Exposé Seminararbeit: Der komplette Leitfaden

Von der ersten Idee zum perfekten Exposé – mit Aufbau, Beispiel-Gliederung, Schritt-für-Schritt Anleitung und Tipps vom Experten

Aufbau & Struktur
Beispiel-Gliederung
Häufige Fehler vermeiden
Checkliste

1. Was ist ein Exposé zur Seminararbeit?

Definition Exposé

Ein Exposé ist eine strukturierte Vorabplanung deiner Seminararbeit, die das geplante Forschungsvorhaben in kompakter Form darlegt. Es enthält die Fragestellung, die Zielsetzung, die geplante Vorgehensweise und einen Zeitplan für die Umsetzung.

Das Exposé dient als Fahrplan für deine Seminararbeit und hilft dir, den roten Faden von Anfang an zu behalten. Viele Studierende unterschätzen den Wert eines guten Exposés – dabei kann es dir später viel Arbeit ersparen und Schreibblockaden vorbeugen.

Wenn du Unterstützung beim Schreiben deiner Seminararbeit benötigst, kannst du auch professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Ein Ghostwriter kann dich bei der Erstellung deines Exposés beraten oder deine gesamte Seminararbeit schreiben lassen.

Die 3 Hauptfunktionen eines Exposés

🗺️ Orientierung & Planung

Das Exposé strukturiert dein Forschungsvorhaben und gibt dir einen klaren Arbeitsplan.

  • Roter Faden wird frühzeitig festgelegt
  • Zeitmanagement wird vereinfacht
  • Fokus bleibt auf dem Wesentlichen

💬 Kommunikationsgrundlage

Mit dem Exposé kannst du dein Vorhaben präzise mit Betreuern und Kommilitonen besprechen.

  • Feedback wird zielgerichteter
  • Betreuer können besser beraten
  • Missverständnisse werden vermieden

✅ Machbarkeitsprüfung

Das Exposé zeigt frühzeitig, ob dein Thema im vorgegebenen Rahmen realisierbar ist.

  • Umfang wird rechtzeitig geprüft
  • Thema kann noch angepasst werden
  • Ressourcen werden realistisch geplant

2. Warum solltest du ein Exposé schreiben?

Auch wenn das Exposé auf den ersten Blick wie zusätzliche Arbeit erscheint, spart es dir langfristig Zeit und verhindert typische Probleme beim Schreiben wissenschaftlicher Arbeiten. Ähnlich wie bei einer Hausarbeit oder Ghostwriting-Bachelorarbeit ist eine gute Vorbereitung entscheidend für den Erfolg.

Die wichtigsten Vorteile auf einen Blick

Vorteil Konkrete Auswirkung
Strukturierte Arbeitsweise Kein chaotisches Schreiben mehr – du weißt immer, was als Nächstes kommt
Zeitersparnis Weniger Umschreiben und Neuorientierung während der Schreibphase
Bessere Betreuung Betreuer können dir gezielter helfen, wenn sie dein Vorhaben kennen
Frühes Feedback Probleme werden erkannt, bevor du wochenlang in die falsche Richtung arbeitest
Roter Faden Deine Argumentation bleibt durchgängig schlüssig und zielgerichtet
Motivation Ein klarer Plan macht das Projekt greifbarer und weniger überwältigend

💡 Praxis-Tipp

Viele erfolgreiche Studierende nutzen das Exposé als Basis für ihre Einleitung. Mit wenigen Anpassungen kannst du große Teile des Exposés später direkt in deine Seminararbeit übernehmen – eine echte Zeitersparnis!

Wann lohnt sich der Aufwand NICHT?

Ein Exposé ist nicht in jedem Fall zwingend erforderlich:

  • Bei sehr kurzen Seminararbeiten (unter 10 Seiten) kann eine einfache Gliederung ausreichen
  • Wenn die Fragestellung sehr eng vorgegeben ist und kaum Spielraum für eigene Schwerpunkte besteht
  • Bei reinen Literaturzusammenfassungen ohne eigene Forschungsfrage

In allen anderen Fällen – besonders bei empirischen Arbeiten oder komplexen Themen – ist ein Exposé Gold wert. Das gilt auch für größere Arbeiten wie eine Ghostwriting-Diplomarbeit oder Ghostwriter-Masterarbeit, wo ein Exposé praktisch unverzichtbar ist.

3. Wann wird ein Exposé benötigt?

Nicht jede Seminararbeit erfordert zwingend ein Exposé. Die Notwendigkeit hängt von verschiedenen Faktoren ab:

Pflicht vs. freiwillig

✅ Exposé ist Pflicht

  • Wenn der Dozent es explizit verlangt (häufig bei umfangreichen Seminararbeiten)
  • Bei empirischen Arbeiten mit Datenerhebung
  • Wenn du eine Betreuungszusage brauchst
  • Bei Arbeiten über 20 Seiten Umfang

💡 Exposé ist freiwillig, aber empfohlen

  • Bei komplexen theoretischen Themen
  • Wenn du dir unsicher über den roten Faden bist
  • Bei interdisziplinären Fragestellungen
  • Wenn du strukturiertes Arbeiten bevorzugst

❌ Exposé meist nicht nötig

  • Bei sehr kurzen Arbeiten (unter 10 Seiten)
  • Bei eng vorgegebenen Themen ohne Spielraum
  • Bei reinen Literaturzusammenfassungen
  • Wenn die Fragestellung klar und simpel ist

Zeitpunkt der Erstellung

Wann solltest du das Exposé schreiben?

Idealzeitpunkt: Nachdem du dich grundlegend ins Thema eingelesen hast, aber bevor du mit dem eigentlichen Schreiben beginnst.

Typischer Ablauf:

  1. Woche 1-2: Themenfindung und erste Literaturrecherche
  2. Woche 2-3: Exposé erstellen und mit Betreuer besprechen
  3. Woche 3: Exposé anpassen basierend auf Feedback
  4. Ab Woche 4: Mit dem Schreiben der Arbeit beginnen

⚠️ Wichtiger Hinweis

Schule vs. Universität: In der Oberstufe wird manchmal ein vereinfachtes Exposé verlangt (meist 1 Seite). An der Uni ist das Exposé deutlich ausführlicher (3-5 Seiten). Kläre die Anforderungen immer mit deinem Betreuer!

4. Umfang & Länge eines Exposés

Die Länge des Exposés richtet sich nach dem Umfang der geplanten Seminararbeit und den Vorgaben deines Fachbereichs:

Arbeitstyp Umfang der Arbeit Exposé-Länge
Kurze Seminararbeit 10-15 Seiten 2-3 Seiten
Standard-Seminararbeit 15-20 Seiten 3-4 Seiten
Umfangreiche Seminararbeit 20-30 Seiten 4-5 Seiten
Hausarbeit 12-18 Seiten 2-4 Seiten
Bachelor-/Masterarbeit 40-80 Seiten 5-10 Seiten

📏 Faustregel

Das Exposé sollte etwa 10-15% des Umfangs der fertigen Arbeit betragen.

Beispiel: Bei einer 20-seitigen Seminararbeit sollte das Exposé 2-3 Seiten umfassen.

Was zählt NICHT zum Seitenumfang?

Folgende Elemente werden beim Seitenumfang nicht mitgezählt:

  • Deckblatt (separate Seite)
  • Literaturverzeichnis (meist auf separater Seite)
  • Geplantes Inhaltsverzeichnis (kann auf separater Seite stehen)

Der angegebene Umfang bezieht sich auf den Fließtext des Exposés.

Für größere Arbeiten wie eine Ghostwriting-Doktorarbeit kann das Exposé auch deutlich umfangreicher sein (10-20 Seiten), da hier oft auch der Forschungsstand ausführlich dargelegt werden muss.

5. Aufbau & Struktur eines Exposés

Ein vollständiges Exposé besteht aus mehreren Elementen, die logisch aufeinander aufbauen. Hier ist die klassische Struktur:

Die 9 Bestandteile eines Exposés

1

Deckblatt

Das Deckblatt enthält alle formalen Angaben und macht das Dokument identifizierbar.

Pflichtangaben:

  • Universität, Fachbereich, Institut
  • Titel des Seminars und Semester
  • Name des Dozenten/Betreuers
  • Arbeitstitel der geplanten Seminararbeit
  • Dein Name, Matrikelnummer, E-Mail-Adresse
  • Studiengang und Fachsemester
  • Datum der Einreichung
2

Problemstellung & Relevanz

Hier führst du ins Thema ein und begründest, warum es wichtig ist.

Inhalte:

  • Kurze Einführung ins Themenfeld (2-3 Sätze)
  • Darstellung der Problemstellung
  • Begründung der wissenschaftlichen Relevanz
  • Bezug zu aktuellen Entwicklungen oder Debatten (falls relevant)

Länge: ca. 0,5 Seiten

3

Forschungsfrage & Zielsetzung

Die zentrale Forschungsfrage ist das Herzstück deines Exposés.

Gute Forschungsfrage:

  • Ist präzise und eindeutig formuliert
  • Ist im Rahmen einer Seminararbeit beantwortbar
  • Ist wissenschaftlich relevant
  • Lässt sich mit den verfügbaren Mitteln bearbeiten

Zusätzlich: Formuliere 2-3 Unterfragen, die zur Beantwortung der Hauptfrage beitragen.

4

Theoretischer Rahmen & Forschungsstand

Zeige, dass du dich mit der vorhandenen Literatur auseinandergesetzt hast.

Inhalte:

  • Überblick über zentrale Theorien und Konzepte
  • Wichtigste Autoren und ihre Positionen
  • Forschungslücke oder offene Fragen
  • Einordnung deines Vorhabens in den Forschungsstand

Länge: ca. 0,5-1 Seite

5

Methodik & Vorgehensweise

Erkläre, WIE du deine Forschungsfrage beantworten wirst.

Bei theoretischen Arbeiten:

  • Literaturanalyse
  • Vergleichende Analyse
  • Theoretische Herleitung

Bei empirischen Arbeiten:

  • Qualitative Interviews
  • Quantitative Umfrage
  • Dokumentenanalyse
  • Fallstudienanalyse
6

Geplante Gliederung

Ein vorläufiges Inhaltsverzeichnis gibt die Struktur deiner Arbeit wieder.

Typische Struktur:

  • 1. Einleitung (Problemstellung, Forschungsfrage, Aufbau)
  • 2. Theoretischer Teil (Begriffe, Konzepte, Forschungsstand)
  • 3. Hauptteil/Analyse (Methodik, Durchführung, Ergebnisse)
  • 4. Fazit (Zusammenfassung, Beantwortung der Forschungsfrage, Ausblick)

Tipp: Füge bereits Seitenzahlen als Richtwerte hinzu!

7

Zeitplan

Ein realistischer Zeitplan zeigt, dass du dein Projekt durchdacht hast.

Beispiel-Zeitplan (12 Wochen):

  • Wochen 1-2: Vertiefende Literaturrecherche
  • Wochen 3-4: Exzerpte und Materialsammlung
  • Wochen 5-7: Schreiben der Rohfassung
  • Wochen 8-9: Überarbeitung und Feinschliff
  • Woche 10: Korrekturlesen und Formatierung
  • Woche 11: Pufferzeit
  • Woche 12: Druck und Abgabe
8

Vorläufiges Literaturverzeichnis

Liste die wichtigsten Quellen auf, die du für deine Arbeit verwenden wirst.

Umfang:

  • 10-15 Quellen für eine Seminararbeit
  • Mischung aus Grundlagenwerken und aktueller Forschung
  • Korrekte Zitierweise verwenden (wie in der späteren Arbeit)

Hinweis: Das Literaturverzeichnis kann sich während der Arbeit noch ändern – das ist normal!

9

Optional: Erwartete Ergebnisse

Bei empirischen Arbeiten kannst du Hypothesen formulieren.

Formulierung:

  • Welche Ergebnisse erwartest du?
  • Welche Hypothesen stellst du auf?
  • Wie würdest du verschiedene mögliche Ergebnisse interpretieren?

Wenn du dir unsicher bist, wie du diese Struktur am besten umsetzt, kann ein professioneller Ghostwriter dich beraten. Die Ghostwriter Preise variieren je nach Umfang und Komplexität der Beratung.

6. Schritt-für-Schritt Anleitung: So schreibst du dein Exposé

Diese praktische Anleitung führt dich durch den gesamten Prozess der Exposé-Erstellung:

1

Vorarbeit leisten

Bevor du mit dem Schreiben beginnst, musst du dich grundlegend vorbereiten.

Konkrete Aufgaben:

  • Lies 3-5 Grundlagentexte zu deinem Thema
  • Mache dir Notizen zu interessanten Aspekten
  • Formuliere erste Ideen für eine Forschungsfrage
  • Prüfe die Machbarkeit (Quellenlage, Umfang, Zeit)

Zeitaufwand: 4-6 Stunden

2

Forschungsfrage präzisieren

Eine gute Forschungsfrage ist der Schlüssel zu einem gelungenen Exposé.

Prüfe deine Frage:

  • Ist sie spezifisch genug? (Nicht zu allgemein)
  • Ist sie im Rahmen beantwortbar? (Nicht zu umfangreich)
  • Ist sie wissenschaftlich relevant? (Nicht trivial)
  • Formuliere sie als W-Frage (Wie, Warum, Inwiefern...)
3

Grobgliederung erstellen

Entwickle eine erste Struktur mit Hauptkapiteln.

Vorgehen:

  • Schreibe die 3-4 Hauptkapitel auf (ohne Unterkapitel)
  • Überlege, welche Fragen jedes Kapitel beantworten soll
  • Prüfe, ob die Kapitel logisch aufeinander aufbauen
  • Schätze grob den Umfang jedes Kapitels
4

Einleitung des Exposés schreiben

Beginne mit Problemstellung und Relevanz.

Aufbau der Einleitung:

  1. Allgemeine Hinführung zum Thema (2-3 Sätze)
  2. Konkrete Problemstellung (3-4 Sätze)
  3. Wissenschaftliche Relevanz (2-3 Sätze)
  4. Überleitung zur Forschungsfrage (1-2 Sätze)
5

Forschungsstand darstellen

Zeige, dass du die wichtigste Literatur kennst.

Tipps:

  • Nenne 3-5 zentrale Autoren/Werke
  • Fasse deren Hauptthesen in 1-2 Sätzen zusammen
  • Zeige Zusammenhänge und Unterschiede auf
  • Identifiziere eine Forschungslücke
6

Methodik erläutern

Beschreibe deine geplante Vorgehensweise.

Wichtige Punkte:

  • Welche Methode wählst du? (z.B. Literaturanalyse, Interviews)
  • Warum ist diese Methode geeignet?
  • Wie genau wirst du vorgehen? (Schritt für Schritt)
  • Welche Quellen/Daten wirst du nutzen?
7

Gliederung ausarbeiten

Verfeinere deine Grobgliederung zu einem detaillierten Inhaltsverzeichnis.

Detailgrad:

  • Hauptkapitel (Ebene 1): immer angeben
  • Unterkapitel (Ebene 2): empfohlen
  • Feinkapitel (Ebene 3): optional, nur bei Bedarf
  • Füge Seitenzahlen als Richtwerte hinzu
8

Zeitplan erstellen

Plane realistisch und mit Puffern.

Faustregel:

  • 30% Recherche und Materialsammlung
  • 40% Schreiben der Rohfassung
  • 20% Überarbeitung und Korrektur
  • 10% Pufferzeit für Unvorhergesehenes
9

Literaturverzeichnis anlegen

Liste die wichtigsten Quellen im korrekten Zitierstil auf.

Achte auf:

  • Einheitlichen Zitierstil (APA, Harvard, etc.)
  • Alphabetische Sortierung
  • Vollständige Angaben (Autor, Jahr, Titel, Verlag, etc.)
  • Korrekte Formatierung (Einzüge, Abstände)
10

Überarbeiten & Korrekturlesen

Poliere dein Exposé, bevor du es einreichst.

Checkliste:

  • Rechtschreibung und Grammatik prüfen
  • Roter Faden erkennbar?
  • Alle Pflichtangaben vorhanden?
  • Formatierung einheitlich?
  • Von jemandem Gegenlesen lassen

7. Die 8 häufigsten Fehler beim Exposé – und wie du sie vermeidest

1

Zu allgemeine Forschungsfrage

Problem: Die Frage ist so breit, dass sie in einer Seminararbeit nicht beantwortbar ist.

Beispiel (schlecht): "Wie funktioniert Social Media Marketing?"

Beispiel (gut): "Wie nutzen kleine Unternehmen Instagram zur Kundenbindung?"

Lösung: Grenze dein Thema durch konkrete Aspekte ein (Zeit, Ort, Zielgruppe, Methode).

2

Unrealistischer Zeitplan

Problem: Du planst zu knapp und lässt keinen Puffer für Probleme.

Lösung: Rechne immer 20-30% mehr Zeit ein als du denkst zu brauchen. Unvorhergesehenes kommt immer!

3

Fehlende Begründung der Methodik

Problem: Du nennst eine Methode, erklärst aber nicht, WARUM sie geeignet ist.

Lösung: Schreibe immer 2-3 Sätze dazu, warum gerade diese Methode für deine Fragestellung sinnvoll ist.

4

Zu detaillierte Gliederung

Problem: Du gliederst bis auf Ebene 4 oder 5, obwohl das im Exposé nicht nötig ist.

Lösung: Maximal 3 Gliederungsebenen verwenden. Das Exposé ist eine Planung, kein fertiges Inhaltsverzeichnis.

5

Literaturverzeichnis fehlt

Problem: Du erwähnst Quellen im Text, listest sie aber nicht auf.

Lösung: JEDES Exposé braucht ein vorläufiges Literaturverzeichnis – selbst wenn es sich später noch ändert.

6

Keine Verbindung zwischen Kapiteln

Problem: Die Gliederung wirkt wie eine lose Ansammlung von Themen ohne roten Faden.

Lösung: Schreibe zu jedem Hauptkapitel 1-2 Sätze, wie es zur Beantwortung der Forschungsfrage beiträgt.

7

Zu wissenschaftlich oder zu umgangssprachlich

Problem: Der Ton ist entweder zu komplex oder zu locker.

Lösung: Schreibe sachlich, klar und präzise – aber verständlich. Vermeide Umgangssprache UND unnötigen Fachjargon.

8

Formale Fehler

Problem: Rechtschreibfehler, falsche Zitierweise, uneinheitliche Formatierung.

Lösung: Lass das Exposé vor der Abgabe Korrektur lesen und prüfe die Formatierung.

⚠️ Größter Fehler: Kein Exposé schreiben!

Der mit Abstand häufigste Fehler ist, gar kein Exposé zu schreiben – weil es "nur zusätzliche Arbeit" ist. Dabei investierst du 2-4 Stunden, die dir später 10-20 Stunden Chaos und Umschreiben ersparen können!

8. Profi-Tipps für ein überzeugendes Exposé

Strategische Tipps

💡 Nutze das Exposé mehrfach

Schreibe das Exposé so, dass du Teile davon später übernehmen kannst:

  • Die Einleitung wird zur Einleitung der Arbeit
  • Die Gliederung wird zum Inhaltsverzeichnis
  • Der Forschungsstand wird zum theoretischen Kapitel

📚 Recherchiere strategisch

Nicht alle Quellen sind gleich wichtig:

  • Suche 2-3 Standardwerke als Grundlage
  • Finde 3-4 aktuelle Studien (letzte 5 Jahre)
  • Nutze Review-Artikel für den Forschungsüberblick

🎯 Bleib flexibel

Das Exposé ist ein Planungsdokument, kein Vertrag:

  • Du darfst die Gliederung während des Schreibens anpassen
  • Neue Literatur kann hinzukommen
  • Die Forschungsfrage darf präzisiert werden

👥 Hole Feedback ein

Nutze das Exposé für Gespräche:

  • Zeige es deinem Betreuer früh
  • Besprich es mit Kommilitonen
  • Frage nach konkreten Verbesserungsvorschlägen

Formulierungstipps

So formulierst du wissenschaftlich und verständlich

Statt vage: "Ich möchte untersuchen..."

Besser präzise: "Die Arbeit analysiert..."

Statt komplex: "Die Evaluierung der Implementierung digitaler Transformationsprozesse..."

Besser klar: "Die Arbeit bewertet, wie Unternehmen digitale Veränderungen umsetzen..."

Statt unsicher: "Möglicherweise zeigt sich..."

Besser bestimmt: "Die Analyse wird zeigen..."

Timing-Tipps

Phase Zeitaufwand Tipp
Recherche & Vorbereitung 4-6 Stunden Nicht zu perfektionistisch sein – ein Überblick reicht
Erstentwurf schreiben 3-4 Stunden Erst schreiben, dann überarbeiten – nicht parallel
Überarbeitung 1-2 Stunden Mindestens 1 Tag Pause zwischen Schreiben und Überarbeiten
Feedback einholen 1-3 Tage Plane diese Zeit fest ein
Finale Version 1 Stunde Konzentriere dich auf Formatierung und Rechtschreibung

🏆 Geheimtipp vom Profi

Schreibe das Exposé nicht alleine am Stück. Verteile es über 2-3 Tage:

  • Tag 1: Recherche und Forschungsfrage
  • Tag 2: Gliederung und Methodik
  • Tag 3: Feinschliff und Literaturverzeichnis

So kannst du mit frischem Blick draufschauen und Fehler besser erkennen.

9. Beispiel-Gliederung eines Exposés

Hier siehst du, wie ein vollständiges Exposé aufgebaut sein kann:

Beispiel: Exposé Seminararbeit "Social Media Marketing"

Deckblatt

Universität XY | Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Seminar: Marketing in digitalen Zeiten | WS 2025/26
Dozent: Prof. Dr. Müller

Exposé zur Seminararbeit:
"Instagram-Marketing für kleine Unternehmen: Erfolgsfaktoren und Best Practices"

Vorgelegt von: Max Mustermann
Matrikelnummer: 123456
E-Mail: [email protected]
Datum: 15.11.2025


1. Problemstellung und Relevanz

Social Media Marketing hat sich in den letzten Jahren zu einem zentralen Instrument der Unternehmenskommunikation entwickelt. Während große Konzerne über professionelle Marketing-Teams verfügen, stehen kleine Unternehmen vor der Herausforderung, mit begrenzten Ressourcen effektive Social-Media-Strategien zu entwickeln. Besonders Instagram bietet durch seine visuelle Ausrichtung großes Potenzial für kleine Unternehmen, wird aber oft nicht optimal genutzt.

Die Arbeit untersucht, welche Faktoren für erfolgreiches Instagram-Marketing kleiner Unternehmen entscheidend sind und welche Best Practices sich identifizieren lassen.


2. Forschungsfrage

Welche Strategien und Maßnahmen führen bei kleinen Unternehmen (bis 50 Mitarbeiter) zu erfolgreichem Instagram-Marketing?

Unterfragen:

  • Welche Content-Formate erzielen die höchste Engagement-Rate?
  • Wie oft sollten kleine Unternehmen auf Instagram posten?
  • Welche Rolle spielen Influencer-Kooperationen?

3. Theoretischer Rahmen und Forschungsstand

Die Arbeit baut auf dem Uses-and-Gratifications-Ansatz auf (Katz et al. 1974) und bezieht aktuelle Erkenntnisse zum Social Media Marketing ein. Müller (2023) zeigt in ihrer Studie, dass visuelle Inhalte auf Instagram eine 3x höhere Engagement-Rate erzielen als auf anderen Plattformen. Schmidt & Wagner (2024) betonen die Bedeutung von Authentizität für die Kundenbindung.

Bisherige Studien konzentrieren sich jedoch überwiegend auf große Unternehmen. Die vorliegende Arbeit schließt diese Forschungslücke, indem sie speziell kleine Unternehmen in den Blick nimmt.


4. Methodik

Die Arbeit verwendet einen Mixed-Methods-Ansatz:

  • Quantitative Analyse: Auswertung von 30 Instagram-Accounts kleiner Unternehmen (Follower-Zahlen, Engagement-Raten, Post-Frequenz)
  • Qualitative Interviews: 5 Experteninterviews mit erfolgreichen Instagram-Marketern kleiner Unternehmen

5. Geplante Gliederung

1. Einleitung (ca. 2 Seiten)
1.1 Problemstellung
1.2 Forschungsfrage und Zielsetzung
1.3 Aufbau der Arbeit

2. Theoretische Grundlagen (ca. 4 Seiten)
2.1 Social Media Marketing: Definition und Abgrenzung
2.2 Instagram als Marketing-Plattform
2.3 Besonderheiten kleiner Unternehmen im Social Media Marketing
2.4 Erfolgsfaktoren im Instagram-Marketing

3. Methodik (ca. 2 Seiten)
3.1 Quantitative Analyse
3.2 Qualitative Interviews
3.3 Auswertungsmethoden

4. Empirische Analyse (ca. 6 Seiten)
4.1 Auswertung der quantitativen Daten
4.2 Ergebnisse der Experteninterviews
4.3 Synthese der Ergebnisse

5. Best Practices und Handlungsempfehlungen (ca. 3 Seiten)
5.1 Erfolgsfaktoren für kleine Unternehmen
5.2 Konkrete Handlungsempfehlungen
5.3 Limitationen

6. Fazit (ca. 2 Seiten)
6.1 Zusammenfassung der Ergebnisse
6.2 Beantwortung der Forschungsfrage
6.3 Ausblick


6. Zeitplan

  • Wochen 1-2: Vertiefende Literaturrecherche
  • Wochen 3-4: Quantitative Datenerhebung und -analyse
  • Woche 5: Durchführung der Interviews
  • Woche 6: Auswertung der Interviews
  • Wochen 7-9: Schreiben der Rohfassung
  • Woche 10: Überarbeitung
  • Woche 11: Korrekturlesen und Formatierung
  • Woche 12: Puffer und Abgabe

7. Vorläufiges Literaturverzeichnis

Katz, E., Blumler, J. G., & Gurevitch, M. (1974). The Uses of Mass Communications. Beverly Hills: Sage.

Müller, A. (2023). Visual Content Marketing auf Instagram. Wiesbaden: Springer Gabler.

Schmidt, J. & Wagner, K. (2024). Authentizität in der digitalen Kommunikation. München: Beck.

[... weitere Quellen ...]

Hinweis zum Beispiel

Dieses Beispiel zeigt die Grundstruktur. Dein eigenes Exposé sollte:

  • An dein Fachgebiet und Thema angepasst sein
  • Den Vorgaben deiner Universität entsprechen
  • Deine persönliche Herangehensweise widerspiegeln

10. Checkliste: Ist dein Exposé vollständig?

✓ Formale Vollständigkeit

  • Deckblatt mit allen Pflichtangaben vorhanden
  • Umfang entspricht den Vorgaben (meist 3-5 Seiten)
  • Einheitliche Formatierung (Schriftart, -größe, Zeilenabstand)
  • Seitenzahlen eingefügt
  • Literaturverzeichnis im korrekten Zitierstil

✓ Inhaltliche Vollständigkeit

  • Problemstellung klar dargelegt
  • Wissenschaftliche Relevanz begründet
  • Forschungsfrage präzise formuliert
  • Forschungsstand kurz zusammengefasst
  • Methodik beschrieben und begründet
  • Geplante Gliederung enthalten
  • Zeitplan realistisch und vollständig

✓ Qualitätskriterien

  • Roter Faden erkennbar
  • Forschungsfrage ist beantwortbar im gegebenen Rahmen
  • Gliederung ist logisch aufgebaut
  • Kapitel bauen aufeinander auf
  • Methodik passt zur Fragestellung
  • Zeitplan ist realistisch

✓ Sprache & Stil

  • Wissenschaftlicher Stil (sachlich, präzise)
  • Keine Umgangssprache
  • Rechtschreibung und Grammatik korrekt
  • Verständlich formuliert (nicht zu kompliziert)
  • Von jemandem Korrektur gelesen

11. Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist ein Exposé zur Seminararbeit?

Ein Exposé ist eine strukturierte Vorabplanung deiner Seminararbeit. Es enthält die Forschungsfrage, die Zielsetzung, die geplante Vorgehensweise und eine vorläufige Gliederung. Das Exposé dient als Fahrplan für dein Projekt und als Kommunikationsgrundlage mit dem Betreuer.

Wie lang sollte ein Exposé sein?

Für eine Seminararbeit beträgt die ideale Länge 3-5 Seiten Fließtext (ohne Deckblatt und Literaturverzeichnis). Die genaue Länge hängt vom Umfang der geplanten Arbeit ab – als Faustregel gilt: Das Exposé sollte etwa 10-15% des Umfangs der fertigen Arbeit betragen.

Ist ein Exposé Pflicht?

Das hängt von den Vorgaben deines Dozenten ab. Manche verlangen ein Exposé explizit, andere nicht. Auch wenn es nicht verpflichtend ist, lohnt es sich in den meisten Fällen, eines zu erstellen – es spart dir später viel Zeit und verhindert Probleme beim Schreiben.

Wann sollte ich das Exposé schreiben?

Idealerweise schreibst du das Exposé nachdem du dich grundlegend ins Thema eingelesen hast (erste Literaturrecherche), aber bevor du mit dem eigentlichen Schreiben der Arbeit beginnst. Plane etwa 2-3 Wochen nach der Themenwahl für die Exposé-Erstellung ein.

Was gehört alles in ein Exposé?

Ein vollständiges Exposé enthält: Deckblatt, Problemstellung, Forschungsfrage, theoretischen Rahmen/Forschungsstand, Methodik, geplante Gliederung, Zeitplan und ein vorläufiges Literaturverzeichnis. Nicht alle Punkte sind in jedem Fall zwingend erforderlich – frage bei deinem Betreuer nach.

Kann ich die Gliederung später noch ändern?

Ja! Das Exposé ist ein Planungsdokument, kein Vertrag. Es ist völlig normal, dass sich während des Schreibens Änderungen ergeben. Die Gliederung kann angepasst werden, neue Literatur kann hinzukommen und die Forschungsfrage kann präzisiert werden.

Wie formuliere ich eine gute Forschungsfrage?

Eine gute Forschungsfrage ist spezifisch, beantwortbar im gegebenen Rahmen und wissenschaftlich relevant. Formuliere sie als W-Frage (Wie, Warum, Inwiefern...) und grenze sie durch konkrete Aspekte ein (Zeit, Ort, Zielgruppe). Vermeide zu allgemeine Fragen wie "Wie funktioniert...?" oder "Was ist...?"

Muss ich die gesamte Literatur schon gelesen haben?

Nein, für das Exposé reicht ein Überblick über die wichtigste Literatur. Du solltest 3-5 Grundlagenwerke kennen und dich mit aktuellen Studien (letzte 5 Jahre) vertraut gemacht haben. Die vertiefte Lektüre erfolgt während des Schreibens der Arbeit.

Wie erstelle ich einen realistischen Zeitplan?

Teile die Arbeit in konkrete Phasen (Recherche, Schreiben, Überarbeitung) und plane für jede Phase eine bestimmte Zeit ein. Rechne immer 20-30% Puffer für Unvorhergesehenes ein. Als Faustregel: 30% Recherche, 40% Schreiben, 20% Überarbeitung, 10% Puffer.

Was ist der Unterschied zwischen Exposé Schule und Uni?

In der Schule (Oberstufe) ist das Exposé meist kürzer (1-2 Seiten) und einfacher strukturiert. An der Universität ist es ausführlicher (3-5 Seiten) und verlangt eine detailliertere Darstellung der Methodik und des Forschungsstands. Die wissenschaftlichen Anforderungen sind höher.

Kann ich Teile des Exposés später übernehmen?

Ja! Schreibe das Exposé so, dass du Teile davon in die Arbeit übernehmen kannst. Die Einleitung des Exposés kann zur Einleitung der Arbeit werden, der Forschungsstand zum theoretischen Kapitel und die Gliederung zum Inhaltsverzeichnis. Das spart Zeit!

Wo bekomme ich Hilfe beim Exposé schreiben?

Du kannst deinen Betreuer um Feedback bitten, dich mit Kommilitonen austauschen oder die Schreibberatung deiner Uni nutzen. Wenn du professionelle Unterstützung möchtest, kannst du auch einen Ghostwriter für die Beratung oder Erstellung beauftragen.

Professionelle Hilfe bei deiner Seminararbeit

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