Sie haben sich entschieden, eine Mustervorlage erstellen zu lassen – und fragen sich jetzt: Was muss ich eigentlich liefern? Dieser Ratgeber sortiert alle Unterlagen nach Priorität und erklärt, warum jedes Dokument zählt.
Bevor wir ins Detail gehen, eine Grundregel: Ihr Ghostwriter ist ein Fachexperte, aber er sitzt nicht in Ihrem Seminar, kennt nicht die Eigenheiten Ihres Betreuers und hat Ihr Exposé-Gespräch nicht miterlebt. Alles, was er über Ihre spezifische Situation weiß, weiß er von Ihnen.
Das bedeutet: Jedes Dokument, das Sie mitschicken, reduziert die Wahrscheinlichkeit von Missverständnissen und erhöht die Chance, dass das Ergebnis auf Anhieb Ihren Erwartungen entspricht. Ein vollständiges Set an Unterlagen spart beiden Seiten Zeit, Revisionsrunden und Nerven.
Im Folgenden sortieren wir alle relevanten Unterlagen in drei Kategorien: Pflicht (ohne geht es wirklich nicht), Sehr hilfreich (macht einen spürbaren Qualitätsunterschied) und Optional (das Sahnehäubchen).
Diese Informationen sind das absolute Minimum. Ohne sie kann kein Ghostwriter seriös arbeiten – egal ob Agentur oder Freelancer.
Das Herzstück jeder wissenschaftlichen Arbeit. Je konkreter, desto besser. Falls Ihr Thema noch nicht endgültig feststeht, teilen Sie zumindest den thematischen Rahmen mit und markieren Sie offene Punkte.
Noch kein Thema? Kein Problem. Wir unterstützen auch bei der Themenfindung und Exposé-Erstellung – das kann ein eigenständiger erster Schritt sein.
Das Stylesheet, der Leitfaden oder die „Hinweise zum wissenschaftlichen Arbeiten" Ihres Fachbereichs. Dieses Dokument regelt alles, was formal zählt: Zitierstil, Schriftart, Zeilenabstand, Seitenränder, Aufbau der Arbeit, Umgang mit Verzeichnissen.
Warum das so wichtig ist: Eine inhaltlich brillante Arbeit, die im falschen Zitierstil verfasst ist, führt zu unnötigen Abzügen oder kompletter Überarbeitung. Formfehler sind der häufigste Grund für vermeidbare Revisionen.
Wo Sie es finden: Fast immer auf der Website Ihres Fachbereichs unter „Abschlussarbeiten", „Hinweise" oder „Downloads". Falls nicht auffindbar: Fragen Sie im Prüfungsamt oder bei Kommilitonen.
Wie viele Seiten oder Wörter sind gefordert? Zählen Verzeichnisse und Anhänge mit? Wann müssen Sie die Arbeit an Ihrer Uni abgeben – und wann brauchen Sie die Mustervorlage, damit genug Puffer für Revisionen bleibt?
Hausarbeit, Bachelorarbeit, Masterarbeit oder Dissertation? BWL, Jura, Psychologie, Medizin oder Ingenieurwesen? Der Arbeitstyp bestimmt den wissenschaftlichen Anspruch, das Fachgebiet die Autorenauswahl. Beides muss von Anfang an klar sein.
Streng genommen kann ein guter Ghostwriter auch ohne diese Unterlagen arbeiten. Aber mit ihnen steigt die Wahrscheinlichkeit massiv, dass das Ergebnis beim ersten Anlauf Ihren Erwartungen – und denen Ihres Betreuers – entspricht.
Eine mit dem Betreuer abgestimmte Gliederung ist der beste Schutz gegen strukturelle Revisionen. Sie gibt dem Autor einen verbindlichen Rahmen und verhindert, dass der Betreuer später den gesamten Aufbau infrage stellt.
Falls ein Exposé existiert – erst recht mitschicken. Das Exposé enthält oft die Fragestellung, den theoretischen Rahmen, die Methodik und eine vorläufige Literaturliste – alles Informationen, die der Autor braucht.
Tipp: Wenn Sie noch keine Gliederung haben, kann die Gliederungserstellung als erste Teilleistung beauftragt werden. So stimmen Sie das Ergebnis zuerst ab, bevor die eigentliche Textarbeit beginnt.
Haben Sie bestimmte Autoren, Theorien oder Werke empfohlen? Gibt es eine Leseliste aus dem Seminar? Gibt es Pflichtliteratur, die zwingend berücksichtigt werden muss?
Diese Informationen sind Gold wert: Sie stellen sicher, dass der Autor die richtige Literatur einbezieht – und nicht an den Erwartungen vorbeischreibt. Wenn Sie ausdrücklich „Bezug auf Porters Five Forces" erwarten, werden Sie nicht zufrieden sein, wenn die Arbeit stattdessen auf Blue-Ocean-Strategy aufbaut.
Was zählt: Seminar-Leselisten, Betreuer-Empfehlungen, bereits recherchierte Quellen, zentrale Standardwerke Ihres Fachgebiets. Auch eigene Recherche-Ergebnisse helfen – selbst wenn sie unvollständig sind.
Empirisch oder theoretisch? Quantitativ oder qualitativ? Literaturarbeit, Fallstudie oder Inhaltsanalyse? Welche Auswertungsmethode – SPSS, R, qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring?
Falls die Methodik noch nicht feststeht: Teilen Sie mit, welche Optionen Sie in Betracht zieht. Falls bereits Daten vorliegen (Fragebogenergebnisse, Interviewtranskripte, Datensätze), liefern Sie diese mit. Bei statistischen Auswertungen sind die Rohdaten unverzichtbar.
Viele Fachbereiche veröffentlichen Bewertungsraster: 30 % Methodik, 25 % Theorie, 25 % Analyse, 20 % Formales – oder eine völlig andere Gewichtung. Diese Information bestimmt, worauf der Autor den Schwerpunkt legen sollte.
Auch informelle Hinweise zählen: „Mein Betreuer legt besonderen Wert auf die kritische Diskussion" oder „Die Handlungsempfehlungen sollten sehr konkret sein" – solche Informationen stehen in keinem Stylesheet, machen aber den Unterschied zwischen einer guten und einer sehr guten Note.
Diese Unterlagen sind nicht notwendig, geben dem Autor aber zusätzlichen Kontext und können das Ergebnis spürbar verbessern.
Kommentare zum Exposé, Anmerkungen zu einer früheren Version, E-Mails mit Empfehlungen. Oft stecken hier mehr verwertbare Informationen als im gesamten Stylesheet.
Begonnene Kapitel, Notizen, Mind-Maps, Stichwortsammlungen. Auch wenn unfertig – sie zeigen dem Autor, wie weit Sie sind, in welche Richtung Sie denken und welchen Ton Sie anschlagen.
Falls Sie eine gut bewertete Hausarbeit im selben Fachgebiet haben, kann sie dem Autor als Stilreferenz dienen – besonders wenn Ihr Betreuer der gleiche ist.
Rohdaten, Fragebögen, Interviewleitfäden, Transkripte. Wenn die statistische Auswertung oder qualitative Analyse Teil des Auftrags ist, sind diese Unterlagen sogar Pflicht.
Folien, Skripte oder Handouts aus dem Seminar, in dem die Arbeit geschrieben wird. Zeigen dem Autor, welche Inhalte im Kurs behandelt wurden und welche Schwerpunkte der Dozent setzt.
Falls Ihr Fachbereich Musterarbeiten oder Beispiele früherer Abschlussarbeiten veröffentlicht – mitschicken. Sie geben dem Autor einen konkreten Eindruck davon, was an Ihrem Fachbereich erwartet wird.
Nicht jede Unterlage ist für jeden Arbeitstyp gleich relevant. Hier eine Orientierung:
Vieles haben Sie bereits – Sie müssen es nur zusammensuchen. Hier eine Übersicht, wo Sie die wichtigsten Dokumente finden:
Website Ihres Fachbereichs → „Studium" oder „Abschlussarbeiten" → „Downloads" oder „Hinweise zum wissenschaftlichen Arbeiten". Alternativ: Prüfungsamt, Fachschaft, Kommilitonen.
Falls mit dem Betreuer besprochen: Ihre eigenen Unterlagen. Falls noch nicht vorhanden: Kann als Teilleistung beauftragt werden.
Seminarunterlagen, Vorlesungsfolien, Betreuer-E-Mails, Literaturverzeichnisse verwandter Arbeiten. Auch die Literaturrecherche kann als eigenständiger Service beauftragt werden.
Fachbereichs-Website → „Prüfungsordnung" oder „Bewertungskriterien". Manche Betreuer teilen Bewertungsraster auf Nachfrage mit. Fragen Sie direkt – es ist Ihr gutes Recht.
Uni-Bibliothek (physisch oder digital), Fachbereichs-Datenbanken, Betreuer (fragen Sie nach Arbeiten früherer Studierender, die als Orientierung dienen können).
„In meinem Exposé steht mein Name, meine Matrikelnummer und der Name meines Betreuers. Kann ich das trotzdem mitschicken?"
Ja, können Sie. Bei uns werden personenbezogene Informationen herausgefiltert, bevor das Briefing den Autor erreicht. Unser Auftragsnummer-System stellt sicher, dass der Autor weder Ihren Namen noch Ihre Universität erfährt.
Was Sie selbst tun können, wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen:
Schwärzen: Entfernen Sie Name, Matrikelnummer und Betreuer-Namen aus PDF-Dokumenten, bevor Sie sie hochladen.
Neutrale E-Mail: Verwenden Sie eine E-Mail-Adresse, die nicht Ihren Klarnamen enthält (z. B. eine Gmail-Adresse statt [email protected]).
Zusammenfassen statt kopieren: Statt die komplette Betreuer-E-Mail weiterzuleiten, fassen Sie die relevanten Punkte in eigenen Worten zusammen.
Gehen Sie diese Liste durch, bevor Sie Ihre Anfrage absenden. Grün = Pflicht, Orange = sehr hilfreich, Blau = optional.
Vom Briefing über die Zusammenarbeit bis zur fertigen Mustervorlage – unsere Ratgeber begleiten Sie durch den gesamten Prozess. Und unsere erfahrenen Ghostwriter setzen Ihr Projekt diskret und professionell um.
Dann starten wir bei Null – und das ist häufiger, als Sie denken. Viele Kunden kommen zu uns, bevor Thema und Gliederung feststehen. In diesem Fall beginnen wir mit der Themenfindung und Exposé-Erstellung als ersten Schritt. Die Unterlagen für die eigentliche Arbeit ergeben sich dann im Prozess.
Ja, das ist jederzeit möglich. Je früher, desto besser – aber auch während der Bearbeitung können Sie Materialien nachliefern. Teilen Sie Ihrem Projektmanager einfach mit, dass noch etwas kommt, damit der Autor das einplanen kann.
PDF, Word, PowerPoint – alles funktioniert. Auch Fotos von handschriftlichen Notizen oder Screenshots von Betreuer-E-Mails sind willkommen. Es gibt keine formalen Anforderungen an Ihre Unterlagen – Hauptsache, die Informationen sind lesbar und vollständig.
Schreiben Sie ein Gesprächsprotokoll aus dem Gedächtnis. Es muss nicht perfekt sein – Stichpunkte reichen. Notieren Sie alles, was Ihr Betreuer zu Thema, Methodik, Struktur und Erwartungen gesagt hat. Gerade diese informellen Hinweise sind oft wertvoller als jedes offizielle Dokument.
Kommt vor – Betreuer ändern ihre Meinung, neue Literatur erscheint, das Forschungsdesign muss angepasst werden. Kleinere Anpassungen sind jederzeit möglich. Größere Änderungen (z. B. Wechsel der Methodik) können Mehrkosten und Verzögerungen verursachen. Details dazu finden Sie in unserem Ratgeber zum perfekten Briefing.
Ihre Originaldateien verbleiben immer bei Ihnen – Sie schicken uns Kopien. Nach Abschluss des Auftrags werden Ihre Unterlagen aus unseren Systemen gelöscht. Da wir keine personenbezogenen Daten erfassen, gibt es auch nach Projektende nichts, was auf Sie zurückführbar wäre.
Schicken Sie uns, was Sie haben – auch wenn noch nicht alles vollständig ist. Unser Projektmanagement hilft Ihnen, die Lücken zu füllen.
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