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Wie reagiere ich auf Zwischenruf in einer Rede

Obwohl er von vielen Rednern gefürchtet ist, lässt er sich nicht immer vermeiden: Der Zwischenruf in einer Rede. Gerade politische Reden werden immer wieder von Zwischenrufen begleitet, besonders dann, wenn es sich dabei um brisante Themen handelt. Bei den Zwischenrufen kann es sich um provokative Fragen, Beschimpfungen oder gar Beleidigungen handeln. Dass der Redner dann nicht die Fassung verliert, darauf kommt es an. Nichts ist peinlicher, als wenn einem Redner die Kontrolle entgleitet, denn dann hat der Zwischenruf in einer Rede sein Ziel erreicht: Er hat den Redner verunsichert und dadurch aus dem Konzept gebracht. Deshalb ist es wichtig, dass der Redner gelassen reagiert. Die folgenden Abschnitte sollen zeigen, wie das gelingt.

Zwischenruf in einer Rede ignorieren

Wenn es sich um einen einmaligen Zwischenruf handelt, dann ist es am besten, wenn der Redner den Zwischenruf ignoriert. Meistens beruhigt sich der Gast dann von selbst wieder. Daher ist es wichtig, dem Zwischenruf in einer Rede keine unnötige Aufmerksamkeit zukommen zu lassen.

Verzögerungstaktik nutzen

Eine weitere Möglichkeit besteht in der Reaktion auf den Zwischenruf. Hier kann der Redner zunächst eine Verzögerungstaktik wählen, indem er dem Rufer signalisiert, dass er zu einem späteren Zeitpunkt auf den Einwand zurückkommt. Das sollte der Redner allerdings nicht vergessen, wenn er nicht unglaubwürdig auf sein Publikum wirken will. Denn eines ist klar: Das Publikum ist neugierig, wie sich der Redner aus einer für ihn unangenehmen Situation herauswindet. Gelingt ihm das souverän, dann hat er beim Publikum an Ansehen gewonnen.

Vom höflichen Bitten bis zum Saalverweis

Schwieriger wird es, wenn der Zwischenruf in einer Rede immer wieder erfolgt. Das bedeutet, dass der Zwischenrufer hartnäckig ist. Hier hilft es, den Zwischenrufer zunächst höflich zu bitten mit den Zwischenrufen aufzuhören. Wenn er dann immer noch nicht ruhig ist, dann bleibt nur der Saalverweis. Der Redner muss den Zwischenrufer auffordern, den Raum zu verlassen. Natürlich ist das keine Garantie dafür, dass der Zwischenrufer den Saal tatsächlich verlässt.

Verständnis signalisieren

Natürlich müssen die Zwischenrufe voneinander unterschieden werden. Jeder Zwischenruf erfordert eine andere Reaktion. Ist der Zwischenruf berechtigt, dann muss der Redner in jedem Fall im Verlauf der Rede darauf eingehen. Hier kann er sich sogar beim Rufer für das interessante Argument bedanken. Hat der Redner eine andere Meinung, als der Zwischenrufer, dann sollte er dem Zwischenrufer zunächst Verständnis signalisieren, wie z.B. „Ich verstehe ihre Sicht der Dinge, nur…“. Durch dieses persönliche Eingehen auf den Zwischenrufer beruhigt er sich von ganz allein.

Mit dem Publikum verbünden

Ist der Zwischenrufer besonders hartnäckig und vielleicht sogar schlecht gelaunt, dann kann der Redner sich mit dem Publikum gegen den Zwischenrufer verbünden. Der Zwischenrufer wird dabei aus der Reserve gelockt: „Sie haben jetzt die Gelegenheit dem Publikum und mir ihren Einwand zu erklären.“ Der Zwischenrufer sollte dabei keine lange Zeit erhalten. Wenn er sich nicht erklären kann, dann wird der Dialog mit dem Hinweis beendet, dass das Publikum wegen des Vortrages des Redners gekommen ist.

Humor als Waffe einsetzen

Am besten begegnet der Redner dem Zwischenruf in einer Rede mit einem humorvollen Spruch. Damit verunsichert er zum einen den Zwischenrufer. Auf der anderen Seite sichert ihm der Humor die Aufmerksamkeit des Publikums. Wer die Lacher auf seiner Seite hat, der hat auch die Sympathien auf seiner Seite.
Auf Zwischenrufe vorbereiten

In jedem Fall sollte sich der Redner vor der Rede auf mögliche Zwischenrufe vorbereiten. Das gelingt ihm, indem er mögliche Gegenargumente betrachtet. Er sollte dabei die passenden Antworten auf Gegenargumente vorbereiten. Vielleicht finden sich auch universelle Antworten für bestimmte Themengebiete. Fakt ist, dass ein gut vorbereiteter Redner den Zwischenruf in einer Rede nicht fürchten muss.