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Komplettplagiat

Komplettplagiat

Bei einem Komplettplagiat wurden ganze Textstellen und Abschnitte aus einer Quelle übernommen und ohne Kenntlichmachung eines Zitates in eine eigene Arbeit eingefügt. Synonyme für den Begriff Komplettplagiat sind auch Text- oder Vollplagiat. Wenn eine komplette wissenschaftliche Leistung, zum Beispiel eine ganze Hausarbeit, komplett als eigene Leistung ausgewiesen wird, spricht man auch von einem Komplettplagiat.

Vier Formen des Komplettplagiats

Es wird bei einem Komplettplagiat zwischen vier verschiedenen Fällen unterschieden:

1) Die komplett kopierte Textstelle wird nicht als Zitat kenntlich gemacht. Es findet sich zudem keine Fußnote zur Quelle oder Nennung der Quelle im Literaturverzeichnis wieder. In diesem Falle geht man von einer absichtlichen Täuschung aus.
2) Die Quelle des Zitates wird in einer Fußnote angegeben, auf die jedoch nicht hinter dem Zitat verwiesen wird. Zudem ist das Zitat nicht durch Anführungszeichen ausgewiesen.
3) Die Quelle wird im Literaturverzeichnis angegeben, jedoch fehlt eine Fußnote bzw. der Verweis direkt hinter dem Zitat.
4) Es wurde eine Textstelle ohne Kenntlichmachung der Originalquelle in eine wissenschaftliche Arbeit eingefügt und ausdrücklich versichert, dass es sich um eine eigne Arbeit handelt und alle Zitate ausgewiesen wurde.

Im ersten und letzten Fall spricht man von einer vorsätzlichen Täuschung.

Was geschieht, wenn ein Komplettplagiat erkannt wird?

Bei der Erstellung einer wissenschaftlichen Leistung sollte keine Form des Komplettplagiats auftreten, damit das Dokument als eigenständig erbrachte Arbeit gewertet werden kann. Wenn sich die Formen 2 und 3 bei einer wissenschaftlichen Leistung häufen, wird auch bei diesen Fällen von einer vorsätzlichen Täuschung ausgegangen. Im studentischen Kontext kann die Anfertigung eines Plagiates dazu führen, dass die Note herabgesetzt, die Prüfung nicht bestanden oder sogar eine Exmatrikulation erfolgt. Nachträglich kann der akademische Grad entzogen werden, wenn entdeckt wird, dass es sich bei einer Abschlussarbeit (z. B. Master- oder Examensarbeit) um ein Komplettplagiat handelt.

Komplettplagiate werden von Plagiatserkennungssoftware sehr einfach erkannt. Deswegen sollte man nach der Erstellung der wissenschaftlichen Leistung diese nochmals auf mögliche Plagiate überprüfen, um einen Plagiatsvorwurf zu vermeiden.

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