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Wie werde ich ein Redenschreiber?

Es ist ein offenes Geheimnis, dass die meisten Menschen, die regelmäßig öffentliche Ansprachen halten, ihre Rede nicht selber schreiben. Das ist nicht verwunderlich. Gerade Politiker hetzen oft von Termin zu Termin. In entscheidenden Situationen müssen sie schnell vor Ort sein und ein Statement abgeben. Dabei kann es sich um drohende Insolvenzen, Hochwasserschäden oder gar Terroranschläge handeln. Es versteht sich von selbst, dass der Politiker in einer solchen Situation nicht die Muße hat, seine Rede selbst zu schreiben. Deshalb gibt er diese Arbeit an einen Redenschreiber weiter, der in der Kürze der Zeit die passenden Worte findet. Redenschreiber werden auch gern von Bürgermeistern engagiert. Dort ist dieser Beruf anerkannt. Eröffnungsreden von Stadt- oder Gemeinderatssitzungen werden grundsätzlich von Redenschreibern verfasst. Die nachfolgenden Hinweise zeigen dir, wie du Redenschreiber werden kannst.

Talent und Spaß als Voraussetzung

Wenn Sie Redenschreiber werden möchten, sollten Sie zunächst über Talent verfügen. Sie müssen das Spiel mit den Worten mühelos beherrschen. Ob Sie Talent haben, erkennen Sie am ersten Anhaltspunkt der Deutschnote. Lagen Sie im Einser- oder Zweier-Bereich? Allerdings sagen oftmals die Noten oftmals nicht zwangsmäßig etwas darüber, ob Sie ein Redenschreiber werden können. Das Schreiben sollte Ihnen Spaß bereiten und leicht von der Hand gehen. Wenn Sie gern Geschichten, Briefe und Gedichte schreiben, dann ist es nur ein kurzer Weg zum Redenschreiber.

Der Redenschreiber steht nicht im Rampenlicht

Redenschreiber werden nur Menschen, die nicht eitel sind. Meist handelt es sich darüber hinaus um Menschen, die nicht gern in der Öffentlichkeit stehen und denen bereits der Gedanke an eine Rede den Schweiß auf die Stirn treibt. Denn eines ernten Redenschreiber nicht: Ruhm und Anerkennung. Wenn Sie Redenschreiber werden wollen, sollte Ihnen klar sein, dass der Redner die Anerkennung Ihrer Arbeit bekommt. Sie erhalten zwar ein Honorar, stehen aber nicht im Rampenlicht. Sie erbringen mit dem Job eine Dienstleistung.

Botschaft der Rede vermitteln

Noch bevor Sie eine Rede schreiben, müssen Sie sich genau mit Ihrem Auftraggeber absprechen. Am wichtigsten ist dabei die Botschaft, welche die Rede vermitteln soll. Diese Botschaft muss sich durch die komplette Rede ziehen, wie ein roter Faden. Als Redenschreiber sollten Sie sich zudem in den Redner einfühlen. Das bedeutet, dass Sie visuell vorstellen können, wie der Redner die Rede hält und wie die Worte bei diesem speziellen Typ rüberkommen, bzw. wie das Publikum die Worte aufnimmt. Damit das gelingt, setzen Sie dem Redner Regieanweisungen in den Text. Diese Anweisungen lauten: „Kurze Sprechpause machen“, „große Geste mit den Händen machen“, „fragend ins Publikum schauen“, „auf eine Person im Publikum zeigen“, „Frage an Person im Publikum stellen“, „mit den Schultern zucken“, „mit dem Kopf schütteln“ oder „durch das Publikum laufen“. Wichtig ist also, dass der Redner authentisch wirkt, also dass die Rede zu ihm passt.

Aufträge als Redenschreiber bekommen

Die wichtigste Frage lautet, wie Sie an Aufträge für Reden kommen. Bedenken Sie, dass die wenigsten Redenschreiber eine Festanstellung haben. Wenn Sie Redenschreiber werden möchten, müssen Sie auf Honorarbasis arbeiten, was bedeutet, dass die Auftragslage von der Nachfrage abhängig ist. Aufträge findest Sie über entsprechenden Seiten im Internet, die Textaufträge aller Art anbieten. Alternativ sollten Sie selbst im Rahmen einer Anzeige Ihre Dienste anbieten. Noch besser ist die Erstellung einer eigenen Homepage. Allein vom Reden schreiben können Sie nicht leben. Sie müssen sich als Redenschreiber damit abfinden, dass Sie auch andere Texte schreiben werden. Dabei handelt es sich um Content für Homepages, Gebrauchsanleitungen, Pressmitteilungen oder Werbetexte. Redenschreiber ist kein Ausbildungsberuf. Selbstverständlich können Sie aber Kurse belegen, um das Handwerk perfekt zu erlernen.

Wie Sie sehen gehört, zum Redenschreiber werden, Talent, Ausdauer, Disziplin, Empathie, Glück und Spaß an der Sache.


Vorteile des Redenschreiber-Jobs

  • Sie sind an keine festen Arbeitszeiten und -platz (Heimarbeit) gebunden und sparen Zeit und Geld für Hin- und Rückfahrten.
  • Sie bekommen regelmäßig interessante und gut bezahlte Aufträge, die nie Monotonie aufkommen lassen.
  • Redenschreiber Jobs lassen eine haupt- als auch nebenberufliche Ausübung zu. Die flexiblen Arbeitszeiten lassen sich einfach mit einem anderen Hauptberuf vereinbaren. Somit liegt es völlig an Ihnen, zu welchen Tageszeiten Sie arbeiten möchten, insofern alles vereinbarungsgemäß, wie die Einhaltung von Lieferterminen, erfüllt wird.

Nachteile des Redenschreiber-Jobs

  • Eine permanente Erreichbarkeit wird für eine gute Zusammenarbeit vorausgesetzt. Diese muss nur per Email und zu angemessen Uhrzeiten erfolgen. Den Telefonkontakt bewahren wir uns für den Notfall auf und nutzen wir nicht an Sonntagen, sodass Ihr Familienleben am Ruhetage ungestört bleibt.
  • Aufgrund der Tätigkeitsprofils arbeitet der Redenschreibers relativ wenig mit anderen Menschen zusammen, der Auftragnehmer und die Bibliothek bilden eine der wenigen Ausnahmen.
  • Bei einer Fehleinschätzung bzgl. Deadline, müssen Sie ggf. auch viele Überstunden einplanen, um wieder zu dem vereinbarten Zeitplan aufzuschließen. Dabei müssen zur Not auch Sonn- und Feiertage geopfert werden. Aus diesem Grund ist ein zeitlich gut geplanter Zeitrahmen das A und O eines Redenschreibers

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