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Qualitative Auswertungsmethoden

Qualitative Auswertungsmethoden

Qualitative Auswertungsmethoden werden eingesetzt, wenn qualitatives Material für eine Hausarbeit, ein Forschungsprojekt oder einen Bericht ausgewertet werden muss. Dabei kann es sich bei dem qualitativen Material um Transkripte von Interviews, Gegenstände wie Zeichnungen oder Kollagen, Beobachtungsprotokolle oder sonstige qualitative Daten handeln. Mittels der qualitativen Auswertungsmethoden sollen die Inhalte des Materials in dem jeweiligen sozialen Kontext bzw. Bedeutungsfeld interpretiert werden.

Es gibt verschiedene qualitative Auswertungsmethoden. Welche für die Interpretation des Materials gewählt wird, ist abhängig von dem Forschungsinteresse und dem Untersuchungsmaterial. Somit muss von Fall zu Fall entschieden werden, welches Verfahren für die Auswertung am besten geeignet ist. Qualitative Auswertungsmethoden sind unter anderem die Inhaltsanalyse, die Deutungsmusteranalyse, die Diskursanalyse oder die Konversationsanalyse.

Auswahl der qualitativen Auswertungsmethoden

Welche der vielen qualitativen Auswertungsmethoden gewählt wird, ist immer abhängig von der Fragestellung und der Art sowie Fülle des Materials. Jedoch steht fest, dass das Material immer zu erst geordnet, strukturiert und dann so aufgeschlüsselt werden muss, dass man es für eine Analyse nutzen kann. Dabei kann der Vorgang zum Beispiel wie folgt aussehen:

1. Zuerst wird das qualitative Material auf seine Qualität geprüft.
2. Dann müssen die Daten geordnet und strukturiert werden. Hier wird bei umfangreichen Daten wie Interviews mit mehreren Tausend Seiten Text in der Regel eine Datenbank erstellt, in der das Material hinterlegt wird.
3. das Material wird zusammengefasst bzw. klassifiziert, um die Daten leichter wiederzufinden. Hier arbeitet man beispielsweise mit Fallbeschreibungen, in denen eine Kurzzusammenfassung der wichtigsten Daten in Stichworten festgehalten wird.
4. Im nächsten Schritt wird eine Feinanalyse durchgeführt. Da eine Feinanalyse bei großen Datenmengen zu umfangreich wäre, wählt man normalerweise einige exemplarische Fälle für die Analyse aus.
5. Anhand der Feinanalysen werden Kategorien bzw. Variablen bestimmt, die für die weitere Analyse der Daten notwendig sind. Dagegen können die Kategorien auch deduktiv aus dem theoretischen Teil gewonnen werden.
6. Mit Hilfe der Kategorien kann die Kodierung vollzogen werden. Bei diesem Schritt werden den Kategorien Textteile bzw. Materialteile zugeordnet.
7. Mit Hilfe des Kategorienschemas werden nun die einzelnen Daten genauer beschrieben und dargestellt. Damit erreicht man, dass man die einzelnen Datensätze miteinander vergleichen und analysieren kann.
8. Im letzten Schritt findet eine Präsentation und Zusammenfassung der Ergebnisse statt.