HomeWie setzt du deine Stimme in einer Rede gut ein?

Wie setzt du deine Stimme in einer Rede gut ein?

Bei einer Rede kommt es nicht nur auf den Inhalt und die Präsentationstechnik an. Das wichtigste Werkzeug ist deine Stimme. Die Stimme in einer Rede sagt viel über den Vortragenden aus. Deshalb solltest du das Spiel mit der Stimme beherrschen.

Möglichkeiten der Stimme nutzen

Viele Emotionen spiegeln sich in der Stimme wieder. Eine leise, schwache Stimme zeugt von Unsicherheit, eine bebende Stimme von Nervosität und eine schrille Stimme von Angst. Eine klare, laute und feste Stimme vermittelt Selbstsicherheit. Natürlich ändert dies nichts daran, dass jedem Menschen eine bestimmte Stimmlage angeboren ist. Doch unabhängig davon bietet die Stimme viele Möglichkeiten Stimmungen beim Publikum zu erzeugen.

Atemtechniken gezielt einsetzen

Zunächst ist es für deine Stimme in eine Rede wichtig, dass du nicht aufgeregt bist. Die Aufregung kann mit der geeigneten Atemtechnik verbessert werden. Atme beim Sprechen bewusst aus. Dieser tiefe Atem lässt die Stimme ruhiger wirken. Aufregung äußert sich auch im schnellen Sprechen. Das ist sehr ungünstig für eine Rede, denn das Publikum wird so schnell gelangweilt. Schnelles Sprechen lässt sich vermeiden, indem du die Worte bewusst wahr nimmst. Am besten du übst das langsame Sprechen vor der Rede. Dabei hilft es, wenn du alle Vokale betonst. Eine solche sinnliche Aussprache zügelt das Sprechtempo automatisch. Eine weitere Hilfestellung bietet der Punkt am Satzende. Mache nach jedem Satz eine kurze Pause. Die Zuhörer sind dir dankbar, wenn sie das Gesagte in Ruhe verarbeiten können.

Emotionen sind stärker als Argumente

Der Klang, sowie die Betonung der Stimme in einer Rede sind abhängig von dem Ziel der Rede. Dient die Rede der Unterhaltung oder möchtest du dein Publikum von einer bestimmten Sache überzeugen? Wenn du eine Überzeugungsrede hältst, solltest du deine Emotionen gezielt in der Stimme einsetzen. Das gelingt dir, indem du an den entsprechenden Stellen lauter, bzw. leiser wirst. Sogar mit Flüstern lassen sich große Effekte erzielen, denn das Flüstern zwingt das Publikum zum angespannten Lauschen. Spüre auch hierfür noch vor der Premiere deiner Rede in dich hinein und fühle, was die jeweiligen Textpassagen in dir auslösen. Genau diese Gefühle vermittelst du dem Publikum. Merke dir, dass gezielt eingesetzte Emotionen stärker sind als jedes Argument.

Üben, üben, üben

Bis du das Spiel mit der Stimme perfekt beherrschst brauchst du viel Übung. Fast benötigst du das Talent eines Schauspielers. Doch es gibt viele Hilfsmittel, die dich beim Training der Stimme in einer Rede unterstützen. Nimm einfach dein Handy und nutze es als Aufnahmegerät. Es genügt, wenn du zunächst die ersten fünf Minuten deiner Rede aufzeichnest. Höre dir deinen Vortrag danach genau an. Achte besonders auf Sprechpausen. Nutzt du viele Füllwörter, wie „halt“ oder „Äh“? Wenn du diese Frage bejahst, dann lösche die Aufnahme schnell und wiederhole die Übung. Für die Übung solltest du mindestens eine Woche vor der Premiere deiner Rede einplanen. Das bedeutet, dass du jeden Tag probst. Wenn du dir bezüglich der Tonaufnahmen sicher bist, dann lade dir ein richtiges Probepublikum, bestehend aus Freunden, ein. Absolviere vor diesen Zuhörern deine Generalprobe. Das Probepublikum wird dir ein ehrliches Feedback geben, so dass du dich bei deiner Rede letztlich wie ein Profi anhören wirst.

Emotionen sind stärker als Argumente