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Ghostwriter von Theodor Plivier

Ghostwriter von Theodor Plivier

Theodor Otto Richard Plivier wurde 1892 in Berlin geboren. Bereits als Schüler interessierte er sich sehr für Literatur und verfasste Aufsehen erregende Aufsätze. Dennoch erlernte er zunächst den Beruf eines Stuckateurs, wanderte durch Deutschland, Österreich und die Niederlande, heuerte bei der deutschen Handelsflotte an und verdingte sich in Chile in den berüchtigten Salpeterminen. Zurück in Deutschland, wurde er für die Kaiserliche Marine zwangsrekrutiert, verrichtete Dienst auf einem Hilfskreuzer und beteiligte sich am Kieler Matrosenaufstand sowie an der Novemberrevolution. Ehe er schließlich mit seiner Romantriologie über die Kämpfe der deutschen Wehrmacht an der Ostfront berühmt werden sollte, entdeckte Theodor Plivier seine Liebe zum Anarchismus und gründete den „Verlag der Zwölf“. Seit 1928 beschäftigte Theodor Plivier, der zeitweilig auch in seinen von Erwin Piscator dramatisierten und aufgeführten Romanen als Darsteller agierte, einen Sekretär und Ghostwriter. Der Ghostwriter von Theodor Plivier war Werner Helwig.

Der Ghostwriter von Theodor Plivier erhielt das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse

Werner Helwig kam 1905 in Friedenau bei Berlin zur Welt. Nach einer landwirtschaftlichen Lehre auf einem Gutsbetrieb eignete er sich autodidaktisch umfangreiche Kenntnisse auf den Gebieten der Literatur, der Kunst, der Musik und der Ethnologie an. Er geriet in Kontakt mit der kommunistischen Jugendbewegung und wurde ein Wandervogel, welcher besonders Knut Hamsun, Thomas Mann und Rilke verehrte. Ehe auch er eine umfangreiche schriftstellerische Tätigkeit als Autor und Essayist entfaltete, die ihm im Jahre 1981 schließlich das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse eintrug, wirkte Werner Helwig ab 1928 als Privatsekretär und Ghostwriter Theodor Pliviers. Durch Plivier kam er mit vielen einflussreichen Persönlichkeiten der Zeitgeschichte in Kontakt. Gut bekannt war er unter anderem mit Hans Henny Jahn, Theodor Däubler, Rudolf Pannwitz, Ernst Fuhrmann, Hermann Hesse, Ernst Jünger, Monika Mann, Richard Seewald, Rolf Bongs, Ernst Kreuder sowie mit Herbert List. Neben dem Bundesverdienstkreuz erhielt Werner Helwig auch den begehrten Literaturpreis des Kulturkreises im BDI.