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Ghostwriter von Mao Zedong

Mao Zedong gilt al seiner der berühmtesten Diktatoren des 20. Jahrhunderts, dessen berüchtigte „Politik des Großen Sprungs nach vorn“ und dessen Kulturrevolution Millionen von Opfern forderten. Und dennoch vertraute der machtbewusste Sohn einer Bauernfamilie aus dem zentralchinesischen Shaoshan, in der Provinz Hunan gelegen, bei seinen Reden und zahllosen öffentlichen Auftritten im In- und Ausland auf die bewährte Kunst eines Ghostwriters und Redenschreibers. Als Ghostwriter von Mao Zedong wirkte Wang Hunin.

Der Ghostwriter von Mao Zedong studierte zunächst erst einmal Französisch

Wang Hunin wurde im Oktober des Jahres 1955 geboren und studierte in den 1970er Jahren zunächst erst einmal Französisch an der Pädagogischen Universität Ostchina. Bereits in dieser Zeit wirkte er angeblich als Ghostwriter von Mao Zedong. Im Anschluss wechselte er dann an die Fudan-Universität, studierte hier internationale Politik, graduierte zum Master of Law und wirkte an dieser Einrichtung bis 1995 als Hochschullehrer, zuletzt sogar als Dekan der rechtswissenschaftlichen Fakultät. Nach Maos Tod im Jahre 1976 verstrichen noch einige Jahre, bis auch Wang Hunin schließlich 1984 der Kommunistischen Partei Chinas beitrat. Von 1988 bis 1989 war Wang Hunin außerdem Gastprofessor an der renommierten University of California in Berkeley und an der University of Iowa.

Der Ghostwriter von Mao schrieb auch Reden für Jiang Zemin und Hu Jintao

1995 trat Wang Hunin schließlich dem Büro für Politische Forschungen des Zentralkomitees der KPCh bei und wurde im Jahre 2002 zu dessen Direktor ernannt. In dieser Funktion wirkte er nicht nur als politischer Berater der beiden KP-Generalsekretäre Jiang Zemin und Hu Jintao, sondern betätigte sich auch wiederum als deren Redenschreiber und Ghostwriter.