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Redenschreiber von Gerhard Schröder

Die Amtszeit des SPD-Kanzlers Gerhard Schröder, von 1998 bis 2005, gilt vor allem aufgrund der Hartz-IV-Reformen als umstritten. Bekannt ist außerdem, dass der Altkanzler als sogenannter Mann des zweiten Bildungsweges, besonders intensiv auf Redenschreiber und Ghostwriter zurückzugreifen pflegte. Als der Redenschreiber von Gerhard Schröder fungierte Reinhard Hesse (1956 – 2004). Der spätere Ghostwriter von Schröder wurde in Kairo geboren, sprach daher fließend Arabisch und betätigte sich als Kriegskorrespondent für die „taz“ und als Journalist für „Transatlantik“, für „Die Woche“, „Geo“ und „SZ-Magazin“.

Vom Kriegskorrespondenten zum Redenschreiber von Gerhard Schröder

Zum Redenschreiber von Schröder avanciert, leitete Reinhard Hesse schließlich das sogenannte Referat „Verbindung zu gesellschaftlichen Gruppen“, welches unter Kanzler Kohl noch „Mitwirkung bei der Öffentlichkeitsarbeit des Bundeskanzlers“ und unter Brandt gar schlicht „Die Schreibstube“ geheißen hatte. Zu den täglichen Aufgaben von Reinhard Hesse gehörten als Redenschreiber von Gerhard Schröder beispielsweise die Lieferung von zahlreichen Textbausteinen für die Kanzlerreden, die zuvor mit Experten, Beamten und Referenzen aus Schröders Umgebung zunächst penibel abgestimmt werden mussten sowie das Ausformulieren sämtlicher öffentlicher Reden von Gerhard Schröder. Dies war für den engagierten Journalisten in der Position des Redenschreibers jedoch mitunter schwierig, denn Schröder neigte oft dazu, sich nicht an das ausgearbeitete Manuskript zu halten, wie beispielsweise anlässlich seiner berühmten öffentlichen Rede zur Eröffnung der CeBIT im Jahre 2000.

Auch Ghostwriter von Gerhard Schröder

Reinhard Hesse beteiligte sich jedoch nicht nur als Redenschreiber, sondern auch deutlich intensiver an der Arbeit des Bundeskanzlers. So war er beispielsweise als Ghostwriter von Schröder als sogenannter Co-Autor am Verfassen der Bücher „Und weil wir unser Land verbessern“ sowie „Reifeprüfung“ beteiligt. Reinhard Hesse, bekannt dafür, dass er als Redenschreiber von Gerhard Schröder die Dramaturgie von Schröders Reden trimmte und optimierte, starb im Alter von erst 48 Jahren an Krebs.
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