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Schriftliche Befragung

Schriftliche Befragung

Die schriftliche Befragung ist eine Forschungsmethode innerhalb der empirischen Sozialforschung. Ziel der Befragung auf dem schriftlichen Wege ist es, Informationen über die Verschriftlichung von Sprache zu erfassen, um sie dann für den jeweiligen Zweck auszuwerten. Eine schriftliche Befragung kann beispielsweise in der Marktforschung aber auch universitären Bereich genutzt werden, zum Beispiel für die Erstellung von Dissertationen. Zudem kann sie die Grundlage für einen Forschungsantrag sein, da sie Erkenntnisse liefert, die wiederum Hypothesen aufwerfen, die man in einem Forschungsprojekt beantworten möchte.

Bei einer schriftlichen Befragung geht man davon aus, dass die Antworten subjektiv gefärbt sind. Diese Subjektivität wird in Kauf genommen, denn so erhält man Informationen zu Bewertungen und soziale Filter einer Person, was für die Beantwortung einer Forschungsfrage interessant sein kann. Daneben eignet sich die schriftliche Befragung sehr gut, um bestehende Theorien in ihrem Praxisbezug zu überprüfen.

Bei einer schriftlichen Befragung erhält der Befragte einen Fragebogen, den er ausfüllen muss. Dieses Verfahren kann in einem postalischen Verfahren stattfinden, also wenn der Befragte den Fragebogen per Post erhält, beantwortet und dann wieder zurücksendet. Daneben kann der Befragte auch bei einer schriftlichen Befragung in einem vorgegebenen Ort teilnehmen. Die digitale Befragung (Online Befragung) kann als Weiterentwicklung der schriftlichen Befragung gesehen werden. Bei ihr werden die Antworten an einem Computer beantwortet.

Vorteile einer schriftliche Befragung im Vergleich zum mündlichen Interview

Die schriftliche Befragung hat im Vergleich zur mündlichen Methode den Vorteil, dass innerhalb einer kurzen Zeit mehrere Befragungen stattfinden können, denn der Befragte füllt den Fragebogen eigenständig aus. Des Weiteren ist eine schriftliche Befragung in vielen Fällen kostengünstiger, da der Interviewer weniger Zeit und Aufwand betreiben muss, um ausgefüllte Fragebögen zu erhalten. Daneben kann bei einer mündlichen Befragung eine Falsch-Interpretation durch den Interviewer eine mögliche Fehlerquelle sein, die die Daten verfälscht. Ein weiterer Vorteil der schriftlichen Variante über den postalischen Weg ist, dass man Daten aus einem großen Einzugsgebiet relativ leicht erhalten kann.

Das Begleitschreiben

Ein Anschreiben, in das Verfahren des schriftlichen Befragung sehr konkret beschrieben wird, ist ein wichtiges Element der schriftlichen Befragungsmethode, vor allem, wenn den Befragten keine Ansprechperson zur Verfügung steht. In dem Begleitschreiben wird erklärt, was beim Ausfüllen des Fragebogens wichtig ist. Zudem wird der Befragte ermutigt, alle Fragen zu beantworten. Hier liegt ein Nachteil einer schriftlichen Befragung, die postalisch stattfindet. Die Auswertung der Antworten kann erschwert werden, wenn die Befragten den Fragebogen nicht komplett ausfüllen.