Was Studierende der FOM Hochschule für Oekonomie & Management vor der Bachelorarbeit wissen müssen: Umfang, Bearbeitungsfrist, studiengangabhängige Zitierweise, Kolloquium und Abgabe an den Studienzentren – vollständig erklärt.
| Merkmal | FOM-Vorgabe |
|---|---|
| Umfang | 60–80 Seiten (ohne Anhang, Verzeichnisse) |
| Bearbeitungszeit | 3 Monate ab Anmeldung |
| Zitierweise | APA 7 (Standard), Chicago/Footnote (Jura & Geisteswiss.), IEEE (Technik) |
| Plagiatsprüfung | Intern durch FOM – kein Turnitin-Upload durch Studierende |
| Kolloquium | Pflicht, ca. 30–45 Minuten, meist am Studienzentrum |
| Abgabe | Digital (PDF) + gebundene Exemplare je nach Studienzentrum |
| Sprache | Deutsch (englischsprachige Studiengänge: Englisch) |
Die FOM Hochschule für Oekonomie & Management ist mit über 50.000 Studierenden eine der größten privaten Hochschulen Deutschlands. Das Besondere: Das gesamte Studienmodell ist auf Berufstätige ausgelegt – Vorlesungen finden abends und am Wochenende an mehr als 30 Studienzentren in Deutschland, Österreich und China statt.
Anders als volldigitale Fernhochschulen wie die IU setzt die FOM auf einen Präsenz-Blended-Learning-Ansatz: Studierende besuchen regelmäßig ihr Studienzentrum und haben damit direkten Kontakt zu Lehrenden und Kommilitonen. Das beeinflusst auch die Betreuungssituation bei der Bachelorarbeit – Betreuer sind physisch erreichbar, Sprechstunden finden vor Ort statt.
30+ Standorte in Deutschland, Österreich und China. Abgabe und Kolloquium erfolgen am zugehörigen Studienzentrum.
Staatlich anerkannt und systemakkreditiert. FOM-Abschlüsse sind im deutschen Hochschulsystem gleichgestellt.
BWL, Wirtschaftspsychologie, Informatik, Gesundheitsmanagement, Jura und Ingenieurwissenschaften.
Vorlesungen abends (18–21 Uhr) und samstags. Vollständig berufsbegleitend konzipiert, ohne Urlaubsansprüche zu verbrauchen.
„An der FOM sitzt der Betreuer nicht hinter einem Portal, sondern zwei Stockwerke über dem Hörsaal – das ändert die Dynamik der Betreuung grundlegend."
Die FOM gibt im hochschulweiten Leitfaden für wissenschaftliche Arbeiten verbindliche Formatvorgaben vor. Einzelne Studienzentren und Fachbereiche können davon geringfügig abweichen – im Zweifel gilt immer der aktuelle Leitfaden, den das jeweilige Prüfungsamt herausgibt.
| Kriterium | Vorgabe FOM | Hinweis |
|---|---|---|
| Seitenumfang | 60–80 Seiten | Ohne Deckblatt, Verzeichnisse, Anhang und eidesstattliche Erklärung |
| Bearbeitungszeit | 3 Monate | Ab offizieller Anmeldung beim Prüfungsamt |
| Schriftart & -größe | Arial oder Times New Roman, 12 pt | Fußnoten 10 pt, Überschriften nach Hierarchie |
| Zeilenabstand | 1,5-fach | Fußnoten und Quellenverzeichnis einfacher Abstand |
| Seitenränder | Links 4 cm, rechts 2 cm, oben/unten je 2,5 cm | Bindungsrand links |
| Abgabe | Digital (PDF via Hochschulportal) + 2 gebundene Exemplare | Abgabe am Studienzentrum – Fristen beachten |
| Sprache | Deutsch (englischsprachige Studiengänge: Englisch) | Fremdsprachige Arbeiten bedürfen Genehmigung |
| Kolloquium | Pflichtbestandteil, 30–45 Minuten | Fließt in die Gesamtnote ein (Gewichtung studiengangsabhängig) |
Das Deckblatt der FOM-Bachelorarbeit muss enthalten: Hochschullogo, Titel der Arbeit, Name und Matrikelnummer, Studiengang, Betreuer, Datum der Abgabe sowie das Studienzentrum. Fehlen diese Angaben, kann die Abgabe abgelehnt werden.
Bei der FOM zählen zum Pflichtumfang von 60–80 Seiten ausschließlich der Textteil (Einleitung bis Fazit). Nicht mitgerechnet werden: Deckblatt, Inhaltsverzeichnis, Abbildungs- und Tabellenverzeichnis, Abkürzungsverzeichnis, Literaturverzeichnis, Anhang und die eidesstattliche Erklärung. Ein umfangreicher Anhang verlängert die Arbeit optisch, verbessert die Note jedoch nicht automatisch.
Die FOM schreibt keine einheitliche Zitierweise für alle Studiengänge vor. Welches System verwendet wird, hängt vom Fachbereich ab. Das ist einer der wichtigsten Unterschiede gegenüber Hochschulen wie der IU, die hochschulweit Harvard vorschreibt.
Für: BWL, Wirtschaftspsychologie, Gesundheitsmanagement, Sozialwissenschaften
Autor-Jahr-System im Fließtext: (Müller, 2023, S. 45). Quellenverzeichnis alphabetisch nach Erstautor.
Für: Jura, Geisteswissenschaften, historisch orientierte Studiengänge
Zitation in Fußnoten, Vollbeleg beim ersten Nachweis, Kurzbeleg bei Wiederholung.
Für: Informatik, Wirtschaftsingenieurwesen, technische Studiengänge
Nummerierungssystem: [1] im Text, Quellen nummeriert am Ende in Reihenfolge des Auftretens.
Die FOM aktualisiert ihren Leitfaden für wissenschaftliche Arbeiten regelmäßig. Die verbindliche Version ist ausschließlich die, die das eigene Studienzentrum zum Zeitpunkt der Anmeldung zur Verfügung stellt. Ältere Versionen aus dem Internet oder von Kommilitonen können veraltete Vorgaben enthalten.
APA 7 ist das am häufigsten genutzte System an der FOM. Die wichtigsten Zitationsformen im Überblick:
Im Text: (Müller, 2022, S. 34) | Literaturverzeichnis: Müller, K. (2022). Strategisches Management (3. Aufl.). Springer Gabler.
Im Text: (Schmidt & Weber, 2021, S. 112) | Literaturverzeichnis: Schmidt, A., & Weber, B. (2021). Digitale Transformation im Mittelstand. Zeitschrift für Betriebswirtschaft, 91(3), 105–128. https://doi.org/10.xxxx
Im Text: (Statistisches Bundesamt, 2023) | Literaturverzeichnis: Statistisches Bundesamt. (2023). Bruttoinlandsprodukt 2022. https://www.destatis.de/...
APA 7 und Harvard ähneln sich im Autor-Jahr-Prinzip, unterscheiden sich aber in Details: APA 7 schreibt bei mehreren Autoren ab drei Personen „et al." bereits ab dem ersten Nachweis vor. Harvard-Varianten handhaben dies unterschiedlich. Im Literaturverzeichnis steht bei APA der Erscheinungsort nicht mehr – bei älteren Harvard-Varianten schon. Im Zweifel gilt: FOM-Leitfaden vor APA-Handbuch.
Anders als die IU Internationale Hochschule, die eine Turnitin-Einreichung durch die Studierenden selbst verlangt, führt die FOM die Plagiatsprüfung intern durch. Studierende laden ihre Arbeit über das Hochschulportal hoch – die Prüfung erfolgt danach durch die FOM, ohne dass ein Ähnlichkeitswert aktiv kommuniziert wird.
Die FOM setzt softwaregestützte Plagiatserkennung ein. Welche Software konkret verwendet wird, ist nicht öffentlich kommuniziert. Die Prüfung findet nach der Einreichung statt – Studierende erhalten kein eigenes Ergebnis.
Wer sauber zitiert und alle Quellen vollständig im Literaturverzeichnis ausweist, hat kein Plagiatsproblem – unabhängig davon, ob Turnitin oder ein anderes System eingesetzt wird. Die Grundregeln des wissenschaftlichen Arbeitens gelten universell.
Wer seine Arbeit vor der Abgabe eigenständig prüfen möchte, kann kostenlose oder kostengünstige Plagiatsprüf-Tools nutzen (z.B. PlagScan, Unicheck oder die Bibliotheksangebote mancher Hochschulen). Das gibt Sicherheit, dass keine unbeabsichtigten Übernahmen aus dem Internet vorhanden sind – auch wenn die FOM keinen Eigenzugang zu ihrem System bietet.
Die FOM hat wie alle deutschen Hochschulen auf den Einsatz von KI-Tools wie ChatGPT reagiert. In der eidesstattlichen Erklärung wird bestätigt, dass die Arbeit eigenständig verfasst wurde. Wer KI-Tools zur Unterstützung nutzt, sollte die aktuellen Vorgaben seines Studienzentrums kennen – diese entwickeln sich schnell weiter und variieren zwischen Standorten und Fachbereichen.
Das Kolloquium ist ein entscheidender Unterschied der FOM-Bachelorarbeit zu volldigitalen Fernhochschulen: Es ist Pflichtbestandteil der Prüfungsleistung und fließt in die Abschlussnote ein. Wer seine Arbeit gut kennt und strukturiert präsentieren kann, verbessert hier seine Note – wer unvorbereitet erscheint, riskiert das Gegenteil.
| Element | Details |
|---|---|
| Dauer | 30–45 Minuten (ca. 15 Min. Präsentation + 15–30 Min. Fachgespräch) |
| Ort | Studienzentrum (persönlich oder hybrid – je nach Regelung des Standorts) |
| Prüfer | Erstbetreuer + ggf. Zweitprüfer |
| Gewichtung | Studiengangsabhängig, typisch 30–40 % der Gesamtnote |
| Hilfsmittel | PowerPoint-Präsentation erlaubt und empfohlen |
| Termin | Wird nach Abgabe und Bewertung der schriftlichen Arbeit vereinbart |
Das Kolloquium ist kein Verhör, sondern ein akademisches Fachgespräch. Typische Fragen drehen sich um:
BWL-Studierende zitieren mit Fußnoten wie in Jura-Arbeiten – oder umgekehrt. Der FOM-Leitfaden gilt fachbereichsspezifisch, nicht hochschulweit einheitlich.
Viele Studierende investieren alle Energie in die schriftliche Arbeit und vernachlässigen die Vorbereitung des Kolloquiums – das mit bis zu 40 % in die Note einfließt.
60–80 Seiten gilt für den reinen Textteil. Wer Deckblatt, Verzeichnisse und Anhang mitzählt, kommt auf scheinbar mehr Seiten – und unterschreitet den Richtwert tatsächlich.
Fällt der Erstbetreuer aus oder ist nicht erreichbar, muss frühzeitig ein Wechsel beantragt werden. Viele Studierende zögern zu lang und verlieren wertvolle Bearbeitungszeit.
Die FOM fordert in der Regel 2 gebundene Druckexemplare. Druckdienstleister benötigen 3–5 Werktage – wer das erst am letzten Tag einplant, riskiert Fristverlust.
Die FOM aktualisiert den wissenschaftlichen Leitfaden. Wer mit einer älteren Version arbeitet, kann abweichende Formvorgaben einhalten – und trotzdem formal scheitern.
Die FOM gewährt 3 Monate Bearbeitungszeit – mehr als viele Präsenzhochschulen, aber deutlich anspruchsvoller als für Vollzeitstudierende. Wer 40 Stunden pro Woche arbeitet und abends Vorlesungen hat, muss die verbleibende Zeit strategisch einsetzen. Hinzu kommt die Kolloquiumsvorbereitung, die separat eingeplant werden muss.
Thema endgültig festlegen, Betreuer kontaktieren und Exposé einreichen. Erste Literaturrecherche starten, Gliederung skizzieren. FOM-Leitfaden aktuelle Version herunterladen und Formatvorlage einrichten.
Systematische Literaturrecherche in Datenbanken (EBSCO, JSTOR, Google Scholar). Theoretischen Rahmen ausarbeiten. Betreuer-Feedback zu Gliederung einholen – gerade an der FOM ist dieser Austausch vor Ort effizienter als per E-Mail.
Methodik durchführen, Daten erheben oder auswerten. Bei empirischen Arbeiten: Datenerhebung muss bis spätestens Woche 7 abgeschlossen sein, um genug Zeit für Auswertung zu haben. Ergebnisse strukturieren und in Text überführen.
Diskussion und Fazit schreiben. Gesamte Arbeit auf formale Vorgaben prüfen: Zitierweise, Seitenränder, Nummerierung. Abbildungsverzeichnis und Literaturverzeichnis finalisieren. Ggf. Lektorat beauftragen.
Druckexemplare spätestens Montag beauftragen (3–5 Werktage Vorlauf!). PDF über Hochschulportal einreichen. Gebundene Exemplare am Studienzentrum abgeben. Alle Fristen schriftlich dokumentieren.
Sobald der Kolloquiumstermin feststeht (typisch 4–6 Wochen nach Abgabe), Präsentation ausarbeiten. Eigene Arbeit erneut vollständig lesen. Kritische Fragen antizipieren und Antworten vorbereiten.
An der FOM sind Betreuer real erreichbar – nutzen Sie das. Ein 30-minütiges Gespräch am Studienzentrum spart häufig wochenlange Umwege, die entstehen, wenn die Richtung der Arbeit falsch eingeschlagen wird.
Der Richtwert der FOM liegt bei 60–80 Seiten für den reinen Textteil (Einleitung bis Fazit). Nicht mitgezählt werden Deckblatt, Inhaltsverzeichnis, alle Verzeichnisse, Anhang und eidesstattliche Erklärung. Einige Studiengänge oder Betreuer tolerieren geringfügige Abweichungen – maßgeblich ist der aktuelle Leitfaden des eigenen Studienzentrums.
Nein. Anders als an der IU müssen FOM-Studierende ihre Arbeit nicht selbst in Turnitin einreichen. Die Plagiatsprüfung führt die FOM intern durch, nachdem die Arbeit über das Hochschulportal hochgeladen wurde. Studierende erhalten kein eigenes Ähnlichkeitsdokument.
Die FOM schreibt keine hochschulweit einheitliche Zitierweise vor. APA 7 gilt für die meisten wirtschaftswissenschaftlichen und sozialwissenschaftlichen Studiengänge. Jura und Geisteswissenschaften nutzen meist Chicago/Fußnotenstil, technische Studiengänge IEEE. Der verbindliche FOM-Leitfaden des eigenen Studiengangs gibt Auskunft.
Das Kolloquium ist eine mündliche Prüfung zur Bachelorarbeit, die nach der Bewertung der schriftlichen Arbeit stattfindet. Es dauert 30–45 Minuten und besteht aus einer kurzen Präsentation (ca. 15 Minuten) und einem Fachgespräch mit dem Betreuer. Die Vorbereitung sollte die vollständige Lektüre der eigenen Arbeit, kritische Selbstreflexion der Methodik und Ergebnisse sowie eine strukturierte PowerPoint-Präsentation umfassen.
Ja, in englischsprachigen Studiengängen ist Englisch die Standardsprache. In deutschsprachigen Studiengängen ist eine englische Arbeit grundsätzlich möglich, bedarf aber der ausdrücklichen Genehmigung durch den Betreuer und das Prüfungsamt. Der Antrag sollte frühzeitig vor der Anmeldung gestellt werden.
Wer Orientierung bei Aufbau, Gliederung oder formalen Anforderungen sucht, kann Unterstützung bei einer Vorlage für eine Bachelorarbeit erhalten – unverbindlich anfragbar.
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