Übersetzungsplagiat

Bei einem Übersetzungsplagiat wird ein Text, der in einer anderen Sprache verfasst ist, übersetzt und als eigene Erkenntnis in einen wissenschaftlichen Text wie beispielsweise einem Referat, einer Diplomarbeit oder einer Rede eingefügt. Durch die Übersetzung und Interpretation des ausländischen Textes soll das Plagiat nicht auffallen. Jedoch können Übersetzungsplagiate in Arbeiten entlarvt werden, wenn sie zum Beispiel aus bekannten, ausländischen Texten kommen. Auch kann das Übersetzungsplagiat enttarnt werden, wenn die Erkenntnisse auf die fremde Quelle hinweisen, die der Text enthält.

Übersetzungsplagiate kommen in der Wissenschaft häufig vor. Das liegt daran, dass Akademiker sie als schwieriger identifizierbar einstufen. So können konventionelle Plagiatserkennungsprogramme diese gefälschten Textstellen in der Regel kaum auffinden, da der Text in eine andere Sprache übersetzt und bei guten Übersetzungsplagiaten in seiner Struktur verändert wurde. Dennoch werden solche Übersetzungsplagiate erkannt. Das gelingt Dozenten vor allem, wenn sie die Inhalte und den Sinn des Geschriebenen aus anderen Quellen kennen. Außerdem erkennen erfahrene Dozenten schnell den Unterschied zwischen studentischer Transferleistung oder Wissens-Diebstahl.

Falsifikat versus Übersetzungsplagiat

Bei einem Falsifikat handelt es sich um ein Plagiat, bei dem ein ausländischer Text wortwörtlich übersetzt und ohne Zitat-Kennzeichnung in einer wissenschaftlichen Arbeit verwendet wurde. Bei einem Übersetzungsplagiat wurde der ausländische Text nicht wortwörtlich sondern sinngemäß übersetzt. Die Inhalte und Erkenntnisse der Originalquelle wurden für eine eigene wissenschaftliche Leistung verwendet.

Der richtige Umgang mit ausländischen Texten

Wenn man ein Zitat aus einem ausländischen Text in einer deutschsprachigen Arbeit verwenden möchte, sollte man das mit einem direkten Zitat tun, bei dem das Zitat in der Original-Sprache bleibt. Des Weiteren sollte man bei indirekten Zitaten einen Hinweis auf die Quelle zufügen, um nicht ein Übersetzungsplagiat anzufertigen, was eine Exmatrikulation zur Folge haben kann.