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Ghostwriter von Lale Anderson

Ghostwriter von Lale Anderson

Lale Andersen kam 1905 in Bremerhaven als Liese-Lotte Helene Berta Bunnenberg zur Welt. Bereits im Alter von nur 17 Jahren heiratete sie Paul Ernst Wilke. Sie schenkte drei Kindern das Leben und nahm nebenbei Gesangsunterricht. Nachdem ihre Ehe 1931 geschieden worden war, trat Lale Andersen bei Berliner Theatern, in Zürich und München, mit Volksliedern, Chansons und Schlagern auf. 1939 machte sie das bereits 1915 geschaffene Lied „Lili Marleen“ weltberühmt. Sie nahm damit ihre erste Platte auf und der Song wurde vor allem über den Soldatensender Belgrad verbreitet und erfreute sich auf beiden Seiten der deutschen Front großer Popularität. In den 1940er Jahren wirkte Lale Andersen in deutschen Kinofilmen mit, fiel allerdings bei der Reichskulturkammer und dem deutschen Propagandaministerium in Ungnade, nachdem sie es abgelehnt hatte, an der Besichtigung des Warschauer Ghettos teilzunehmen. Sie entging nur knapp der Einweisung in ein Konzentrationslager. Bei Kriegsende befand sie sich auf der Insel Langeog, die von der kanadischen Armee eingenommen wurde. An der deutschen Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest nahm Lale Anderson in den 1950er Jahren erfolglos teil. Sie starb 1975 in Wien. Als filmischer Ghostwriter von Lale Anderson wirkte Rainer Werner Fassbinder.

Der Ghostwriter von Lale Anderson ist einer der wichtigsten Vertreter des neuen deutschen Films

Rainer Werner Fassbinder wurde 1945 im bayerischen Bad Wörishofen geboren. Als Jugendlicher wirkte er im Action-Theater mit und näherte sich nach nicht bestandenen Aufnahmeprüfungen an unterschiedlichsten deutschen Schauspielschulen dem Medium Film schließlich als Autodidakt. Nachdem er bei Film und Fernsehen beachtliche künstlerische Erfolge erzielen konnte, verwirklichte er schließlich ab der Mitte der 1970er Jahre die filmische Rezeption wichtiger Frauenfiguren der deutschen Nachkriegsgeschichte, zu denen auch Lale Andersen gehörte. 1981 drehte er, basierend auf der Autobiografie „Der Himmel hat viele Farben“ von Lale Andersen unter dem Titel „Lili Marleen“ ihre filmische Vita mit Hanna Schygulla in der Hauptrolle.