Ergebnisteil der Bachelorarbeit

Der Ergebnisteil präsentiert die Befunde Ihrer Forschung – objektiv, strukturiert und nachvollziehbar. Hier lernen Sie, wie Sie empirische und theoretische Ergebnisse professionell darstellen: richtiger Aufbau, Visualisierungstechniken, Interpretation vs. Beschreibung, häufige Fehler vermeiden. Mit konkreten Beispielen, Strukturvorlagen und Checklisten.

Aufbau & Struktur
Tabellen & Grafiken
Praktische Beispiele
Fehler vermeiden

1. Was ist der Ergebnisteil? Definition & Zweck

Der Ergebnisteil präsentiert die Befunde Ihrer Forschung – ohne Interpretation, ohne Wertung, rein deskriptiv. Er beantwortet die Frage: "Was habe ich herausgefunden?" und bildet die Grundlage für die anschließende Diskussion.

Kernmerkmale des Ergebnisteils

Objektive Darstellung

Reine Präsentation der Daten & Befunde, keine eigenen Interpretationen oder Meinungen.

  • Fakten, keine Deutungen
  • Neutrale Sprache
  • Keine Bewertungen ("interessant", "überraschend")

Strukturierte Präsentation

Logischer Aufbau, der sich an der Forschungsfrage orientiert.

  • Klare Gliederung
  • Schritt für Schritt
  • Nachvollziehbare Reihenfolge

Visualisierung

Komplexe Daten werden durch Tabellen, Grafiken, Diagramme veranschaulicht.

  • Tabellen für quantitative Daten
  • Diagramme für Vergleiche
  • Grafiken für Zusammenhänge

Bezug zur Forschungsfrage

Alle präsentierten Ergebnisse sind relevant für die Beantwortung der Forschungsfrage.

  • Kein "Datenmüll"
  • Fokus auf Wesentliches
  • Direkte Relevanz erkennbar

Position in der Bachelorarbeit

Typische Struktur einer empirischen Bachelorarbeit:

  1. Einleitung: Forschungsfrage & Zielsetzung
  2. Theorie: Theoretischer Rahmen
  3. Methodik: Wie wurde geforscht?
  4. → Ergebnisse: Was wurde herausgefunden?
  5. Diskussion: Was bedeuten die Ergebnisse?
  6. Fazit: Zusammenfassung & Schlussfolgerungen

Der Ergebnisteil steht zwischen Methodik und Diskussion!

💡 Goldene Regel des Ergebnisteils

"Zeigen, nicht interpretieren!"

Der Ergebnisteil ZEIGT, was Sie herausgefunden haben. Die Diskussion INTERPRETIERT, was es bedeutet.

  • Ergebnisteil: "75% der Befragten nutzen Instagram täglich."
  • Diskussion: "Dies deutet darauf hin, dass Instagram eine zentrale Rolle im Alltag der Generation Z spielt."

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2. Ergebnisse vs. Diskussion: Der entscheidende Unterschied

Der häufigste Fehler: Studierende vermischen Ergebnisdarstellung und Interpretation. Dabei sind das zwei völlig verschiedene Kapitel mit unterschiedlichen Funktionen!

Die klare Trennung

Aspekt Ergebnisteil Diskussionsteil
Funktion Präsentiert die Befunde (WAS?) Interpretiert die Befunde (WAS BEDEUTET DAS?)
Sprache Objektiv, neutral, beschreibend Analytisch, interpretierend, bewertend
Inhalt Reine Daten & Fakten Einordnung, Erklärungen, Zusammenhänge
Theoriebezug KEIN Bezug zu Theorien Starker Bezug zu Theorien aus Kapitel 2
Bewertungen Keine Wertungen Bewertung der Ergebnisse
Literatur Minimal (nur für Methoden) Viele Verweise auf Literatur

Beispiel-Vergleich: Dieselbe Information anders formuliert

✅ Ergebnisteil (richtig)

"Von den 200 befragten Studierenden gaben 150 (75%) an, Instagram täglich zu nutzen. 40 Personen (20%) nutzen die Plattform mehrmals pro Woche, und 10 Personen (5%) seltener als wöchentlich."

Charakteristika:

  • Reine Fakten
  • Zahlen & Prozente
  • Keine Interpretation
  • Neutral formuliert

✅ Diskussionsteil (richtig)

"Die hohe tägliche Nutzungsrate von 75% bestätigt die Bedeutung von Instagram für die Generation Z (vgl. Müller 2023, S. 45). Dies steht im Einklang mit der Social Media Dependency Theory, die eine zunehmende Integration sozialer Medien in den Alltag postuliert. Die Ergebnisse übertreffen frühere Studien von Schmidt (2020), die nur 60% tägliche Nutzer fanden – ein Indiz für die wachsende Relevanz."

Charakteristika:

  • Interpretation
  • Theoriebezug
  • Literaturverweise
  • Einordnung & Bewertung

🚨 Häufigster Fehler: Vermischung

Falsch (Interpretation im Ergebnisteil!):

"75% der Befragten nutzen Instagram täglich, was zeigt, dass Instagram für die Generation Z sehr wichtig ist und die Theorie von Müller (2023) bestätigt."

Problem: "was zeigt, dass" = Interpretation gehört in die Diskussion! Im Ergebnisteil nur die Zahl nennen!

Formulierungen für den Ergebnisteil

Neutrale Formulierungen (richtig):

  • "Die Analyse ergab, dass..."
  • "X% der Befragten gaben an, dass..."
  • "Es zeigt sich, dass..."
  • "Die Daten weisen darauf hin, dass..." (Grenzfall, besser: "Die Daten zeigen, dass...")

Interpretative Formulierungen (FALSCH im Ergebnisteil!):

  • ❌ "Überraschenderweise..."
  • ❌ "Dies zeigt, dass... wichtig ist"
  • ❌ "Dies bestätigt die Theorie von..."
  • ❌ "Das Ergebnis ist interessant, weil..."
  • ❌ "Dies lässt vermuten, dass..."

Diskussion schreiben

3. Aufbau & Struktur des Ergebnisteils

Der Ergebnisteil braucht eine klare, logische Struktur:

1

Überblick / Einführung

Kurze Einleitung, was im Ergebnisteil präsentiert wird (1-2 Absätze).

Beispiel-Formulierung:

"Im Folgenden werden die Ergebnisse der durchgeführten Online-Umfrage mit 200 Studierenden dargestellt. Zunächst werden die demografischen Daten der Stichprobe präsentiert (Abschnitt 4.1), anschließend die Nutzungsgewohnheiten von Instagram (Abschnitt 4.2) und schließlich die Zusammenhänge zwischen Nutzungsintensität und Kaufabsicht (Abschnitt 4.3)."

2

Stichprobenbeschreibung

Demografische Daten der Teilnehmer (bei empirischen Arbeiten).

Typische Inhalte:

  • Anzahl der Teilnehmer (n=200)
  • Geschlechterverteilung (60% weiblich, 40% männlich)
  • Altersverteilung (Durchschnittsalter: 23 Jahre)
  • Weitere relevante Merkmale (Studiengang, Semester)

Darstellung: Meist als Tabelle oder kurzer Text

3

Hauptergebnisse

Präsentation der Kernbefunde, gegliedert nach Forschungsfragen oder Themenbereichen.

Strukturierungsmöglichkeiten:

  • Nach Forschungsfragen: 4.1 Ergebnisse zu Forschungsfrage 1, 4.2 Ergebnisse zu Forschungsfrage 2
  • Nach Themenbereichen: 4.1 Nutzungsverhalten, 4.2 Motivation, 4.3 Auswirkungen
  • Nach Methoden: 4.1 Quantitative Befunde (Umfrage), 4.2 Qualitative Befunde (Interviews)
  • Chronologisch: Bei longitudinalen Studien (t1, t2, t3)
4

Statistische Tests (wenn relevant)

Ergebnisse statistischer Analysen (Korrelationen, t-Tests, Regressionen).

Beispiel:

  • Korrelationsanalyse: r=0.67, p<0.001 (signifikanter Zusammenhang)
  • t-Test: t(198)=3.45, p=0.001 (signifikanter Unterschied)
  • Regression: R²=0.45 (45% Varianzaufklärung)

Wichtig: Statistische Werte berichten, aber NICHT interpretieren!

5

Zusammenfassung der Hauptbefunde

Kurzer Überblick der wichtigsten Ergebnisse (1-2 Absätze am Ende).

Beispiel-Formulierung:

"Zusammenfassend zeigen die Ergebnisse, dass (1) 75% der Befragten Instagram täglich nutzen, (2) ein signifikanter Zusammenhang zwischen Nutzungsintensität und Kaufabsicht besteht (r=0.67), und (3) Influencer-Marketing einen positiven Einfluss auf die Markenwahrnehmung hat."

Achtung: Auch hier NUR Fakten, keine Interpretationen!

💡 Strukturierungsprinzip: Von allgemein zu spezifisch

Gute Struktur folgt diesem Muster:

  1. Überblick über alle Ergebnisse
  2. Stichprobenbeschreibung (Wer wurde befragt?)
  3. Deskriptive Statistik (Wie sehen die Daten aus?)
  4. Inferenzstatistik (Gibt es Zusammenhänge/Unterschiede?)
  5. Zusammenfassung der Kernbefunde

Methodik wählen

4. Empirisch vs. Theoretisch: Unterschiede in der Darstellung

Je nach Art Ihrer Arbeit unterscheidet sich der Ergebnisteil fundamental:

Empirische Bachelorarbeit (mit eigener Datenerhebung)

Charakteristika des Ergebnisteils:

  • Präsentation eigener Daten: Umfrage, Interviews, Experimente
  • Stichprobenbeschreibung: Wer wurde befragt? (n=?, Alter, Geschlecht)
  • Deskriptive Statistik: Mittelwerte, Häufigkeiten, Verteilungen
  • Inferenzstatistik: t-Tests, Korrelationen, Regressionen
  • Visualisierung: Tabellen, Diagramme, Grafiken

Beispiel-Struktur (Quantitative Umfrage):

  1. Stichprobenbeschreibung (n=200, 60% weiblich, Ø 23 Jahre)
  2. Nutzungsverhalten Instagram (75% täglich, 20% mehrmals pro Woche)
  3. Kaufabsicht nach Influencer-Kontakt (M=4.2 auf Skala 1-5)
  4. Korrelation Nutzung & Kaufabsicht (r=0.67, p<0.001)
  5. Unterschiede nach Geschlecht (t-Test: p=0.023)

Theoretische Bachelorarbeit / Literaturarbeit

Charakteristika des Ergebnisteils:

  • Präsentation der Literaturanalyse: Was sagt die Forschung?
  • Systematische Aufbereitung: Gemeinsamkeiten & Unterschiede in der Literatur
  • Kategorisierung: Thematische Gruppierung der Befunde
  • Überblick über Forschungsstand: Konsens & Kontroversen

Beispiel-Struktur (Literaturarbeit zu Homeoffice & Produktivität):

  1. 4.1 Positive Effekte: 8 Studien finden höhere Produktivität (z.B. Müller 2023, Schmidt 2022...)
  2. 4.2 Negative Effekte: 5 Studien finden niedrigere Produktivität (z.B. Weber 2021...)
  3. 4.3 Ambivalente Befunde: 4 Studien finden gemischte Ergebnisse je nach Tätigkeit
  4. 4.4 Moderatoren: Faktoren, die den Effekt beeinflussen (Selbstdisziplin, Aufgabentyp)

Wichtig bei Literaturarbeiten:

  • Sie präsentieren NICHT Ihre Meinung, sondern die Befunde aus der Literatur
  • Belegen Sie JEDE Aussage mit Quellen
  • Strukturieren Sie nach Themen, nicht nach einzelnen Studien
  • Fassen Sie mehrere Studien zusammen ("Die Mehrheit der Studien findet...")

Unterschied Ergebnisteil: Empirisch vs. Theoretisch

Aspekt Empirische Arbeit Literaturarbeit
Datenquelle Eigene Erhebung (Umfrage, Interviews) Bestehende Literatur (Studien, Artikel)
Stichprobe Eigene Stichprobe (n=200 Studierende) Analysierte Studien (17 Studien von 2019-2024)
Statistik Eigene Berechnungen (M, SD, r, t-Test) Berichte aus Studien (ohne eigene Berechnung)
Visualisierung Eigene Tabellen & Grafiken aus Daten Übersichtstabellen zu Studienbefunden
Quellen Minimal (nur für Methoden/Instrumente) Viele Quellen (jeder Befund belegt)

Empirische BA | Theoretische BA | Literaturarbeit

5. Darstellungsformen: Tabellen, Grafiken, Text

Ergebnisse können auf drei Arten präsentiert werden – oft kombiniert:

1. Textuelle Darstellung

Wann verwenden?

  • Einfache, einzelne Befunde
  • Qualitative Ergebnisse (Interviewzitate)
  • Zusammenfassungen

Beispiel:

"Von den 200 befragten Studierenden gaben 150 (75%) an, Instagram täglich zu nutzen. 40 Personen (20%) nutzen die Plattform mehrmals pro Woche, und 10 Personen (5%) seltener als wöchentlich. Das Durchschnittsalter der Befragten betrug 23 Jahre (SD=2.1)."

Regeln für gute textuelle Darstellung:

  • Zahlen immer mit Prozenten UND absoluten Werten angeben
  • Statistische Kennwerte in Klammern: M=4.2 (SD=0.8)
  • Kurze, prägnante Sätze
  • Keine Wiederholungen (nicht Text UND identische Tabelle!)

2. Tabellarische Darstellung

Wann verwenden?

  • Viele Zahlen / statistische Werte
  • Vergleiche zwischen Gruppen
  • Korrelationsmatrizen
  • Deskriptive Statistik (Mittelwerte, SD)

Beispiel: Häufigkeitstabelle

Nutzungshäufigkeit Anzahl (n) Prozent (%)
Täglich 150 75%
Mehrmals pro Woche 40 20%
Seltener 10 5%
Gesamt 200 100%

Tabelle 1: Häufigkeitsverteilung der Instagram-Nutzung (n=200)

Regeln für gute Tabellen:

  • Nummerierung: "Tabelle 1:", "Tabelle 2:", etc.
  • Aussagekräftige Titel: Was zeigt die Tabelle?
  • Klare Spaltenüberschriften
  • Einheiten angeben: (n), (%), (M), (SD)
  • Summenzeile bei Häufigkeiten
  • Im Text erwähnen: "Wie Tabelle 1 zeigt..."

3. Grafische Darstellung

Wann verwenden?

  • Trends & Entwicklungen (Liniendiagramm)
  • Vergleiche zwischen Gruppen (Balkendiagramm)
  • Verteilungen (Histogramm)
  • Anteile (Kreisdiagramm – sparsam verwenden!)
  • Zusammenhänge (Streudiagramm)

Diagrammtypen & Einsatz:

  • Balkendiagramm: Vergleich von Kategorien (z.B. Nutzung nach Geschlecht)
  • Liniendiagramm: Entwicklung über Zeit (z.B. Nutzung 2020-2024)
  • Streudiagramm: Korrelationen (z.B. Nutzung vs. Kaufabsicht)
  • Boxplot: Verteilungen & Ausreißer
  • Kreisdiagramm: NUR für 3-5 Kategorien (sonst unübersichtlich!)

Regeln für gute Diagramme:

  • Nummerierung: "Abbildung 1:", "Abbildung 2:", etc.
  • Aussagekräftige Titel: Was zeigt die Abbildung?
  • Achsenbeschriftung: Was wird auf x/y-Achse dargestellt?
  • Legende: Was bedeuten die Farben/Symbole?
  • Lesbarkeit: Große Schrift, klare Kontraste
  • Im Text erwähnen: "Abbildung 1 zeigt..."

⚠️ Häufiger Fehler: Redundanz

Problem: Dieselben Daten werden im Text, in einer Tabelle UND in einem Diagramm präsentiert!

Regel: Wählen Sie die BESTE Darstellungsform und ergänzen Sie im Text nur die wichtigsten Punkte.

Beispiel - Gut:

  • Tabelle zeigt alle detaillierten Werte
  • Text hebt nur Kernbefund hervor: "Wie Tabelle 1 zeigt, nutzen 75% der Befragten Instagram täglich."

Beispiel - Schlecht:

  • Text listet alle Werte auf (täglich 75%, mehrmals pro Woche 20%...)
  • Tabelle zeigt dieselben Werte
  • Diagramm zeigt dieselben Werte
  • → Dreifache Wiederholung, verschwendeter Platz!

6. Länge & Umfang des Ergebnisteils

Eine häufige Frage: Wie lang sollte der Ergebnisteil sein?

Faustregel für den Umfang

Arbeitstyp Gesamtumfang Ergebnisteil Prozentual
Bachelorarbeit (empirisch) 40-60 Seiten 8-15 Seiten 15-25%
Bachelorarbeit (theoretisch) 40-60 Seiten 10-20 Seiten 20-30%
Masterarbeit (empirisch) 60-80 Seiten 12-20 Seiten 15-25%
Masterarbeit (theoretisch) 60-80 Seiten 15-25 Seiten 20-30%

Einflussfaktoren auf die Länge:

  • Komplexität der Daten: Viele statistische Tests → mehr Seiten
  • Anzahl der Forschungsfragen: 3 Forschungsfragen → mehr Seiten als 1
  • Visualisierungen: Viele Tabellen/Grafiken → mehr Seiten (aber weniger Text)
  • Qualitative vs. quantitative Daten: Interviewzitate brauchen mehr Platz
  • Fachbereich: MINT-Fächer oft kürzer & tabellarischer, Geistes-/Sozialwissenschaften textlastiger

Zu kurz vs. zu lang: Probleme

❌ Zu kurz (unter 5 Seiten)

Symptome:

  • Nur wenige Zahlen genannt
  • Keine Visualisierungen
  • Wichtige Ergebnisse fehlen

Folgen:

  • Arbeit wirkt oberflächlich
  • Diskussion hat keine Basis
  • Note leidet

❌ Zu lang (über 25 Seiten bei BA)

Symptome:

  • Jede Kleinigkeit detailliert beschrieben
  • Zu viele Tabellen
  • Wiederholungen

Folgen:

  • Leser verliert den Überblick
  • Wichtiges geht unter
  • Weniger Platz für Diskussion

✅ Richtige Länge: Quality over Quantity

Fokussieren Sie auf die wesentlichen Befunde:

  • Alle Ergebnisse, die zur Beantwortung der Forschungsfrage beitragen
  • Hauptbefunde ausführlich, Nebenbefunde knapper
  • Balance zwischen Text und Visualisierungen
  • Keine überflüssigen Details

Test: Kann jedes Ergebnis direkt mit der Forschungsfrage in Verbindung gebracht werden? Wenn NEIN → streichen oder in den Anhang!

Seitenzahl Bachelorarbeit

7. Beispiele nach Fachbereich

Wie der Ergebnisteil konkret aussieht, hängt stark vom Fachbereich ab. Hier finden Sie praxisnahe Beispiele:

BWL / Marketing (Quantitative Umfrage)

Forschungsfrage:

"Wie beeinflusst Influencer-Marketing auf Instagram die Kaufabsicht von Studierenden?"

Beispiel-Ergebnisteil (Auszug):

4.1 Stichprobenbeschreibung

An der Online-Umfrage nahmen 200 Studierende deutscher Universitäten teil (n=200). Die Stichprobe bestand zu 60% aus weiblichen (n=120) und zu 40% aus männlichen Teilnehmern (n=80). Das Durchschnittsalter betrug 23 Jahre (SD=2.1, Min=19, Max=29).

4.2 Instagram-Nutzungsverhalten

Die Mehrheit der Befragten (75%, n=150) gab an, Instagram täglich zu nutzen. 20% (n=40) nutzen die Plattform mehrmals pro Woche, 5% (n=10) seltener. Die durchschnittliche Nutzungsdauer beträgt 47 Minuten pro Tag (SD=23.5).

4.3 Kaufabsicht nach Influencer-Kontakt

Die Kaufabsicht nach Kontakt mit Influencer-Content wurde auf einer Skala von 1 (sehr niedrig) bis 5 (sehr hoch) gemessen. Der Mittelwert beträgt M=3.8 (SD=0.9). 68% der Befragten (n=136) gaben eine Kaufabsicht von 4 oder 5 an.

4.4 Zusammenhang zwischen Nutzung und Kaufabsicht

Die Korrelationsanalyse zeigt einen signifikanten positiven Zusammenhang zwischen Instagram-Nutzungsintensität und Kaufabsicht (r=0.67, p<0.001). je häufiger instagram genutzt wird, desto höher ist die kaufabsicht nach influencer-kontakt.

Psychologie (Experimentelle Studie)

Forschungsfrage:

"Hat Musikhören während des Lernens einen Einfluss auf die Gedächtnisleistung?"

Beispiel-Ergebnisteil (Auszug):

4.1 Stichprobe

Am Experiment nahmen 60 Studierende teil (n=60, 30 weiblich, 30 männlich, Durchschnittsalter 22.5 Jahre, SD=1.8). Die Teilnehmer wurden zufällig auf zwei Gruppen aufgeteilt: Experimentalgruppe mit Musik (n=30) und Kontrollgruppe ohne Musik (n=30).

4.2 Gedächtnisleistung im Vergleich

Die Experimentalgruppe (mit Musik) erzielte im Gedächtnistest durchschnittlich 12.4 richtige Antworten (SD=2.1, Range: 8-16). Die Kontrollgruppe (ohne Musik) erzielte durchschnittlich 15.2 richtige Antworten (SD=1.9, Range: 11-18).

4.3 Statistische Prüfung

Der t-Test für unabhängige Stichproben zeigt einen signifikanten Unterschied zwischen den Gruppen (t(58)=5.43, p<0.001, d=1.38). die kontrollgruppe (ohne musik) schnitt signifikant besser ab als experimentalgruppe (mit musik).

Soziale Arbeit (Qualitative Interviews)

Forschungsfrage:

"Welche Herausforderungen erleben alleinerziehende Mütter im Studium?"

Beispiel-Ergebnisteil (Auszug):

4.1 Stichprobe

Es wurden acht leitfadengestützte Interviews mit alleinerziehenden Müttern geführt (n=8, Alter: 24-35 Jahre, 1-2 Kinder). Die Interviewdauer betrug durchschnittlich 45 Minuten (Range: 35-62 Minuten). Alle Interviews wurden transkribiert und mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet.

4.2 Zentrale Herausforderungen

Die Analyse ergab vier Hauptkategorien von Herausforderungen:

Kategorie 1: Zeitmanagement (n=8 Nennungen)
Alle Befragten nannten das Zeitmanagement als größte Herausforderung. Eine Teilnehmerin (TN3) beschreibt: "Zwischen Vorlesungen, Kinderbetreuung und Hausarbeiten bleibt einfach keine Zeit für mich selbst."

Kategorie 2: Finanzielle Belastung (n=7 Nennungen)
Sieben von acht Befragten berichteten von finanziellen Schwierigkeiten. TN5: "Mit BAföG allein komme ich nicht aus. Nebenjobs sind aber kaum möglich mit Kind."

Kategorie 3: Soziale Isolation (n=6 Nennungen)
Sechs Befragte fühlten sich sozial isoliert. TN2: "Während andere abends ausgehen, muss ich nach Hause zum Kind. Das macht einsam."

Literaturwissenschaft / Germanistik (Textanalyse)

Forschungsfrage:

"Welche Darstellung von Weiblichkeit findet sich in den Romanen von Hermann Hesse?"

Beispiel-Ergebnisteil (Auszug):

4.1 Analysierte Werke

Für die Textanalyse wurden drei Romane von Hermann Hesse herangezogen: "Der Steppenwolf" (1927), "Siddhartha" (1922) und "Narziß und Goldmund" (1930). Die Analyse konzentrierte sich auf die Darstellung weiblicher Hauptfiguren und deren Charakterisierung.

4.2 Weiblichkeit als Mysterium

In allen drei Werken werden weibliche Figuren als rätselhaft und schwer zugänglich dargestellt. In "Der Steppenwolf" wird Hermine als "undurchschaubar" (S. 123) und "geheimnisvoll" (S. 145) charakterisiert. In "Siddhartha" erscheint Kamala als "rätselhaft wie eine Lotusblume" (S. 67).

4.3 Dichotomie: Madonna vs. Hure

Die Analyse zeigt eine wiederkehrende Dichotomie zwischen asexuellen, reinen Frauenfiguren und sexualisierten, weltlichen Figuren. In "Narziß und Goldmund" verkörpert Lydia die reine, unberührbare Liebe, während Lene als sinnlich und verführerisch dargestellt wird (S. 89-92).

Medizin (Retrospektive Studie)

Forschungsfrage:

"Welche Komplikationen treten nach laparoskopischer Cholezystektomie auf?"

Beispiel-Ergebnisteil (Auszug):

4.1 Patientenkollektiv

Es wurden Daten von 312 Patienten analysiert, die zwischen Januar 2020 und Dezember 2022 eine laparoskopische Cholezystektomie erhielten (n=312, 198 weiblich, 114 männlich, Durchschnittsalter 56.3 Jahre, SD=14.2).

4.2 Komplikationsrate

Bei 28 Patienten (9.0%) traten postoperative Komplikationen auf. Die häufigsten Komplikationen waren Wundinfektionen (n=12, 3.8%), Galleleckagen (n=8, 2.6%) und intraabdominale Abszesse (n=5, 1.6%). Drei Patienten (1.0%) entwickelten schwerwiegende Komplikationen, die eine Reoperation erforderten.

4.3 Risikofaktoren

Patienten mit Diabetes mellitus wiesen eine signifikant höhere Komplikationsrate auf (15.2% vs. 7.1%, p=0.012). Auch hohes Alter (>70 Jahre) war mit erhöhtem Komplikationsrisiko assoziiert (OR=2.34, 95%-KI: 1.12-4.89, p=0.024).

Informatik (Systemanalyse)

Forschungsfrage:

"Wie effizient ist Algorithmus X im Vergleich zu Algorithmus Y bei der Bildkompression?"

Beispiel-Ergebnisteil (Auszug):

4.1 Testdatensatz

Für den Vergleich wurden 100 Bilder unterschiedlicher Größe verwendet (Durchschnitt: 2.4 MB, Range: 0.8-5.2 MB). Die Tests wurden auf einem System mit Intel i7-12700K (12 Kerne, 3.6 GHz) und 32 GB RAM durchgeführt.

4.2 Kompressionsrate

Algorithmus X erreichte eine durchschnittliche Kompressionsrate von 78.4% (SD=5.2%), während Algorithmus Y 82.1% (SD=4.8%) erreichte. Der Unterschied ist statistisch signifikant (t(99)=3.67, p<0.001).

4.3 Verarbeitungsgeschwindigkeit

Algorithmus X benötigte durchschnittlich 1.23 Sekunden pro Bild (SD=0.34), Algorithmus Y 2.87 Sekunden (SD=0.56). Algorithmus X war signifikant schneller (t(99)=18.92, p<0.001).

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8. 10 häufige Fehler im Ergebnisteil

Diese Fehler kosten Punkte – vermeiden Sie sie!

1

Interpretation statt Präsentation

Problem: Ergebnisse werden interpretiert, statt sie nur darzustellen.

Falsch: "75% nutzen Instagram täglich, was zeigt, dass Instagram sehr wichtig für die Generation Z ist."

Richtig: "75% der Befragten nutzen Instagram täglich." (Interpretation gehört in die Diskussion!)

2

Fehlende Visualisierungen

Problem: Komplexe Daten werden nur im Text präsentiert, ohne Tabellen/Grafiken.

Folge: Ergebnisse sind schwer nachvollziehbar, Arbeit wirkt unprofessionell.

Lösung: Nutzen Sie Tabellen für statistische Werte, Diagramme für Vergleiche!

3

Zu viele Details

Problem: Jede Kleinigkeit wird detailliert beschrieben, auch unwichtige Nebenbefunde.

Beispiel: 10 Seiten über demografische Details der Stichprobe, obwohl diese kaum relevant sind.

Lösung: Fokus auf Hauptbefunde! Nebensächliches kann in den Anhang.

4

Zu wenig Details

Problem: Wichtige statistische Werte fehlen (SD, p-Werte, Effektstärken).

Falsch: "Es gab einen Unterschied zwischen den Gruppen."

Richtig: "Gruppe A: M=12.4 (SD=2.1), Gruppe B: M=15.2 (SD=1.9), t(58)=5.43, p<0.001, d=1.38"

5

Keine Strukturierung

Problem: Ergebnisse werden chaotisch präsentiert, ohne klare Gliederung.

Folge: Leser verliert den Überblick, Zusammenhänge bleiben unklar.

Lösung: Gliedern Sie nach Forschungsfragen oder Themenbereichen mit klaren Überschriften!

6

Redundanz: Text + Tabelle + Diagramm

Problem: Dieselben Daten werden dreifach präsentiert (Text, Tabelle UND Diagramm).

Lösung: Wählen Sie die BESTE Darstellungsform und ergänzen Sie im Text nur Kernbefunde!

Beispiel: Tabelle mit allen Werten + Text hebt nur Hauptbefund hervor ("Wie Tabelle 1 zeigt, nutzen 75%...")

7

Wertende Sprache

Problem: Verwendung wertender Adjektive ("überraschend", "interessant", "wichtig").

Falsch: "Interessanterweise nutzen 75% Instagram täglich."

Richtig: "75% der Befragten nutzen Instagram täglich." (Neutral!)

8

Fehlende Beschriftungen

Problem: Tabellen/Diagramme ohne Nummerierung, Titel oder Quellenangabe.

Richtig: Jede Tabelle braucht: "Tabelle 1: Titel" + im Text erwähnen: "Wie Tabelle 1 zeigt..."

Richtig: Jede Abbildung braucht: "Abbildung 1: Titel" + Achsenbeschriftung + Legende

9

Irrelevante Ergebnisse

Problem: Ergebnisse werden präsentiert, die nichts mit der Forschungsfrage zu tun haben.

Test: Fragen Sie sich bei jedem Ergebnis: "Hilft das bei der Beantwortung meiner Forschungsfrage?"

Wenn NEIN: Streichen oder in den Anhang!

10

Keine Stichprobenbeschreibung

Problem: Bei empirischen Arbeiten fehlt die Beschreibung der Stichprobe.

Notwendig: Anzahl (n), Geschlecht, Alter, weitere relevante Merkmale

Beispiel: "n=200, 60% weiblich, Durchschnittsalter 23 Jahre (SD=2.1)"

⚠️ Häufigste Punktabzüge beim Ergebnisteil

  • Interpretation statt Präsentation (bis zu -1.0 Note)
  • Fehlende statistische Werte (SD, p-Werte) (bis zu -0.7 Note)
  • Schlechte Visualisierung / keine Tabellen (bis zu -0.5 Note)
  • Unlogische Struktur (bis zu -0.3 Note)

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9. Checklisten für den perfekten Ergebnisteil

Checkliste 1: Inhaltliche Qualität

✓ Inhalt & Struktur

  • Alle Ergebnisse sind relevant für die Forschungsfrage
  • Klare Gliederung (z.B. nach Forschungsfragen)
  • Stichprobenbeschreibung vorhanden (bei empirischen Arbeiten)
  • Hauptbefunde vollständig präsentiert
  • Nebenbefunde nur kurz erwähnt oder im Anhang
  • Logische Reihenfolge der Ergebnisse
  • Zusammenfassung der Kernbefunde am Ende

Checkliste 2: Darstellung & Visualisierung

✓ Tabellen & Grafiken

  • Komplexe Daten sind visualisiert (Tabellen/Diagramme)
  • Jede Tabelle ist nummeriert (Tabelle 1, Tabelle 2...)
  • Jede Abbildung ist nummeriert (Abbildung 1, Abbildung 2...)
  • Aussagekräftige Titel für Tabellen & Abbildungen
  • Alle Tabellen/Abbildungen werden im Text erwähnt
  • Achsenbeschriftung bei Diagrammen vorhanden
  • Legenden bei Diagrammen vorhanden
  • Keine Redundanz (nicht Text UND Tabelle UND Diagramm für dasselbe)
  • Tabellen/Abbildungen sind lesbar (Schriftgröße, Kontrast)

Checkliste 3: Sprache & Stil

✓ Formulierung

  • Objektive, neutrale Sprache (keine Wertungen!)
  • KEINE Interpretation ("was zeigt, dass...", "dies bestätigt...")
  • KEINE wertenden Adjektive ("interessant", "überraschend", "wichtig")
  • Präzise Formulierungen (nicht "viele", sondern "75%")
  • Statistische Werte vollständig (M, SD, p-Werte, Effektstärken)
  • Zahlen immer mit Prozenten UND absoluten Werten (z.B. "75%, n=150")
  • Fachterminologie korrekt verwendet
  • Vergangenheitsform bei Beschreibung eigener Daten

Checkliste 4: Statistische Korrektheit (bei quantitativen Studien)

✓ Statistik

  • Deskriptive Statistik vollständig (M, SD, Min, Max)
  • Signifikanzniveau angegeben (p-Wert)
  • Effektstärken berichtet (d, r, R²)
  • Freiheitsgrade bei t-Tests angegeben (t(df)=...)
  • Konfidenzintervalle bei relevanten Tests (95%-KI)
  • Korrekte Rundung (2 Dezimalstellen bei p, 1-2 bei M/SD)
  • n (Stichprobengröße) immer angegeben

Checkliste 5: Formale Korrektheit

✓ Format & Layout

  • Überschriften nummeriert (4.1, 4.2, 4.3...)
  • Einheitliche Formatierung von Zahlen
  • Tabellen/Abbildungen gemäß Richtlinien formatiert
  • Seitenzahlen korrekt
  • Quellenangaben bei übernommenen Tabellen/Grafiken
  • Rechtschreibung & Grammatik geprüft
  • Einheitliche Verwendung von Begriffen

Quick-Check: Ist mein Ergebnisteil gut?

✅ 5-Sekunden-Test

Können Sie diese 5 Fragen mit JA beantworten?

  1. Beschreibung statt Interpretation? → Steht im Ergebnisteil NUR, WAS herausgefunden wurde (nicht WAS ES BEDEUTET)?
  2. Vollständig? → Sind alle Ergebnisse zur Beantwortung der Forschungsfrage vorhanden?
  3. Visualisiert? → Sind komplexe Daten durch Tabellen/Grafiken veranschaulicht?
  4. Strukturiert? → Gibt es eine klare, logische Gliederung?
  5. Neutral? → Ist die Sprache objektiv ohne Wertungen?

Wenn Sie alle 5 Fragen mit JA beantworten können → Ihr Ergebnisteil ist auf dem richtigen Weg!

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10. Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die wichtigsten Fragen zum Ergebnisteil – kompakt beantwortet:

Was gehört in den Ergebnisteil?

In den Ergebnisteil gehört die objektive Präsentation Ihrer Forschungsbefunde: Bei empirischen Arbeiten sind das Ihre erhobenen Daten (Umfrage, Interviews, Experimente), bei theoretischen Arbeiten die Erkenntnisse aus der Literaturanalyse. Wichtig: NUR Fakten, keine Interpretationen! Typische Inhalte: Stichprobenbeschreibung, deskriptive Statistik, statistische Tests, Tabellen, Grafiken. Alles muss direkt zur Beantwortung der Forschungsfrage beitragen.

Wie lang sollte der Ergebnisteil sein?

Bei einer Bachelorarbeit (40-60 Seiten) umfasst der Ergebnisteil typischerweise 8-15 Seiten (15-25%) bei empirischen Arbeiten, 10-20 Seiten (20-30%) bei theoretischen Arbeiten. Die genaue Länge hängt ab von: Komplexität der Daten, Anzahl der Forschungsfragen, Umfang der Visualisierungen. Wichtig: Quality over Quantity – lieber fokussiert auf Hauptbefunde als zu viele Nebensächlichkeiten!

Was ist der Unterschied zwischen Ergebnissen und Diskussion?

Ergebnisteil = WAS habe ich herausgefunden? (reine Fakten, objektiv, keine Interpretation)
Diskussion = WAS BEDEUTET das? (Interpretation, Einordnung in Theorie, Bewertung)

Beispiel Ergebnisteil: "75% nutzen Instagram täglich."
Beispiel Diskussion: "Dies bestätigt die Theorie von Müller (2023) und zeigt die Bedeutung von Instagram für die Generation Z."

Darf ich im Ergebnisteil interpretieren?

NEIN! Der Ergebnisteil präsentiert nur Fakten, die Interpretation erfolgt ausschließlich in der Diskussion. Vermeiden Sie Formulierungen wie "was zeigt, dass...", "dies bestätigt...", "überraschenderweise...", "dies deutet darauf hin..." – all das gehört in die Diskussion! Im Ergebnisteil gilt: Zeigen, nicht interpretieren!

Wie präsentiere ich statistische Ergebnisse?

Statistische Ergebnisse brauchen vollständige Angaben: Mittelwert & Standardabweichung: M=4.2 (SD=0.8), t-Test: t(58)=5.43, p<0.001, d=1.38, korrelation: r=0.67, p<0.001, regression: r²=0.45. berichten sie immer: kennwert, freiheitsgrade (bei t-test), p-wert, effektstärke. nutzen tabellen für mehrere werte!

Muss ich Tabellen und Grafiken verwenden?

Bei komplexen oder vielen Zahlen: JA! Tabellen eignen sich für statistische Werte, Häufigkeiten, Vergleiche. Diagramme eignen sich für Trends, Zusammenhänge, Verteilungen. Regel: Visualisierung macht Ergebnisse nachvollziehbar und professionell. Wichtig: Jede Tabelle/Abbildung braucht Nummerierung, Titel und muss im Text erwähnt werden!

Wie strukturiere ich den Ergebnisteil?

Typische Struktur: (1) Kurze Einführung, (2) Stichprobenbeschreibung, (3) Hauptergebnisse (gegliedert nach Forschungsfragen oder Themen), (4) Statistische Tests (wenn relevant), (5) Zusammenfassung der Kernbefunde. Wichtig: Logische Reihenfolge, klare Überschriften (4.1, 4.2, 4.3...), roter Faden erkennbar!

Was ist bei qualitativen Ergebnissen anders?

Bei qualitativen Studien (Interviews, Textanalysen) präsentieren Sie Kategorien/Themen statt Zahlen: Beschreiben Sie gefundene Kategorien aus der Analyse, belegen Sie mit Zitaten aus Interviews/Texten, geben Sie Häufigkeiten an (z.B. "6 von 8 Befragten nannten..."). Wichtig: Auch hier keine Interpretation – nur Darstellung der Kategorien und Originalzitate!

Wie ist der Ergebnisteil bei Literaturarbeiten?

Bei Literaturarbeiten präsentieren Sie die Befunde aus der analysierten Literatur: Was sagen die Studien zu Ihrer Forschungsfrage? Gruppieren Sie nach Themen (nicht nach einzelnen Studien!), zeigen Sie Gemeinsamkeiten & Unterschiede in der Forschung, belegen Sie JEDE Aussage mit Quellen. Beispiel: "Die Mehrheit der Studien (12 von 17) findet einen positiven Effekt (z.B. Müller 2023, Schmidt 2022...)."

Darf ich Literatur im Ergebnisteil zitieren?

Bei empirischen Arbeiten: Minimal! Nur wenn Sie Methoden/Instrumente beschreiben. Bei theoretischen Arbeiten/Literaturarbeiten: JA, zwingend! Da Sie Befunde aus der Literatur präsentieren, müssen Sie alles mit Quellen belegen. Wichtig: Auch bei Literaturarbeiten NUR Befunde präsentieren, nicht interpretieren!

Was tun, wenn Ergebnisse nicht signifikant sind?

Trotzdem berichten! Auch nicht-signifikante Ergebnisse gehören in den Ergebnisteil. Formulierung: "Der Unterschied zwischen den Gruppen war nicht signifikant (t(58)=1.23, p=0.223)." Die Interpretation ("warum nicht signifikant?") gehört dann in die Diskussion. Wichtig: Ehrlich bleiben – nie Ergebnisse verschweigen!

Kann ein Ghostwriter beim Ergebnisteil helfen?

Ja, professionelle Ghostwriter können Sie umfassend unterstützen: bei der statistischen Auswertung Ihrer Daten, professionellen Visualisierung (Tabellen, Grafiken), korrekten Formulierung von Ergebnissen, Strukturierung des Kapitels. Besonders hilfreich bei komplexen statistischen Analysen oder wenn Sie unsicher bei der Darstellung sind. Seriöse Anbieter wie business-and-science.de bieten auch Coaching für einzelne Kapitel an.

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