Die juristische Wahrheit über Ghostwriting in Deutschland: Rechtliche Grundlagen, aktuelle Urteile, Grauzonen und was Sie unbedingt wissen müssen, bevor Sie einen Ghostwriter beauftragen.
Ja, Ghostwriting ist in Deutschland grundsätzlich LEGAL.
ABER: Die Nutzung der Texte kann illegal sein – insbesondere wenn Sie:
Die Lösung: Ghostwriting-Texte dürfen nur als Mustervorlage oder Orientierungshilfe genutzt werden!
Ghostwriting bezeichnet die Erstellung von Texten im Auftrag einer anderen Person, wobei der tatsächliche Verfasser (der "Ghostwriter") anonym bleibt und in der Öffentlichkeit nicht als Autor genannt wird.
Ghostwriting ist keine moderne Erfindung! Bereits in der Antike ließen sich Platon und Kaiser Augustus ihre Reden schreiben. US-Präsident John F. Kennedy gewann 1957 den Pulitzer-Preis für "Profiles in Courage" – geschrieben von seinem Assistenten Ted Sorensen.
In Literatur, Politik und Wirtschaft ist Ghostwriting seit Jahrhunderten etabliert und gesellschaftlich akzeptiert. Problematisch wird es nur im akademischen Kontext.
Juristisch handelt es sich bei Ghostwriting um einen Dienstleistungsvertrag nach § 611 BGB bzw. einen Werkvertrag nach § 631 BGB:
Fazit: Der Vertragsabschluss selbst ist LEGAL – es handelt sich um eine normale Dienstleistung wie jede andere auch.
Wichtig: Der Ghostwriter bleibt rechtlich immer der Urheber des Textes (§ 7 UrhG). Das Urheberrecht ist in Deutschland nicht übertragbar (§ 29 UrhG).
Was übertragen wird:
Fazit: Die urheberrechtliche Konstruktion ist LEGAL, solange vertraglich korrekt geregelt.
Das Schreiben selbst ist NICHT strafbar. Strafbar werden kann die Nutzung des Textes:
§ 156 StGB – Falsche Versicherung an Eides statt:
Wer eine eidesstattliche Erklärung abgibt, in der er versichert, die Arbeit selbst verfasst zu haben, obwohl dies nicht stimmt, macht sich strafbar.
§ 263 StGB – Betrug:
Wer durch Täuschung (fremde Arbeit als eigene ausgeben) einen unrechtmäßigen Vorteil erlangt (Studienabschluss, damit besserer Job), kann sich wegen Betrugs strafbar machen.
Wichtig: Diese Straftatbestände betreffen den Auftraggeber, nicht den Ghostwriter (siehe unten)!
Aktenzeichen: 11 U 51/08
Datum: 01.09.2009
Kernaussage:
Eine Vereinbarung, in der sich der Urheber (Ghostwriter) verpflichtet, seine Urheberschaft zu verschweigen, und dem Auftraggeber gestattet, die Arbeit als seine eigene zu veröffentlichen, ist nicht zu beanstanden.
Bedeutung: Dieses Grundsatzurteil bestätigt die Legalität von Ghostwriting-Verträgen in Deutschland.
Aktenzeichen: 20 U 116/10
Datum: 08.02.2011
Kernaussage:
Wenn ein Doktorand gegenüber der Hochschule eine eidesstattliche Erklärung abgibt, in der er versichert, die Arbeit ohne fremde Hilfe geschrieben zu haben, kann der Doktortitel aberkannt werden, wenn sich herausstellt, dass die Arbeit von einem Ghostwriter stammt.
Bedeutung: Die Nutzung ghostwriter-erstellter Texte als eigene Prüfungsleistung ist illegal und hat Konsequenzen.
Status: Keine gesetzliche Regelung
Situation:
Es gibt in Deutschland kein Gesetz, das Ghostwriting oder die Vermittlung von Ghostwritern explizit verbietet oder sanktioniert.
Deutsche Hochschulen und die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) streben zwar ein gesetzliches Verbot an, konnten dies aber bisher nicht durchsetzen.
Bedeutung: Ghostwriting bleibt legal, solange keine Täuschung bei Prüfungsleistungen vorliegt.
| Handlung | Status | Erklärung |
|---|---|---|
| Ghostwriter beauftragen | ✓ LEGAL | Vertragsabschluss ist eine normale Dienstleistung |
| Text als Mustervorlage nutzen | ✓ LEGAL | Erlaubt zur Orientierung, zum Lernen, als Strukturhilfe |
| Text umschreiben und eigene Gedanken ergänzen | ✓ LEGAL | Wenn substanzielle eigene Leistung hinzukommt |
| Lektorat/Korrekturlesen nutzen | ✓ LEGAL | Sprachliche Überarbeitung eigener Texte ist erlaubt |
| Coaching/Beratung in Anspruch nehmen | ✓ LEGAL | Fachliche Beratung und Hilfestellung ist erlaubt |
| Text ohne Änderungen als eigene Arbeit einreichen | ⚠️ GRAUZONE | Hochschulrechtlich verboten, strafrechtlich problematisch |
| Eidesstattliche Erklärung unterschreiben ("selbst verfasst") | ✗ ILLEGAL | Strafbar nach § 156 StGB (Freiheitsstrafe bis 3 Jahre) |
| Fremde Arbeit als eigene Prüfungsleistung ausgeben | ✗ ILLEGAL | Betrug nach § 263 StGB (Freiheitsstrafe bis 5 Jahre) |
| Täuschung zur Erlangung akademischer Grade | ✗ ILLEGAL | Führt zu Exmatrikulation, Titelaberkennung, Strafanzeige |
LEGAL wird ILLEGAL, sobald:
→ Dann liegt Täuschungsabsicht vor und es wird strafrechtlich relevant!
Seriöse Ghostwriting-Agenturen formulieren in ihren AGB, dass erstellte Texte ausschließlich als Mustervorlage dienen. Das ist eine rechtliche Absicherung.
Die Realität: Viele Studierende nutzen die Texte dennoch 1:1 als eigene Arbeit – in der Hoffnung, nicht erwischt zu werden.
Das Risiko: Hochschulen werden immer besser darin, Ghostwriting zu erkennen (Plagiatssoftware, KI-Detektoren, Schreibstil-Analysen).
Wichtig: Sie schreiben dann Ihre eigene Arbeit – inspiriert, aber eigenständig!
Konsequenz: Strafbarkeit nach § 156 StGB und/oder § 263 StGB, Exmatrikulation!
Warum schreiben Agenturen "Mustervorlage" in die AGB?
Aus zwei Gründen:
Aber: Diese AGB-Klausel schützt Sie als Kunden NICHT vor strafrechtlichen Konsequenzen, wenn Sie die Arbeit trotzdem einreichen!
§ 156 StGB – Falsche Versicherung an Eides statt:
§ 263 StGB – Betrug:
Hochschulrechtliche Sanktionen:
Wichtig: Der Ghostwriter macht sich in der Regel NICHT strafbar, solange:
ABER: Beihilfe/Anstiftung möglich!
Wenn der Ghostwriter sicher weiß, dass die Arbeit 1:1 als Prüfungsleistung eingereicht wird und dies auch will, kann er sich wegen Beihilfe zum Betrug (§ 263, 27 StGB) strafbar machen.
Deshalb: Seriöse Agenturen formulieren in den AGB, dass Texte nur als Vorlage dienen, und dokumentieren dies vertraglich.
Grundsätzlich: Agenturen handeln legal, solange sie:
Diskussion: Es gibt Bestrebungen, Agenturen zu verbieten, die gezielt akademisches Ghostwriting anbieten. Bislang gibt es aber keine entsprechende Gesetzgebung in Deutschland.
Die rechtliche Situation unterscheidet sich je nach Art der Arbeit. Wir haben für die wichtigsten Arbeitstypen detaillierte Analysen erstellt:
Rechtslage: Ähnlich wie Bachelor-/Masterarbeit, aber:
Rechtslage: Kritisch!
Rechtslage: Sehr kritisch!
Rechtslage: Höchstes Risiko!
Sie benötigen Hilfe bei Ihrer wissenschaftlichen Arbeit? Wir bieten verschiedene Services – alle transparent, seriös und rechtlich abgesichert:
Was wir bieten:
Preis: Ab 50€/Seite, je nach Fachbereich
Was erlaubt ist:
Preis: 200-600€ für Bachelorarbeit
Was wir anbieten:
Preis: 500-1.500€ je nach Umfang
Was wir anbieten:
Preis: 300-800€
Was wir anbieten:
Preis: 200-500€
Wir raten ausdrücklich davon ab, Ghostwriting-Texte als eigene Prüfungsleistung einzureichen. Die folgenden Tipps dienen dazu, Ghostwriting legal als Lernhilfe zu nutzen.
Nutzen Sie den Text ausschließlich als Mustervorlage:
Dann: Ihre eigene Arbeit schreiben!
Wenn Sie Teile übernehmen:
Kritisch: Bei den meisten Abschlussarbeiten Pflicht!
Wenn Sie eine eidesstattliche Erklärung unterschreiben müssen, dürfen Sie KEINEN ghostwriter-erstellten Text verwenden – auch nicht teilweise.
Alternative: Nur Lektorat/Coaching nutzen
Ehrlichkeit zahlt sich aus:
Fragen Sie Ihren Betreuer: "Darf ich eine Musterarbeit zur Orientierung nutzen?"
Die meisten Dozenten sagen: "Ja, aber schreiben Sie Ihre eigene Arbeit!"
Achten Sie auf:
Sichern Sie sich ab:
→ Bei Plagiatsvorwurf können Sie Eigenleistung nachweisen
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