Was Studierende der HFH vor der Bachelorarbeit wissen müssen: Pflegestudiengänge, Blended Learning mit regionalen Studienzentren, APA-Zitierweise und formale Vorgaben für Berufstätige aus Gesundheit und Soziales.
| Merkmal | HFH-Vorgabe |
|---|---|
| Umfang | 40–60 Seiten (ohne Anhang und Verzeichnisse) |
| Bearbeitungszeit | 3 Monate ab Anmeldung |
| Zitierweise | APA oder eigene HFH-Vorgabe – je nach Studiengang |
| Plagiatsprüfung | Intern – kein Turnitin-Upload durch Studierende |
| Kolloquium | Nicht standardmäßig |
| Betreuung | Digital + regionale Studienzentren |
| Besonderheit | Stark auf Gesundheitsberufe ausgerichtet; viele Quereinsteiger |
Die HFH Hamburger Fern-Hochschule wurde 1997 gegründet und zählt zu den größten privaten Fernhochschulen Deutschlands. Ihr besonderes Merkmal ist die enge Ausrichtung auf Gesundheits- und Pflegeberufe: Ein erheblicher Teil der Studierenden kommt aus der Pflege, der Physiotherapie, dem Rettungsdienst oder angrenzenden Gesundheitsberufen.
Das Studienmodell der HFH ist ein Blended-Learning-Konzept: Online-Selbststudium wird durch Präsenztage an regionalen Studienzentren ergänzt. Das unterscheidet die HFH von volldigitalen Fernhochschulen wie der IU oder der WBH und schafft einen gewissen Gemeinschaftscharakter.
Gesundheitsmanagement, Pflegewissenschaft, Pflegemanagement, Physiotherapie – die HFH ist bundesweit führend für akademische Nachqualifizierung in Pflegeberufen.
Über 30 Studienzentren in Deutschland, Österreich und der Schweiz ermöglichen Präsenztage vor Ort – ein wesentlicher Unterschied zu volldigitalen Fernhochschulen.
Die HFH bietet zahlreiche Studiengänge, die auf beruflich Qualifizierten ohne klassisches Abitur aufbauen – z.B. über den Berufsweg Pflege → Pflegemanagement-Bachelor.
BWL, Soziale Arbeit, Informatik – die HFH hat ihr Angebot über Gesundheitsberufe hinaus ausgebaut.
Die HFH betreibt ein Netz regionaler Studienzentren in allen größeren deutschen Städten sowie in Wien und Zürich. An diesen Zentren finden Präsenztage statt – typischerweise samstags, mit Vorlesungen, Tutorien und Prüfungen. Für die Bachelorarbeit bedeutet das: Betreuer sind nicht nur digital erreichbar, Sprechstunden sind auch vor Ort möglich.
Wer in der Bachelorarbeitsphase aktiv das Studienzentrum nutzt, profitiert von einem klaren Vorteil gegenüber volldigitalen Fernhochschulen: direkte Rückmeldungen, schnellere Abstimmungen und der persönliche Kontakt zu Betreuern. Gerade bei Themen, die stark von der Betreuerperspektive abhängen – etwa qualitative Forschungsdesigns in der Pflege – ist das Gold wert.
Auch an der HFH läuft ein Großteil der Betreuung digital – per E-Mail oder über das Studienportal. Präsenztage werden nicht für jede Bachelorarbeit angeboten. Wer konkrete Betreuungsgespräche plant, sollte frühzeitig beim Studienzentrum anfragen, ob und wann Sprechstunden für Bachelorandinnen und Bacheloranden möglich sind.
| Kriterium | HFH-Vorgabe | Hinweis |
|---|---|---|
| Seitenumfang | 40–60 Seiten | Reiner Textteil; Verzeichnisse und Anhang nicht mitgezählt |
| Bearbeitungszeit | 3 Monate | Ab Anmeldung beim zuständigen Prüfungsamt |
| Schriftart & -größe | Arial oder Times New Roman, 12 pt | Ggf. studiengangsabhängige Abweichungen |
| Zeilenabstand | 1,5-fach | Fußnoten und Literaturverzeichnis einfacher Abstand |
| Plagiatsprüfung | Intern durch HFH | Kein Turnitin-Eigenupload durch Studierende |
| Kolloquium | Nicht standardmäßig | Studiengangs- und standortabhängig prüfen |
| Abgabe | Digital (PDF) + ggf. gebundene Exemplare | Abgabe ggf. am Studienzentrum – Vorgaben prüfen |
Die HFH-Vorgaben sind grundsätzlich bundesweit einheitlich, aber Studienzentren können in Details abweichen – besonders bei der Abgabemodalität. Immer die aktuellen Vorgaben des eigenen Studienzentrums einholen, nicht nur den allgemeinen HFH-Leitfaden verwenden.
Die HFH gibt einen eigenen Leitfaden für wissenschaftliche Arbeiten heraus, der die Zitierweise verbindlich vorschreibt. Für viele Studiengänge – insbesondere in den Gesundheits- und Sozialwissenschaften – gilt APA als Basis, mit hochschulspezifischen Anpassungen.
Der HFH-Leitfaden für wissenschaftliche Arbeiten weicht in einigen Details von der reinen APA-7-Norm ab. Wer sich ausschließlich auf allgemeine APA-Quellen verlässt, riskiert Abweichungen. Der verbindliche Leitfaden wird im Studienportal der HFH bereitgestellt.
Im Text: (Müller, 2022, S. 34) | Verzeichnis: Müller, K. (2022). Pflegewissenschaft Grundlagen (2. Aufl.). Hogrefe.
Im Text: (Schmidt & Weber, 2021, S. 88) | Verzeichnis: Schmidt, A., & Weber, B. (2021). Qualitätssicherung in der stationären Pflege. Pflege & Gesellschaft, 26(2), 83–96.
Im Text: (§ 37 SGB XI) | Verzeichnis: Elftes Buch Sozialgesetzbuch – Soziale Pflegeversicherung (SGB XI) in der Fassung vom [Datum]. Bundesgesetzblatt.
In Gesundheits- und Pflegestudiengängen sind Gesetze, Richtlinien und Leitlinien häufige Quellen: SGB XI, Pflegeberufegesetz, MDK-Richtlinien, S3-Leitlinien. Diese werden anders zitiert als Bücher oder Artikel – der HFH-Leitfaden gibt konkrete Beispiele. Frühzeitig klären, wie diese Quellen im Literaturverzeichnis korrekt ausgewiesen werden.
Wer an der HFH in einem Pflegestudiengang schreibt, begegnet spezifischen Anforderungen, die sich von betriebswirtschaftlichen oder informatischen Bachelorarbeiten grundlegend unterscheiden. Themen aus der Pflegepraxis, Versorgungsforschung oder dem Pflegemanagement erfordern ein besonderes methodisches Vorgehen.
Bei Primärerhebungen mit Patientendaten oder Mitarbeiterbefragungen kann ein Ethikvotum erforderlich sein. Frühzeitig beim Betreuer klären, ob und wie ein Ethikantrag gestellt werden muss.
Die meisten HFH-Studierenden in Pflegestudiengängen bringen jahrelange Praxiserfahrung mit – das ist ein echter Vorteil bei der Themenwahl und beim Feldzugang. Wer als Stationsleitung arbeitet, kann eine Einrichtung für Interviews oder Befragungen einbeziehen, die externe Studierende niemals so leicht erreichen würden. Diese Praxisnähe sollte bewusst genutzt werden.
Die HFH hat einen eigenen Leitfaden, der von allgemeinen APA-Quellen abweichen kann. Wer sich nur auf externe APA-Handbücher verlässt, riskiert formale Fehler.
Bei Primärerhebungen mit sensiblen Personengruppen (z.B. Patienten) kann ein Ethikvotum erforderlich sein. Dieses frühzeitig zu versäumen, kann die gesamte Arbeit gefährden.
Leitlinien, Gesetze und Richtlinien werden anders zitiert als wissenschaftliche Artikel. Viele Studierende übertragen die Buch-Zitierweise auf Gesetztexte – das ist formal falsch.
Eigene Berufserfahrung darf in die Argumentation einfließen, gilt aber nicht als zitierfähige Quelle. Alle Aussagen brauchen wissenschaftlich belegte Referenzen.
Thema aus dem Berufsalltag entwickeln. Betreuer kontaktieren – ggf. Sprechstunde am Studienzentrum vereinbaren. Aktuellen HFH-Leitfaden herunterladen und Formatvorlage einrichten. Bei empirischen Arbeiten: Ethikfrage frühzeitig klären.
PubMed, CINAHL, Cochrane, AWMF-Leitlinien systematisch recherchieren. Relevante Gesetze und Richtlinien sichern. Theoretischen Rahmen und Stand der Forschung ausarbeiten.
Methodenteil ausarbeiten. Interviews, Umfragen oder systematische Analyse durchführen. Ergebnisse dokumentieren und auswerten.
Diskussion schreiben, Ergebnisse in den Forschungsstand einordnen. Formale Prüfung: HFH-Leitfaden-Konformität, Zitierweise, Verzeichnisse. Lektorat einplanen.
PDF finalisieren und einreichen. Druckexemplar rechtzeitig beauftragen. Alle Fristen schriftlich dokumentieren.
Die HFH gibt einen eigenen Leitfaden heraus, der APA als Basis nutzt und hochschulspezifische Anpassungen enthält. Dieser Leitfaden ist verbindlich – allgemeine APA-Quellen allein reichen nicht aus.
Standardmäßig nicht. Einzelne Studiengänge oder Standorte können abweichen. Beim zuständigen Studienzentrum erfragen, ob und in welcher Form eine mündliche Prüfung vorgesehen ist.
Das hängt vom Thema und der Methodik ab. Bei Primärerhebungen mit Patienten oder besonders schutzbedürftigen Personengruppen kann ein Ethikvotum erforderlich sein. Frühzeitig mit dem Betreuer klären.
Nein. Eigene Praxiserfahrung kann Themen motivieren und Beispiele liefern, gilt aber nicht als zitierfähige wissenschaftliche Quelle. Alle Behauptungen müssen durch publizierte Quellen belegt werden.
Primär digital über das Studienportal und E-Mail. An vielen Studienzentren sind zusätzlich Präsenzsprechstunden möglich – das ist ein Vorteil gegenüber volldigitalen Fernhochschulen. Frühzeitig anfragen, ob und wann Präsenztermine verfügbar sind.
Wer Orientierung bei Aufbau, Gliederung oder formalen Anforderungen sucht, kann Unterstützung bei einer Vorlage für eine Bachelorarbeit erhalten – unverbindlich anfragbar.
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