Der komplette Leitfaden: Rechtliche Vorgaben, 7-Schritte-Anleitung, Vor- & Nachteile, echte Erfolgsbeispiele und Checkliste für die perfekte Teamarbeit
Bevor Sie sich in die Planung einer gemeinsamen Abschlussarbeit stürzen, müssen Sie zunächst klären: Ist das überhaupt erlaubt? Die Antwort ist in Deutschland und Österreich meist "Ja, aber..." – es gibt klare Rahmenbedingungen.
| Universität | Regelung | Besonderheiten |
|---|---|---|
| Uni Bielefeld | ✅ Erlaubt | Ca. 2% der Masterarbeiten werden zu zweit verfassen |
| Uni Bonn | ❌ Teils verboten | Im Studiengang "Politisch-Historische Studien" nicht erlaubt |
| Uni Wien | ✅ Erlaubt | Endgültige Entscheidung bei Studiengangleitung |
| Uni Zürich | ✅ Erlaubt | Dozent muss zustimmen |
| Meiste Unis | ✅ Möglich aber selten | Bei vielen Unis unter 5% der Abschlussarbeiten |
In fast allen Fällen gilt: Bewertet wird NICHT die Gesamtarbeit, sondern jeder Studierende wird einzeln benotet. Das bedeutet:
Egal ob Sie eine Bachelorarbeit schreiben lassen oder selbst verfassen – die rechtlichen Rahmenbedingungen gelten immer. Das gilt auch für Ghostwriter-Masterarbeiten und sogar Ghostwriter-Doktorarbeiten.
Jeder Abschnitt muss einem Autor zugeordnet werden.
Muss angepasst werden für Teamarbeiten.
Oft höherer Seitenumfang gefordert.
Nicht jedes Thema eignet sich für eine Teamarbeit. Hier erfahren Sie, wann es Sinn macht und wann nicht. Die generelle Themenfindung für die Bachelorarbeit folgt dabei ähnlichen Prinzipien wie bei Einzelarbeiten.
Perfekt für Zwei-Personen-Teams!
Zwei Perspektiven, ein Ergebnis!
Wenn ein Kopf nicht reicht...
Ländervergleiche profitieren von Teamwork.
Eine Teamarbeit macht Sinn, wenn...
Merke: 1+1 muss >2 ergeben, sonst lohnt sich die Teamarbeit nicht!
Nicht jeder ist als Teampartner geeignet. Diese 5 Voraussetzungen MÜSSEN erfüllt sein:
Sie sollten akademisch auf ähnlichem Level sein.
Prüf-Fragen:
Wichtig: Große Leistungsunterschiede führen fast immer zu Konflikten!
Ihr müsst beide das gleiche Ergebnis anstreben.
Klären Sie VOR Beginn:
Warnsignal: Einer will eine 1,0, der andere "nur" bestehen → wird nicht funktionieren!
Ihre Arbeitsstrukturen müssen zusammenpassen.
Wichtige Aspekte:
Tipp: Machen Sie einen "Probe-Lauf" mit einer kleineren Aufgabe (z.B. Exposé) bevor Sie sich festlegen!
Ohne Vertrauen geht gar nichts.
Vertrauens-Test:
Wichtig: Freundschaft allein reicht NICHT! Professionalität ist entscheidend.
Ideal: Ihre Stärken ergänzen sich.
Beispiele für gute Kombinationen:
Merke: Sie sollten euch ergänzen, nicht doppeln!
Falls Sie mit Ihrem Partner an eine Grenze stoßen, können auch Ghostwriter bei Teilaspekten unterstützen – etwa bei der Literaturrecherche oder statistischen Auswertung. Mehr dazu in unserer Übersicht zu Ghostwriter Preisen.
Eine Teamarbeit ist kein Allheilmittel. Hier die ehrliche Gegenüberstellung:
Prof. Martina Hielscher-Fastabend (Uni Bielefeld): "Eine gemeinsame Masterarbeit ist wie eine einjährige Ehe. Sie kann wunderbar sein – oder in einer Scheidung enden. Wichtig ist, dass beide Partner die gleichen Ziele verfolgen und offen miteinander kommunizieren."
Erfolgsquote: Laut Uni Bielefeld scheitern etwa 10-15% der Teamarbeiten vorzeitig. Die restlichen 85-90% führen zu gleichen oder besseren Noten als Einzelarbeiten!
Vom ersten Gespräch bis zur Abgabe: So strukturieren Sie Ihre gemeinsame Abschlussarbeit optimal.
Wählen Sie Ihren Partner sorgfältig und klären alle Basics.
Agenda fürs Erstgespräch:
Entscheidung: Erst nach diesem Gespräch final entscheiden!
Findet ein Thema, das sich für zwei Personen eignet.
Themen-Kriterien:
Genehmigung: Termin beim Betreuer, Prüfungsordnung vorlegen, Konzept vorstellen
Schriftlich (!) festhalten, wie Sie arbeiten.
Unbedingt schriftlich festhalten:
Tipp: Nutzt eine Vorlage für Team-Vereinbarungen aus dem Netz!
Planen Sie die Struktur GEMEINSAM im Detail. Eine durchdachte Gliederung der Bachelorarbeit ist das Fundament jeder erfolgreichen Arbeit.
Gliederungs-Workshop:
Wichtig: Beide müssen mit der Gliederung einverstanden sein!
Jetzt schreibt jeder seine Kapitel – aber koordiniert!
Während der Schreibphase:
Faustregel: Mindestens 1x pro Woche zusammensetzen!
Fügt alles zu einem Ganzen zusammen.
Integrations-Checkliste:
Tipp: Planen Sie hierfür mind. 2-3 Wochen ein!
Letzte Qualitätskontrolle bevor es ernst wird.
Final Checklist:
Wichtig: Beide müssen die finale Version absegnen!
Planen Sie von Anfang an wöchentliche "Stand-up" Meetings (15 Min reichen!): Was habe ich letzte Woche geschafft? Was mache ich diese Woche? Gibt es Probleme? Das verhindert 90% aller Teamprobleme!
Diese echten Beispiele zeigen: Teamarbeiten können nicht nur funktionieren – sie können herausragend sein!
Autoren: Tim Jäggi und Sandro Bortot (Pädagogische Hochschule Bern)
Thema: "Grundlegende Vorstellungen zum Zahlenraum"
Besonderheit: Das Thema entdeckten sie zufällig beim Korrigieren von Schülerarbeiten – typische Fehler bei Kommazahlen wiederholten sich. Gemeinsam entwickelten sie Lehrmaterial, das sie in Kleingruppen testeten.
Ergebnis: Nach 6 Unterrichtsstunden konnten Schüler die Aufgaben korrekt lösen. Ohne den Austausch wäre es zur Themenfindung nicht gekommen. Beide nutzen das Material heute im eigenen Unterricht.
Mehrwert der Teamarbeit: Zwei Perspektiven auf dasselbe Problem, gemeinsame Materialentwicklung, praxisnahe Testung
Autorinnen: Inga-Lena Boos und Ricarda Milstein (Hertie School of Governance, Berlin)
Thema: "Krankenhausfinanzierung"
Besonderheit: Haben sich auf ein Stipendium beworben, das speziell für Gruppenarbeiten ausgeschrieben war. Finanzierung ermöglichte notwendige Recherchereisen.
Aufgabenteilung: Boos organisierte Interview-Termine, Milstein motivierte zum Schreibprozess. In der Endphase verbrachten beide viel Zeit in der Bibliothek für gegenseitiges Lektorat.
Mehrwert der Teamarbeit: Gegenseitige Unterstützung, Absicherung, Bewältigung des umfangreichen Themas, emotionaler Rückhalt
Autoren: Simone Hinterecker, Frederic Moes und Ingrid Müller (FH St. Pölten) – zu dritt!
Thema: "Hilfe, ich bin Helfer" – berufliche Risiken in der Sozialen Arbeit
Besonderheit: Untersuchten einen fiktiven Fall aus mehreren Perspektiven. Erhielten dafür den Wissenschaftspreis der Niederösterreichischen Arbeiterkammer.
Ergebnis: Ein Leitfaden zur Selbstbefragung für zukünftige Sozialarbeiter. Die mehrschichtige Behandlung war nur im Team möglich.
Mehrwert der Teamarbeit: Drei verschiedene Perspektiven auf einen Fall, höherer Praxisnutzen, Innovation durch Teamdynamik
Aus Fehlern anderer lernen: Diese 8 Stolpersteine solltest Sie kennen und umgehen.
Problem: "Ist halt mein Kumpel" als einziges Auswahlkriterium
Folge: Leistungsunterschiede, unterschiedliche Ziele, Konflikte
Lösung: Partner nach fachlichen Kriterien wählen, Freundschaft allein reicht nicht
Problem: "Wir regeln das schon mündlich"
Folge: Unklare Zuständigkeiten, später gibt's "Hä, ich dachte SIE machen das?"
Lösung: ALLES schriftlich festhalten – Aufgabenverteilung, Deadlines, Arbeitsweise
Problem: "Wir schreiben einfach gemeinsam"
Folge: Bei Einzelbewertung problematisch, Betreuer weiß nicht, wer was gemacht hat
Lösung: Jedes Kapitel eindeutig einem Autor zuordnen, in Gliederung kennzeichnen
Problem: Jeder schreibt wochenlang vor sich hin, kein Austausch
Folge: Roter Faden fehlt, Teile passen nicht zusammen, böse Überraschung am Ende
Lösung: Wöchentliche Check-ins PFLICHT, gegenseitiges Lesen von Zwischenständen
Problem: Einer schreibt 60 Seiten, der andere 20
Folge: Frust, Demotivation, unfaire Noten
Lösung: Gleichen Umfang von Anfang an festlegen, gegenseitig kontrollieren
Problem: Integration erst 1 Woche vor Abgabe
Folge: Nicht genug Zeit für Vereinheitlichung, Arbeit wirkt wie zwei separate Teile
Lösung: Mind. 3-4 Wochen für Integration & Redaktion einplanen
Problem: Probleme werden nicht angesprochen aus Angst vor Eskalation
Folge: Probleme werden größer, im schlimmsten Fall bricht die Zusammenarbeit
Lösung: Probleme SOFORT ansprechen, konstruktiv und sachlich bleiben
Problem: "Was passiert wenn einer krank wird?" – nie besprochen
Folge: Panik wenn's tatsächlich passiert
Lösung: Notfall-Szenario durchspielen: Wie geht's weiter wenn einer ausfällt? Ausweichplan bereit haben
Manchmal ist es besser, die Reißleine zu ziehen. Trenne Sie, wenn...
Wichtig: In solchen Fällen sofort mit dem Betreuer sprechen! Oft kann man noch in Einzelarbeiten trennen.
Wie viele Seiten müssen Sie schreiben? Und welche formalen Besonderheiten gelten?
| Uni/Hochschule | Regelung Seitenumfang | Beispiel |
|---|---|---|
| Variante 1: Gleicher Umfang | Wie bei Einzelarbeit | 2 Personen: 60 Seiten (wie alleine) |
| Variante 2: +50% | 150% des Einzelumfangs | 2 Personen: 90 Seiten (statt 60) |
| Variante 3: Doppelt | 200% des Einzelumfangs | 2 Personen: 120 Seiten (2x60) |
| Variante 4: Flexibel | Nach Absprache mit Betreuer | Individuell je nach Thema |
Es geben KEINE bundeseinheitliche Regelung! Kläre den Umfang unbedingt VOR Beginn mit Ihrem Betreuer ab. Schriftlich bestätigen lassen!
Nach dem Inhaltsverzeichnis eine Tabelle einfügen:
| Kapitel | Autor/in | Seitenumfang |
|---|---|---|
| 1. Einleitung | Gemeinsam | 5 Seiten |
| 2. Theoretischer Rahmen | Max Mustermann | 15 Seiten |
| 3. Methodik | Lisa Müller | 10 Seiten |
| 4. Ergebnisse | Max Mustermann | 15 Seiten |
| 5. Diskussion | Lisa Müller | 10 Seiten |
| 6. Fazit | Gemeinsam | 5 Seiten |
Auch beim besten Team kann es zu Problemen kommen. So löst Sie Konflikte konstruktiv:
Symptom: Einer macht mehr als der andere
Lösung:
Symptom: Texte auf sehr unterschiedlichem Niveau
Lösung:
Symptom: Deadlines werden verpassen
Lösung:
Problem offen ansprechen, gemeinsam nach Lösung suchen
Vorgehen:
Neue Absprachen schriftlich festhalten
Dokumentieren:
Externe Vermittlung durch Dozenten
Wann? Wenn Stufe 1+2 nicht geholfen haben
Wie? Termin bei Betreuer, Problem schildern, um Vermittlung bitten
Ziel: Klärung ob Weiterarbeit sinnvoll oder Trennung besser
Als letzte Option: Arbeit aufteilen
Vorgehen:
Wichtig: Früh trennen ist besser als sich zu quälen!
"Bei Problemen NICHT aussitzen! Die meisten Teamarbeiten, die scheitern, tun das, weil Konflikte zu spät angesprochen wurden. Lieber einmal zu früh ein klärendes Gespräch führen als zu spät. Und: Eine Trennung ist keine Schande – manchmal ist es die beste Lösung für beide Seiten."
In diesem Video erfahren Sie die wichtigsten Tipps kompakt zusammengefasst:
Ja, an den meisten deutschen Universitäten ist das möglich, wenn die Prüfungsordnung das erlaubt und der Betreuer zustimmt. Wichtig ist, dass jeder seine Leistung klar kennzeichnet und in der Regel separat bewertet wird. Prüfe unbedingt vorher die Regelungen Ihrer Hochschule!
Das variiert stark: Manche Unis fordern den gleichen Umfang wie bei Einzelarbeiten, andere +50% oder sogar das Doppelte. Bei einer Standard-Bachelorarbeit von 40-60 Seiten kann das also 40-120 Seiten bedeuten. Kläre das VOR Beginn mit Ihrem Betreuer ab und lass es schriftlich bestätigen!
Nein, in der Regel wird jeder Studierende einzeln benotet basierend auf seinen eigenen Kapiteln. Es ist also durchaus möglich, dass Sie unterschiedliche Noten bekommt. Deshalb ist die klare Kennzeichnung der Eigenleistung so wichtig!
Zuerst: Klärendes Gespräch führen. Wenn das nicht hilft: Betreuer einschalten. In den meisten Fällen kann man die Arbeit noch in Einzelarbeiten aufteilen. Je früher Sie das Problem ansprichst, desto besser! Warte nicht bis kurz vor der Abgabe.
Ideal sind: Empirische Studien mit umfangreicher Datenerhebung, interdisziplinäre Themen, komplexe Praxisprojekte, internationale Vergleiche. NICHT geeignet: Reine Literaturarbeiten, zu schmale Themen, theoretische Abhandlungen, die keine Arbeitsteilung erlauben.
Nach Stärken und Kompetenzen! Einer ist gut in Statistik? Der übernimmt die Datenauswertung. Der andere schreibt besser? Der macht die Theorieteile. Wichtig: Gleicher Umfang für beide! Und: Einleitung und Fazit am besten gemeinsam schreiben.
Am besten durch eine Tabelle direkt nach dem Inhaltsverzeichnis, die jedem Kapitel einen Autor zuordnet. Alternativ: Im Inhaltsverzeichnis hinter jedem Kapitel "(Autor: Name)" schreiben. Wichtig: Die Eigenständigkeitserklärung muss angepasst werden!
Nein, das ist ein Mythos! Die Anforderungen sind die gleichen wie bei Einzelarbeiten. Allerdings wird erwartet, dass die Arbeit durch die Zusammenarbeit einen Mehrwert bietet – z.B. durch tiefere Analysen oder unterschiedliche Perspektiven.
Nicht unbedingt! Zwar schreibt jeder "nur" die Hälfte, aber der Koordinationsaufwand (Meetings, Abstimmung, Integration) frisst viel Zeit. Echte Zeitersparnis gibt es nur bei empirischen Arbeiten mit aufwendiger Datenerhebung. Ansonsten geht's eher um Qualität als um Zeitersparnis.
Ja, das ist möglich! Sprich mit Ihrem Betreuer, wenn die Zusammenarbeit nicht funktioniert. In den meisten Fällen kann man die bisher geschriebenen Teile fair aufteilen und als separate Einzelarbeiten weiterführen. Wichtig: Je früher Sie das ansprichst, desto einfacher ist die Trennung!
Laut Uni Bielefeld führen etwa 85-90% der Teamarbeiten zu gleichen oder besseren Noten als vergleichbare Einzelarbeiten. Der Grund: Gegenseitige Qualitätskontrolle und tiefere Auseinandersetzung durch Diskussion. Aber: Automatisch besser sind sie nicht – es kommt auf die Umsetzung an!
Erste Anlaufstelle ist Ihr Betreuer – viele haben schon Teamarbeiten betreut und kennen typische Probleme. Auch die Schreibberatung Ihrer Uni kann helfen. Bei inhaltlichen oder strukturellen Problemen können auch professionelle Dienstleister wie Ghostwriter bei einer Ghostwriting-Hausarbeit, Ghostwriting-Seminararbeit oder Ghostwriting-Diplomarbeit unterstützen – mehr Infos in unserem Service-Bereich.
Ihr braucht Hilfe bei der Planung, Organisation oder Umsetzung Ihrer gemeinsamen Abschlussarbeit? Unsere erfahrenen Experten beraten euch kompetent und diskret.
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