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Sperrfrist

Sperrfrist

Bei Abschlussarbeiten, z.B. Bachelor- oder Diplomarbeiten, die in und über ein Unternehmen geschrieben werden, gilt in der Regel eine Sperrfrist, die die Veröffentlichung der Arbeit regelt. Da sich in der Abschlussarbeit vertrauliche und sensible Daten über das Unternehmen befinden können, wird mit einer Sperrfrist festgelegt, wie lange die Arbeit unter Verschluss bleiben muss. In diesem Zeitraum darf die Arbeit nicht an Dritte weitergegeben werden. Denn so kann das Unternehmen sicher gehen, dass keine wettbewerbsfähigen Informationen an die Öffentlichkeit gelangen. Wie lange die Sperrfrist dauert, ist abhängig vom Unternehmen, in dem die Arbeit geschrieben wurde. Viele Unternehmen setzen eine Sperrfrist von drei bis fünf Jahren voraus. Nach dieser Zeit kann der Ersteller der wissenschaftlichen Arbeit wieder frei über diese verfügen und sie veröffentlichen.

Sperrfrist durch Spervermerk geregelt

Der Verfasser einer wissenschaftlichen Arbeit in einem Unternehmen muss in einer Vertraulichkeitserklärung, auch Sperrvermerk genannt, angeben, wie lange die Sperrfrist dauert und dass er diese einhalten wird. Der Sperrvermerk wird zwischen Titelblatt und Inhaltsverzeichnis gestellt. Des Weiteren fordern einige Unternehmen, dass eine Geheimhaltungserklärung von allen Beteiligten unterschrieben wird, die sich mit der Abschlussarbeit beschäftigen, unabhängig, ob es sich um eine Examens-, Master- oder Doktorarbeit handelt. Das sind in der Regel der Verfasser der Arbeit, die Mitglieder des Prüfungsausschusses sowie die Gutachter. Mit der Unterzeichnung der Geheimhaltungserklärung bestätigen sie, dass sie keine Informationen aus der Arbeit an Dritte weitergeben.

In manchen Fällen kann die Sperrfrist umgangen werden, wenn z.B. das Dokument als Buch veröffentlicht werden soll. Dann müssen alle sensiblen Daten, die das Unternehmen betreffen, aus dem Dokument gelöscht werden. Das hat nicht nur einen großen Aufwand zur Folge sondern auch eine Reduzierung der wissenschaftlichen Qualität der Arbeit.

Im Sperrvermerk wird formlos bestätigt, dass vertrauliche Informationen des Unternehmens in der Arbeit behandelt werden und die Weitergabe der Informationen, Teile beziehungsweise die komplette Arbeit untersagt sind. Ausnahmen müssen durch das Unternehmen schriftlich genehmigt werden.