung wurde im Jahre 1912 in Mankeidai geboren. Sein eigentlicher Name lautete jedoch Kim Song-chu. Sein Vater war protestantischen Glaubens und arbeitete als Lehrer. Seine Mutter war die Tochter eines protestantischen Pfarrers. Da die Familie in großer Armut lebte, emigrierte sie im Jahre 1920 in den von Koreanern besiedelten Teil der Mandschurei. Hier kam der junge Kim mit marxistischen Ideen in Berührung, schloss sich der Partisanenbewegung an und nahm den Kampfnamen Kim Il-sung, zu Deutsch „Sonne“, an. 1935 wurde er Kommandeur und Politkommissar der Vereinigten Nordöstlichen Antijapanischen Armee, ehe er sich schließlich ab 1940 unter dem Druck des japanischen Militärs in die UdSSR zurück zog. Hier absolvierte er diverse sowjetische Kommandeursschulen und wurde gezielt auf seine spätere Aufgabe vorbereitet, ein kommunistisches Nachkriegs-Korea aufzubauen. Dieser Obsession widmete er sich ab 1948, wobei er besonders die Chuch’e-Ideologie mit den typisch koreanischen Werten der Autarkie und der sogenannten wahrhaftigen Fortführung des Marxismus in Nordkorea etablieren konnte. Kim Il-sung wird in Nordkorea wie ein Heiliger verehrt und soll ein 100 Bände umfassendes politisches Werk verfasst haben. Jedoch konnten ihm auch zahlreiche Menschenrechtsverletzungen nachgewiesen werden. Als einer der wenigen Ghostwriter von Kim Il-sung fungierte im westlichen Ausland Professor Alfred Pfabigan.

Der Ghostwriter von Kim Il-sung konnte sich mit dem nordkoreanischen Kommunismus nicht anfreunden

Alfred Pfabigan wurde 1947 in Wien geboren. Er studierte Rechtswissenschaften und Politische Philosophie und wurde 1971 als Jurist promoviert. Er ist vermutlich einer der wenigen Ghostwriter aus dem westlichen Ausland, der den Diktator Kim Il-sung nicht glorifizierte. 1986 erschien im Verlag Christian Brandstätter sein diesbezügliches Werk „Schlaflos in Pjöngjang. Vom gescheiterten Versuch, einen skeptischen Europäer zu einem Mitglied der Großen Roten Familie zu machen“. Hier setzt sich Professor Alfred Pfabigan nicht nur kritisch mit der Person des Diktators Kim Il-sung auseinander, sondern hinterfragt auch die Realität des politischen Systems in Nordkorea.