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Ghostwriter von Sepp Herberger

Ghostwriter von Sepp Herberger

Josef „Sepp“ Herberger kam 1897 zur Welt. Bereits in den 1920er Jahren wirkte er als Fußballspieler für die Vereine SV Waldhof, VfR Mannheim und für Tennis Borussia Berlin. Gemeinsam mit diesen Clubs bestritt er zahlreiche Auswahl- und auch Länderspiele. Von 1936 bis 1945 wurde er schließlich in die Funktion des Reichstrainers berufen, in welcher er Otto Nerz ablöste. Von 1950 bis 1964 war Sepp Herberger dann als Bundestrainer tätig, baute nach dem Zweiten Weltkrieg die deutsche Fußball-Nationalmannschaft neu auf und erreichte mit dem berühmten „Wunder von Bern“ und dem Gewinn des Weltmeister-Titels im Jahre 1954 den Höhepunkt seiner Karriere. Nach einem krassen Leistungsabfall der Deutschen Nationalelf bei der Weltmeisterschaft in Chile, trat Sepp Herberger, inzwischen bereits 65 Jahre alt, schließlich im Sommer 1962 von seinen Funktionen als Bundestrainer zurück. Als Coach konnte er jedoch auf folgende Bilanz verweisen: Insgesamt 162 absolvierte Länderspiele, davon 92 Siege, 26 Mal unentschieden und 44 Niederlagen. Er zeigte sich häufig in der Öffentlichkeit und genoss seine Popularität. Sepp Herberger starb schließlich kurz vor seinem 80. Geburtstag an einem Herzinfarkt. Natürlich wurde seine Biografie ein erfolgreiches Buch. Als Ghostwriter von Sepp Herberger wirkte Jürgen Leinemann.

Der Ghostwriter von Sepp Herberger hatte Alkoholprobleme

Jürgen Leinemann wurde 1937 in Celle geboren. Er studierte Geschichte, Germanistik und Philosophie und arbeitete im Anschluss als Journalist für dpa in Berlin, in Hamburg und in Washington. Ab 1971 arbeitete Jürgen Leinemann für das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. In den 1970er Jahren litt er unter Alkoholproblemen und Depressionen, die schließlich in einem physischen Zusammenbruch mündeten. Neben der deutschen Politik repräsentierte vor allem der Fußball einen der Schwerpunkte seines journalistischen Wirkens. Er wurde mehrfach prämiert (unter anderem mit dem Egon-Erwin-Kisch-Preis und dem Henri-Nannen-Preis). Sein Buch „Sepp Herberger: Ein Leben, eine Legende“, erschienen im Jahre 2004 im Münchener Heyne Verlag, gilt als Höhepunkt seines journalistischen Schaffens.