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Wissenschaftliches Peer-Review

Wissenschaftliches Peer-Review

Ein wissenschaftliches Peer-Review, auch Kreuzgutachten genannt, ist ein Gutachten über eine wissenschaftliche Publikation, um die Qualität ihrer Inhalte zu sichern. Bevor ein wissenschaftliches Dokument veröffentlicht wird, wird es dem Peer-Review unterzogen. Bei diesem überprüfen Experten oder andere Autoren, die in der Regel aus dem Fachgebiet kommen, in dem die wissenschaftliche Publikation verfasst wurde, ob der Text zu Veröffentlichung geeignet ist. Auch Forschungsanträge werden einem wissenschaftlichen Peer-Review unterzogen. Anhand eines Votums gibt der Experte seine Stimme ab, ob die Publikation veröffentlicht oder das Forschungsprojekt gefördert werden kann.
Das wissenschaftliche Peer-Review wurde von dem Londoner Herausgeber Henry Oldenburg durchgeführt, der sich nicht in der Lage sah, die Artikel für seine Fachzeitschrift Philosophical Transaction zu beurteilen und diese Aufgabe an Experten auf dem Fachgebiet weitergab.

Wissenschaftliches Peer-Review bei Forschungsvorhaben

Bei Forschungsvorhaben wird bei einem wissenschaftlichen Peer-Review durch unabhängige Gutachter in der Regel entweder eine Ablehnung, eine Überarbeitung oder eine sofortige Annahme des Forschungsprojektes empfohlen. Die unabhängigen Gutachter überprüfen das Vorhaben bzw. die Publikation auf ihre wissenschaftliche Qualität. Welche Bewertungsmaßstäbe gelten ist von Fall zu Fall unterschiedlich und wird meistens abhängig vom Kontext bestimmt. In die Bewertung fließen beispielsweise Defizite im sprachlichen sowie auch methodischen Bereich ein. Zudem achten Gutachter auf die Relevanz und Aktualität der Inhalte sowie auf die Plausibilität der Ergebnisse.

Verfahrensweisen beim wissenschaftlichen Peer-Review

Es gibt verschiedene Verfahrensweisen beim wissenschaftlichen Peer-Reviews:

  • Beim Single Blind Verfahren ist der Gutachter den Autoren nicht bekannt, aber die Autoren dem Gutachter.
  • Beim Double Blind Verfahren sind sich beide Seiten nicht bekannt.
  • Beim Triple Blind Verfahren sind nicht nur Gutachter und Autor anonymisiert sondern auch der Herausgeber, wenn es sich um eine Publikation eines Textes handelt.
  • Beim Reverse Blind Verfahren kennt der Autor den Namen des Gutachters.
  • Beim Editorial Review begutachtet der Herausgeber den eingereichten Text.
  • Beim Collaborative Review wird die Publikation gemeinsam mit dem Autor, Gutachter und Herausgeber diskutiert.
  • Beim Open Review Verfahren ist eine Transparenz gegeben, in dem nicht nur der Name des Autors des Textes sondern auch des Gutachters Preis gegeben wird. Zudem können Gutachter und Autor gegenseitig auf Kommentare von Lesern antworten.