Die BCG-Matrix in der Masterarbeit & Bachelorarbeit

Portfolio-Analyse mit Zahlen statt Bauchgefühl: So berechnen Sie relativen Marktanteil und Marktwachstum aus realen Daten, stellen die BCG-Matrix im Ergebnisteil korrekt dar und leiten wissenschaftlich fundierte Handlungsempfehlungen ab. Erarbeitet von Wirtschaftswissenschaftlern mit Erfahrung in quantitativer Portfolio-Analyse, Marktdatenrecherche und strategischem Management.

Berechnung & Formeln
Datenquellen
Grafische Darstellung
Handlungsempfehlungen
Kritische Würdigung

„Produkt A ist ein Star" ohne Angabe von relativem Marktanteil und Marktwachstum, absoluten statt relativen Marktanteil auf der x-Achse aufgetragen, Trennlinie bei 10% Marktwachstum ohne Begründung aus den 1970er-Jahren übernommen, BCG als Vier-Felder-Tabelle statt als Blasendiagramm mit Achsenpositionierung – vier Fehler, die die BCG-Matrix in einer wissenschaftlichen Arbeit entwerten. Wer bei Business And Science eine Mustervorlage beauftragt, erhält eine Portfolio-Analyse, in der der relative Marktanteil korrekt berechnet (eigener MA ÷ MA des größten Wettbewerbers), das Marktwachstum aus Branchenreports belegt, die Trennlinien mit dem Branchendurchschnitt begründet und jede Geschäftseinheit als Blase im Koordinatensystem positioniert ist. Unsere Ghostwriting-Agentur beschäftigt Wirtschaftswissenschaftler, die Marktdaten nicht schätzen, sondern aus Euromonitor, Statista und Geschäftsberichten berechnen.

1. BCG-Matrix: Grundlagen & wissenschaftliche Einordnung

Die BCG-Matrix wurde Anfang der 1970er von Bruce D. Henderson entwickelt. Das Modell basiert auf zwei Annahmen der Erfahrungskurventheorie:

  1. Hoher Marktanteil → hohe Profitabilität (Skaleneffekte, Erfahrungskurvenvorteile)
  2. Hohes Marktwachstum → hoher Investitionsbedarf (Marketing, Kapazitätsaufbau)

Warum die BCG-Matrix für quantitative Arbeiten geeignet ist

Im Gegensatz zu SWOT oder PESTEL erfordert die BCG-Matrix messbare Daten. Die Ergebnisse sind reproduzierbar und überprüfbar. Gleichzeitig: Eine BCG-Matrix ohne belastbare Marktdaten ist wissenschaftlich wertlos.

Messbare Daten, reproduzierbare Ergebnisse, überprüfbare Berechnung – drei Eigenschaften, die die BCG-Matrix zum quantitativsten aller gängigen BWL-Frameworks machen, und drei Eigenschaften, die gleichzeitig die höchsten Anforderungen an die Datengrundlage stellen. Unsere Autoren recherchieren Marktvolumen aus Euromonitor und Statista, Marktanteile aus Geschäftsberichten und Wettbewerberanalysen, Wachstumsraten aus Branchenreports – und dokumentieren jede Zahl mit Quellenangabe, damit Gutachter die Berechnung nachvollziehen können.

2. Die vier Quadranten der BCG-Matrix

Stars – Hohes Wachstum, hoher MA

Marktführer in Wachstumsmärkten. Hohe Umsätze, hoher Investitionsbedarf. Normstrategie: Investieren. Zukünftige Cash Cows.

Question Marks – Hohes Wachstum, niedriger MA

Attraktive Märkte, schwache Position. Normstrategie: Selektiv investieren oder desinvestieren. Einzelfallentscheidung.

🐄

Cash Cows – Niedriges Wachstum, hoher MA

Marktführer in reifen Märkten. Hohe, stabile Cashflows. Normstrategie: Abschöpfen. Finanzieren Stars und Question Marks.

🐕

Dogs – Niedriges Wachstum, niedriger MA

Schwache Position in stagnierenden Märkten. Normstrategie: Desinvestieren. In Ausnahmefällen: Nischenstrategie.

Stars investieren, Cash Cows abschöpfen, Question Marks selektiv entscheiden, Dogs desinvestieren – vier Normstrategien, die der BCG-Matrix ihre strategische Relevanz geben. Unsere Ghostwriter leiten diese Normstrategien nicht pauschal ab, sondern diskutieren sie im Kontext Ihrer Fallstudie: Ist die Desinvestitionsempfehlung für den Dog sinnvoll, wenn er Sortimentsbreite sichert? Ist die Investition in den Question Mark gerechtfertigt, wenn der Markt zwar wächst, aber die Wettbewerber kapitalkräftiger sind? Die kontextspezifische Diskussion der Normstrategien zeigt dem Gutachter analytische Tiefe.

3. Berechnung: Relativer Marktanteil & Marktwachstumsrate

X-Achse: Relativer Marktanteil
Relativer Marktanteil = Eigener Marktanteil ÷ Marktanteil des größten Wettbewerbers
Wert > 1,0 = Marktführer | Wert < 1,0 = Verfolger | Trennlinie bei 1,0
Y-Achse: Marktwachstumsrate
Marktwachstum = (Marktvolumen t₁ − Marktvolumen t₀) ÷ Marktvolumen t₀ × 100
Trennlinie: Branchendurchschnitt (nicht pauschal 10% wie bei Henderson 1970)

Berechnungsbeispiel

GeschäftseinheitUmsatz (Mio. €)MarktvolumenEigener MAMA WettbewerberRel. MAWachstumQuadrant
Produkt A12050024%20%1,2012%Star
Produkt B20080025%18%1,393%Cash Cow
Produkt C304007,5%28%0,2715%Question Mark
Produkt D153005%35%0,141%Dog

Vier Geschäftseinheiten mit berechnetem relativem Marktanteil, belegtem Marktwachstum und korrekter Quadrantenzuordnung – ein Berechnungsbeispiel, das zeigt, wie eine wissenschaftliche BCG-Matrix aussieht: Zahlen statt Schätzungen, Formeln statt Intuition, Quellenangaben statt Behauptungen. Unsere Akademiker erstellen Ihre BCG-Analyse in genau diesem Format: jede Kennzahl aus einer nachvollziehbaren Quelle, jede Berechnung transparent dokumentiert, die Berechnungstabelle im Anhang als Nachweis für den Gutachter.

⚠️ Trennlinien definieren und begründen

Hendersons 10% Marktwachstum ist in vielen heutigen Branchen unrealistisch. Nutzen Sie den Branchendurchschnitt und belegen Sie ihn mit einer Quelle. Für den relativen Marktanteil: 1,0 als Standardtrennlinie.

Hilfe bei der Berechnung?

Unsere Statistik-Experten berechnen Marktanteile, Wachstumsraten und erstellen die BCG-Grafik
Statistik-Beratung →

4. Datenquellen für die BCG-Analyse

DatenbedarfErstklassige QuellenAlternative Quellen
Marktvolumen & -wachstumStatista, Euromonitor, IBISWorld, GTAI, BranchenverbändeGeschäftsberichte der Top-5 (Umsatzsumme als Proxy), GfK, Nielsen
Eigener MarktanteilGeschäftsbericht, interne DatenBerechnung: Umsatz ÷ Marktvolumen
Wettbewerber-MAEuromonitor, Statista Company ProfilesAnalystenschätzungen (Bloomberg, Reuters)
SegmentdatenSegment-Reports, IFRS-8-BerichteEigene Schätzung (transparent dokumentieren!)

Statista für Marktvolumen, Euromonitor für Marktanteile, Geschäftsberichte für Umsatzdaten, IFRS-8-Berichte für Segmentinformationen – unsere Autoren recherchieren systematisch in allen relevanten Datenquellen und dokumentieren jede Zahl mit Quellenangabe. Wenn exakte Marktdaten fehlen – besonders bei Mittelständlern oder Nischenmärkten – schätzen wir transparent: Annahmen dokumentiert, Berechnungsweg offengelegt, Unsicherheit in der Diskussion adressiert. Gutachter akzeptieren begründete Schätzungen; was sie nicht akzeptieren, sind unbelegte Behauptungen.

💡 Wenn exakte Marktdaten fehlen

Dokumentieren Sie Ihre Annahmen: „Der Marktanteil wurde auf Basis des Verhältnisses Umsatz zu geschätztem Marktvolumen berechnet (Marktvolumen nach [Quelle] ca. X Mio. €)." Gutachter akzeptieren begründete Schätzungen.

5. Schritt-für-Schritt: BCG-Matrix erstellen

1

Analyseeinheiten definieren

SGEs, Produktlinien, Marken oder Segmente. Mindestens 3–4 Einheiten für aussagekräftige Ergebnisse.

2

Marktdefinition und Trennlinien

Relevanten Markt definieren. Trennlinien festlegen und im Methodenteil begründen.

3

Daten erheben und berechnen

Marktvolumen, Wachstum, eigene und Wettbewerber-Marktanteile. Berechnungstabelle mit Quellen → Anhang.

4

BCG-Matrix grafisch darstellen

Blasendiagramm: x = rel. Marktanteil, y = Marktwachstum. Blasengröße = Umsatzanteil. In den Ergebnisteil.

5

Quadranten analysieren

Portfolio-Balance prüfen: Genug Cash Cows für Stars und Question Marks? Strategische Lücken?

6

Handlungsempfehlungen und kritische Würdigung

Normstrategien ableiten und kontextspezifisch diskutieren. Modellgrenzen in der Diskussion.

Analyseeinheiten definieren, Markt abgrenzen, Daten berechnen, Blasendiagramm erstellen, Portfolio-Balance prüfen, Normstrategien kontextspezifisch diskutieren – sechs Schritte, die zusammen eine wissenschaftlich belastbare BCG-Analyse bilden. Unsere Ghostwriter führen jeden Schritt mit der Sorgfalt durch, die ein quantitatives Framework verlangt: Berechnungstabelle mit Quellenangaben im Anhang, Blasendiagramm mit Achsenbeschriftung und Trennlinien im Ergebnisteil, Normstrategien nicht als Pauschalempfehlungen, sondern als kontextspezifische Diskussion mit Berücksichtigung von Synergien und strategischen Interdependenzen.

6. Grafische Darstellung im Ergebnisteil

Anforderungen an die Grafik

  • Achsen beschriften (rel. Marktanteil, Marktwachstum %)
  • Trennlinien einzeichnen und beschriften
  • Blasengröße = Umsatzanteil
  • Legende mit Geschäftseinheiten
  • Quellenangabe: „Eigene Darstellung auf Basis von [Quellen]"

Empfohlene Tools

  • Excel: Blasendiagramm – am häufigsten in BA
  • R / Python: Für MA mit quantitativem Schwerpunkt
  • PowerPoint: Für stylisierte Darstellungen

Henderson nutzte logarithmische x-Achse. Linear ebenfalls akzeptabel – dokumentieren.

⚠️ Häufiger Darstellungsfehler

Viele zeichnen die BCG als Vier-Felder-Tabelle ohne Achsenpositionierung. Gutachter erwarten, dass die Position jeder Einheit durch Zahlen belegt ist.

7. Beispiel: BCG-Matrix in einer Masterarbeit (Konsumgüter)

Forschungsfrage

„Wie ist das Produktportfolio der FreshFood GmbH strategisch positioniert und welche Normstrategien lassen sich ableiten?"

GeschäftsbereichUmsatzRel. MAWachstumQuadrantNormstrategie
Bio-Snacks45 Mio.1,3514% (Statista)StarInvestieren: Kapazität, Marketing
Tiefkühlprodukte120 Mio.1,802% (Euromonitor)Cash CowAbschöpfen: Cashflow für Bio-Snacks
Plant-Based Drinks15 Mio.0,4018% (GFI)Question MarkSelektiv: Marktanteil durch Kooperation
Konventionelle Säfte25 Mio.0,25−1% (IFH)DogDesinvestieren: Sortiment bereinigen

Vier Geschäftsbereiche mit berechnetem relativem Marktanteil, belegtem Marktwachstum aus jeweils spezifischen Branchenquellen und kontextspezifischen Normstrategien – so sieht eine BCG-Analyse aus, die Gutachter als wissenschaftlich fundiert bewerten. Unsere Autoren erstellen Ihre Portfolio-Analyse nach genau diesem Standard: Statista für Snack-Märkte, Euromonitor für Tiefkühl, GFI für Plant-Based, IFH für konventionelle Getränke – jede Zahl aus der Quelle, die für das jeweilige Marktsegment die höchste Datenqualität liefert.

Interpretation des Gesamtportfolios

Grundsätzlich gesunde Struktur: Starke Cash Cow finanziert vielversprechenden Star. Question Mark in hochattraktivem Markt, aber mit Investitionsbedarf. Dog bindet Ressourcen in schrumpfendem Markt. Empfehlung: Cashflows aus Tiefkühl priorisiert in Bio-Snacks, selektiv in Plant-Based. Konventionelle Säfte innerhalb 12–18 Monaten aus dem Portfolio nehmen.

8. Die BCG-Matrix korrekt zitieren

Originalquellen

Henderson (1970)

Henderson, B.D. (1970): The Product Portfolio. BCG Perspectives, No. 66.

Henderson (1973)

Henderson, B.D. (1973): The Experience Curve Reviewed: IV. The Growth Share Matrix. BCG Perspectives, No. 135.

Empfohlene Sekundärquellen

Deutschsprachig

Hungenberg, H. (2014): Strategisches Management. 8. Aufl., Springer Gabler.

Englischsprachig

Grant, R.M. (2021): Contemporary Strategy Analysis. 11th ed., Wiley. Stern & Deimler (2006): The BCG on Strategy.

🚫 Nicht als Quelle

Wikipedia, Studyflix, BWL-Lexikon.de, YouTube. Besonders bei der BCG-Matrix stellen viele Online-Quellen Formeln und Trennlinien fehlerhaft dar.

9. Die häufigsten Fehler bei der BCG-Matrix

❌ Zuordnung ohne Berechnung

„Produkt A ist ein Star" – ohne rel. Marktanteil und Marktwachstum. Ohne Zahlen: willkürlich.

❌ Absoluten statt relativen MA

Eigener MA (15%) statt rel. MA (eigener ÷ Wettbewerber). Verzerrt die gesamte Analyse.

❌ Trennlinien nicht begründet

10% Marktwachstum aus den 1970ern. Heute unrealistisch. Branchendurchschnitt nutzen.

❌ Nur Matrix, keine Strategie

BCG erstellt, Normstrategien nicht diskutiert. Mehrwert liegt in der Ableitung.

❌ Zu wenige Einheiten

Zwei Produkte = keine Portfolio-Analyse. Mindestens 3–4.

❌ Fehlende kritische Würdigung

Normstrategien als Wahrheit. Nur zwei Dimensionen, keine Synergien, Erfahrungskurve nicht immer gültig.

Zuordnung ohne Berechnung, absoluter statt relativer Marktanteil, Trennlinien aus den 1970ern, keine Strategieableitung, zu wenige Einheiten, keine kritische Würdigung – sechs Fehler, die zusammen den Großteil aller BCG-bezogenen Punktabzüge verursachen. Seit 2012 haben wir bei Business And Science über 12.000 akademische Projekte abgeschlossen, darunter zahlreiche Portfolio-Analysen für Unternehmen vom Konsumgüterhersteller bis zum Technologiekonzern – Analysen, in denen jede Zuordnung berechnet, jede Trennlinie begründet, jede Normstrategie kontextspezifisch diskutiert und jede Modellgrenze in der Diskussion adressiert ist.

10. Kritische Würdigung: Grenzen der BCG-Matrix

KritikpunktErläuterungLösung
Nur zwei DimensionenTechnologie, Regulierung, Kundenbindung, Synergien ignoriertErgänzung durch SWOT oder McKinsey-Matrix (9-Felder)
Erfahrungskurve nicht universellHoher MA ≠ hohe Profitabilität in allen BranchenPrüfen ob Erfahrungskurve für Ihre Branche empirisch belegt ist
Statische MomentaufnahmeDisruption kann Positionen über Nacht verschiebenAnalysezeitraum definieren. Ggf. Zeitreihenvergleich
Marktdefinition beeinflusst ErgebnisZu eng/breit verzerrt rel. Marktanteil dramatischIm Methodenteil begründen. Sensitivitätsanalyse mit alternativer Definition
Normstrategien zu pauschal„Dogs desinvestieren" ignoriert Sortimentsbreite, SynergienNormstrategien als Ausgangspunkt, kontextspezifisch diskutieren
Formulierungsbeispiel für die Diskussion

„Die BCG-Matrix bietet einen strukturierten Rahmen für die Portfolio-Analyse, unterliegt jedoch Limitationen. Erstens reduziert das Modell die Positionierung auf zwei Dimensionen, während Technologieposition und Kundenbindung unberücksichtigt bleiben. Zweitens gilt die Erfahrungskurvenannahme im untersuchten Markt nur eingeschränkt, da Differenzierung über Markenimage einen stärkeren Einfluss hat als Skalenerträge. Drittens bildet die Matrix eine Momentaufnahme (Q4/2024) ab."

Häufig gestellte Fragen

Ist die BCG-Matrix für eine Bachelorarbeit geeignet?

Ja, wenn Sie Zugang zu Marktdaten haben. Sekundärdatenbasiert (Branchenreports, Geschäftsberichte). Wenn Daten fehlen: SWOT oft praktikabler.

BCG vs. McKinsey-Matrix?

BCG: zwei quantitative Dimensionen, vier Quadranten. McKinsey: multidimensional, qualitativ, neun Felder. BCG für quantitative Arbeiten, McKinsey für qualitative.

Wie viele Geschäftseinheiten?

3–4 Minimum, idealerweise 4–8. Mehr als 10: nach Segmenten gruppieren.

BCG mit anderen Modellen kombinieren?

BCG + SWOT (Portfolio + Strategie), BCG + Ansoff (Position + Wachstum), BCG + Five Forces (Portfolio + Branche).

Muss die x-Achse logarithmisch sein?

Original: logarithmisch. In der Thesis: linear akzeptabel. Wahl dokumentieren, konsistent bleiben.

Welche Trennlinie für Marktwachstum?

Branchendurchschnitt belegen (z. B. „3,2%, Euromonitor 2024"). Nicht pauschal 10% aus Henderson 1970.

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