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Rechtschreibung

Rechtschreibung

Der Begriff der Rechtschreibung wird im deutschen Sprachgebrauch seit dem 16. Jahrhundert verwendet. Vorab war bei dieser Begrifflichkeit von der ‘Ortographie’ die Rede, die sich von dem dem griechischen Wort ‘orthós’ ableiten lässt und mit ‘richtig’ oder ‘aufrecht’ übersetzt werden kann. Als Rechtschreibung wird somit die übliche und richtige Schreibweise der Wörter in einer Alphabetsprache angesehen. Im Jahr 1996 wurde die letzte Rechtschreibreform verabschiedet, in welcher neue gesetzliche Regelungen für einzelne Schreibweisen festgelegt worden sind. Das dabei entstandene Regelwerk wird auch als Neue deutsche Rechtschreibung bezeichnet.

Regeln in der deutschen Rechtschreibung

1876 ist die erste deutsche Rechtschreibreform in Kraft getreten. Mit dieser, und mit den darauf folgenden Änderungen der Reform, wurde das Regelwerk für die korrekte Schreibweise der im deutschen Sprachgebrauch verwendeten Worte angelegt. Dieses umfasst vielerlei unterschiedliche Regeln, worunter sich die unterschiedlichsten Anweisungen zum korrekten Schreibstil finden lassen:

• Groß- und Kleinschreibung: Ein großer Teil des Regelwerkes bezieht sich auf die Groß- und Kleinschreibung. So fallen beispielsweise Adjektive nach Präposition unter die Regelung der Großschreibung, während Kardinalzahlen unter einer Millionen unter die Kleinschreibung fallen.
• Zeichensetzung: Die Zeichensetzung bezieht sich auf eine sinngemäße Interpunktion im Satz, wobei der Punkt, das Komata, das Ausrufe- und Fragezeichen, so wie der Doppelpunkt zu den am meisten genutzten Satzzeichen gehören.
• ss- und ß: In dieser Rechtschreibfrage hat sich in den einzelnen Reformen viel getan. Hier gilt seit 1996: Das ß steht nur hinter langen Vokalen oder Diphtongen (schließen), das ss kommt stets nach einem kurzen Vokal (küssen).

Es gilt in der geschriebenen Sprache, dass die Regeln eingehalten werden sollten. In schulischen und universitären Einrichtungen gibt es für schriftliche Leistungen wie Hausarbeiten oder Berichte einen Punkt- bzw. Notenabzug, wenn vermehrt Fehler in der Rechtschreibung festgestellt werden.

Die Rechtschreibung in anderen Sprachen

Eine Besonderheit in Sachen Orthographie stellt die englische Sprache dar, in welcher Buchstabenfolgen vier oder mehr unterschiedliche Aussprachen und Schreibweisen haben können. Somit handelt es sich bei der englischen Rechtschreibung um eine morphophonemische Variante. Die französische Rechtschreibung hingegen ist stark etymologisch, sodass die Verwandtschaft dieser Sprache zu anderen romanischen Sprachen stark in den Vordergrund tritt.