HomeSo sieht der perfekte Aufbau einer Rede aus!

So sieht der perfekte Aufbau einer Rede aus!

Wer eine Rede hält, hat eine wichtige Botschaft mitzuteilen. Besonders wichtig ist dabei, dass die Botschaft ankommt. Das gelingt durch den richtigen Aufbau einer Rede. Das Publikum sollte die Rede nicht nur inhaltlich verstehen. Eine wahre Rede berührt die Zuschauer, rüttelt diese wach und sorgt dafür, dass die Rede unvergessen bleibt. Ins Gedächtnis einbrennen sollte sich die Rede und damit der Inhalt. Damit dies gelingt, muss der Aufbau einer Rede so gestaltet sein, dass die Zuhörer ihm problemlos folgen können. Für den Redner ist der Aufbau einer Rede ein unverzichtbarer Leitfaden.

Wie alle mündlichen und schriftlichen Werke wird eine Rede in Einleitung, Hauptteil und Schluss unterteilt.

Aufbau einer Rede: Die Einleitung muss Spannung erzeugen

Aller Zauber wohnt dem Anfang inne. Dieser Spruch gilt auch für die Rede. Der Anfang ist entscheidend für das Interesse, welches die Rede beim Publikum erzeugen soll. Der Anfang muss die Zuhörer also neugierig machen auf das was noch kommt. Anders ausgedrückt: Der Anfang spannt den Bogen der Rede. Doch wie gelingt die spannende Einleitung? Hier stehen dem Redner verschiedene Wege offen. Die Einleitung richtet sich nach dem Inhalt der Rede. Sie kann durchaus mit einem interessanten Zitat beginnen, welches im weiteren Verlauf der Einleitung näher erklärt wird. Beliebt ist auch das Beispiel. Eine Rede, die sich beispielsweise gegen die Nutzung bestimmter Chemikalien auf Feldern richtet, sollte mit aufrüttelnden Beispielen über die Schädlichkeit derartiger Substanzen beginnen. Politische Reden werden gern mit einer Provokation hinsichtlich gesellschaftlicher Problemstellungen begonnen. Das kann die aktuelle Arbeitslosenstatistik sein, die Anzahl der fehlenden Kindergartenplätze oder der Anteil der Leiharbeit an der Erwerbsarbeit. Fakten gibt es zu allen Themen zur Genüge.
Rein formell betrachtet verschafft die Einleitung dem Zuhörer einen Überblick hinsichtlich des weiteren Verlaufs der Rede. Die Einleitung informiert das Publikum damit über die Ziele der Rede. Dabei sind alle Stilmittel, wie Zitate, Anekdoten, Sprüche, Thesen, Alltagsbeispiele, Provokationen und Behauptungen erlaubt. Wichtig ist der erwähnte Spannungsaufbau, der dafür sorgt, dass das Publikum auch beim Hauptteil noch interessiert zuhört. Insofern ist die Einleitung zentral beim Aufbau einer Rede.

Der Hauptteil überzeugt durch Fakten, Positionen, Beweisführungen und Geschichten

Während die Einleitung nur 10 Prozent der Rede in Anspruch nimmt, gehören dem Hauptteil 70 bis 80 Prozent der Redezeit. Auch hierbei ist es wichtig, dass der Redner keine Langeweile aufkommen lässt. Positionen, Fakten, Überzeugungen und Beweisführungen werden im Hauptteil platziert. Bei der politischen Rede können im Hauptteil weitere Missstände der Gesellschaft dargelegt werden. Dazu sollten dann Maßnahmen erläutert werden, wie der Redner, bzw. seine Partei gedenkt, die Missstände zu beheben.

Der Redner kann auch kleine, interessante Geschichten in den Hauptteil einfließen lassen, die den Inhalt seiner Rede näher erläutern. Erlaubt ist alles, was die Spannung aufrecht erhält, die Thesen der Einleitung stützt und die Rede im Fluss hält. Wenn der Redner eine Position darlegt, sollte er darauf achten, dass die Gegenposition vor der eigenen Position dargestellt wird. Darüber hinaus richtet sich die Rede immer vom Detail ausgehend zum Ganzen hin, bzw. geht vom Allgemeinen ins Detail. Der Hörer kann dem Redner leichter folgen, wenn dieser inhaltlich vom Einfachen ausgehend zum Komplizierten führt. Das praktische Beispiel sollte der Theorie vorangehen, genau wie das Bekannte dem Unbekannten. Argumente platziert der Redner geschickt, indem er zunächst die einfachen Argumente ausführt. Die starken Argumente vollenden die Argumentation, um die Thesen zu untermauern.

Der Schluss bildet Höhepunkt der Rede

Der Schluss nimmt wie die Einleitung ungefähr zehn Prozent der Rede ein. Ein Schluss macht die Rede rund. Er sorgt dafür, dass die Zuhörer zufrieden, überzeugt und berührt sind. Im Grunde markiert der Schluss den Höhepunkt der Rede. Der Redner sollte sich die Chance nicht entgehen lassen, seine Zuhörer restlos für die Rede einzunehmen. Dabei können die Zuhörer durch Leitsätze oder einprägsame Sprüche gezielt zum Nachdenken angeregt werden. Bei politischen Reden wird der Schluss so gestaltet, dass eine interessante Anschlussdiskussion entflammt.
Rein formell betrachtet dient der Schluss der Zusammenfassung der wichtigsten Punkte, bzw. einem Ausblick auf die Zukunft.

Der Redner sollte den Aufbau einer Rede so gestalten, dass er die Rede positiv beendet. Auch ein Appell an das Publikum führt den Schluss zum Gelingen. Nicht zu vergessen ist dabei, dass das Publikum Überraschungen liebt.

Der perfekte Aufbau einer Rede