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Ghostwriter von Peter Hartz

Ghostwriter von Peter Hartz

Peter Hartz wurde 1941 in St. Ingbert geboren. Er war der jüngste von drei Söhnen eines saarländischen Hüttenarbeiters, absolviere seinen Wehrdienst, wurde Industriekaufmann und studierte schließlich Betriebswirtschaft. Frühzeitig wurde Peter Hartz Mitglied der SPD, der IG Metall und auch Abgeordneter im saarländischen Landtag. Nach mehreren beruflichen Stationen als Personalchef in international renommierten Unternehmen, so unter anderem in der Dillinger Hütte, wo er sich für einen sozialverträglichen Personalabbau in der deutschen Stahlindustrie einsetzte, wurde Peter Hartz 1993 Personalvorstand der Volkswagen AG. Zu Beginn des Jahres 2002 wurde er von der damaligen Regierung Schröder damit beauftragt, die nach ihm benannten Reformen im Kontext der Agenda 2010 zu erarbeiten. Wegen des Verdachts der Untreue und des Betrugs in insgesamt 44 Fällen ermittelte die Staatsanwaltschaft Braunschweig im Jahre 2005 gegen Peter Hartz. Im Folgejahr wurde schließlich das diesbezügliche Strafverfahren gegen ihn eröffnet. Gegenstand des Verfahrens waren illegale Sonderboni in Millionenhöhe, welche Hatz insgesamt ein Jahrzehnt lang ohne Wissen des Vorstandes dem einstigen Betriebsratsvorsitzenden der Volkswagen AG verschafft hatte. Ebenso hatte er auch ein System illegaler Vergünstigungen für Betriebsräte der VW AG etabliert, zu denen beispielsweise bezahlte Bordellbesuche für diese Gewerkschaftler gehörten. Während seiner Tätigkeit als Personalchef von VW nutze Peter Hartz die Hilfe eines Ghostwriters. Als Ghostwriter und Redenschreiber von Peter Hartz wirkte Helmuth Schuster.

Der Ghostwriter von Peter Hartz war tief in die VW-Korruptionsaffäre verstrickt

Helmuth Schuster war Personalvorstand der VW-Tochter Škoda. In dieser Eigenschaft soll er auch Teilhaber von Zulieferfirmen gewesen sein, mit denen die Volkswagen AG Verträge abgeschlossen hatte. Für geraume Zeit wirkte Helmuth Schuster auch als Redenschreiber und als Ghostwriter für Peter Hartz. Nachdem er jedoch als Personalvorstand von Škoda fristlos entlassen worden war, brachte Helmuth Schuster die Ermittlungen im Zuge der VW-Korruptionsaffäre in Gang. Er wurde durch das Amtsgericht Wolfsburg zu einer zehnmonatigen Bewährungsstrafe wegen Bestechlichkeit und Untreue verurteilt.