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Apparative Beobachtung

Apparative Beobachtung

Die apparative Beobachtung arbeitet mit Apparaturen und Geräten, um ein Objekt zu beobachten. So werden zum Beispiel bei Forschungsprojekten, die die Aufmerksamkeit von Kunden auf Projekte erforschen möchte, genutzt, um die Blickrichtung des Kunden beim Einkauf apparativ festzuhalten und so seine Aufmerksamkeit nachverfolgen zu können. In anderen Forschungsprojekten werden Kameras genutzt, um das Verhalten von Tieren oder Menschen zu dokumentieren und dann auszuwerten.
Die apparative Beobachtung wird in der Regel verdeckt durchgeführt, damit das Verhalten der Testpersonen nicht manipuliert wird. Dabei nutzt man das apparative Verfahren für Feldbeobachtungen, also in einem gewohnten Umfeld der beobachteten Person oder im Labor, in einer künstlich hergestellten Situation.

Vor- und Nachteile der apparativen Beobachtung

Die apparative Beobachtung fällt unter die Primärforschung. Hier unterscheidet man zwischen vier Forschungsmethoden: Befragung, Experiment, Beobachtung und Panelforschung.

Die apparative Beobachtung bringt folgende Vorteile mit sich:
– Die erhaltenden Daten sind korrekt und authentisch.
– Die erhaltenden Daten sind aktuell.
– Die erhaltenden Daten sind exklusiv, somit stellen sie relevante Forschungsergebnisse dar.
– Die erhaltenden Daten sind entscheidungsrelevant und problemorientiert, da sie genaue Erkenntnisse auf die Forschungsfrage liefern.
– Es werden alle Situationen und Momente apparativ festgehalten, so dass der Beobachter keine Details verpasst.

Dagegen sprechen folgende Nachteile gegen die apparative Beobachtung:
• Die apparative Beobachtung ist zeit- und kostenaufwändig.
• Des Weiteren ist ein großer Organisationsaufwand nötig, um das Verfahren durchzuführen.
• Zudem erfordert diese Art der Primärforschung ein großes Know-How.

Bei groß angelegten Forschungsprojekten, zum Beispiel im Rahmen einer Doktorarbeit oder einer Unterrichtseinheit, entscheidet man sich für das apparative Verfahren, da man dadurch sehr hochwertige Daten bekommen, denn durch die apparative Beobachtung wird natürliches und unbewusstes Verhalten und somit unverfälschtes Verhalten aufgezeichnet. Zudem hängen die Forschungsergebnisse nicht von der Auskunftsbereitschaft des beobachteten Objektes ab. Dagegen spricht jedoch, dass sich die Ergebnisse nur auf sinnliche Beobachtungen stützt und die Gründe für ein Verhalten des Beobachteten für die Forschungsfrage auch interessant sein können.