Examenshausarbeit schreiben – Letzte Hürde vor dem Staatsexamen

Die Examenshausarbeit ist die anspruchsvollste Hausarbeit im gesamten Jurastudium. In vier bis sechs Wochen Bearbeitungszeit müssen Studierende zeigen, dass sie einen komplexen Fall auf Examensniveau lösen, korrekt zitieren und methodisch sauber argumentieren können. Der Leistungsdruck ist enorm – und die Fehlerquote hoch.

Aufbau & Gliederung auf Examensniveau
Zeitmanagement & Arbeitsplanung
Schwerpunktsetzung & Meinungsstreit
Typische Fehler vermeiden
Alle drei Rechtsgebiete

Alle Jura-Themen: Ghostwriter für Rechtswissenschaften

1. Was macht die Examenshausarbeit so besonders?

Die Examenshausarbeit unterscheidet sich von regulären Hausarbeiten in mehrfacher Hinsicht: Der Sachverhalt ist länger und komplexer (oft 3–5 Seiten), die Falllösung erfordert die Integration mehrerer Rechtsgebiete, und die Bewertung orientiert sich an Examensmaßstäben. Korrektoren erwarten nicht nur eine vollständige Lösung, sondern eine kluge Schwerpunktsetzung, die zeigt, dass der Bearbeiter die problematischen von den unproblematischen Stellen unterscheiden kann.

Im Unterschied zur regulären Jura-Hausarbeit liegt der Fokus auf der eigenständigen Auseinandersetzung mit Meinungsstreiten. Während in Anfängerübungen die herrschende Meinung oft genügt, wird in der Examenshausarbeit eine differenzierte Stellungnahme erwartet – mit eigener Argumentation, die sich in die Systematik des Gesetzes und die Rechtsprechung des BGH bzw. BVerfG einfügt.

Die Examenshausarbeit ist kein Wissenstest – sie ist ein Kompetenztest. Gutachter bewerten nicht, ob Sie jeden Streitstand kennen, sondern ob Sie die entscheidenden Probleme erkennen und methodisch sauber lösen.

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Examenshausarbeit vs. reguläre Hausarbeit

KriteriumReguläre HAExamens-HA
Sachverhalt1–2 Seiten3–5 Seiten
Umfang Lösung20–30 Seiten30–50 Seiten
Bearbeitungszeit2–4 Wochen4–6 Wochen
Meinungsstreiteh.M. genügtEigenständige Stellungnahme erwartet
BewertungsmaßstabÜbungsniveauExamensniveau (VB-Note entscheidend)
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Was Korrektoren wirklich bewerten

  • Schwerpunktsetzung: Erkennt der Bearbeiter, wo die Musik spielt?
  • Methodische Sauberkeit: Sauberer Gutachtenstil an den richtigen Stellen, Urteilsstil bei Unproblematischem
  • Argumentation: Schlüssige eigene Stellungnahme bei Meinungsstreiten
  • Zitierweise: Aktuelle Kommentarstellen und Urteile korrekt nachgewiesen
  • Formalia: Deckblatt, Gliederung, Literaturverzeichnis, Seitenränder

2. Der 3-Phasen-Prozess der Examenshausarbeit

Die Erstellung einer Examenshausarbeit folgt einem bewährten dreistufigen Prozess. Das Zeitmanagement ist entscheidend: Wer zu früh mit dem Schreiben beginnt, ohne die Lösungsskizze fertig zu haben, verliert Zeit durch Umstrukturierungen. Wer zu spät beginnt, gerät unter Druck und macht Flüchtigkeitsfehler.

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Phase 1: Sachverhaltsanalyse

Den Sachverhalt mindestens dreimal lesen – zunächst grob, dann analytisch mit Markierungen. Personenschema und Zeitleiste erstellen. Die zentrale Frage klären: „Wer will was von wem woraus?" (Anspruchsgrundlagen) bzw. „Hat sich X nach §§ strafbar gemacht?" Bei öffentlich-rechtlichen Klausuren: Zulässigkeit und Begründetheit der Klageform identifizieren.

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Phase 2: Lösungsskizze

Die Lösungsskizze ist das Fundament – hier entscheidet sich die Note. Aufbauschema festlegen, Schwerpunkte markieren (doppelte Ausrufezeichen), Meinungsstreite notieren, eigene Ergebnisse festlegen. Eine falsche Gliederung kostet mehr Punkte als ein falsches Ergebnis.

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Phase 3: Ausformulierung

Im Gutachtenstil schreiben – Obersatz → Definition → Subsumtion → Ergebnis. Bei unproblematischen Punkten den Urteilsstil nutzen, um Platz für die Schwerpunkte zu schaffen. Fußnoten durchgehend mit aktuellen Kommentarstellen und Urteilen belegen.

💡 Profi-Tipp: Das Verhältnis von Schwerpunkt zu Nebenpunkt

Eine Faustregel erfahrener Korrektoren: Mindestens 60 % der Arbeit sollten auf die 2–3 Hauptprobleme des Falles entfallen. Wer 20 Seiten zu einem unproblematischen Anspruch schreibt und die eigentliche Kernfrage in zwei Absätzen abhandelt, signalisiert dem Korrektor, dass er den Fall nicht verstanden hat. Die Schwerpunktsetzung ist – neben dem Gutachtenstil – das wichtigste Bewertungskriterium.

3. Examenshausarbeiten nach Rechtsgebiet

Die Examenshausarbeit kann in jedem der drei Pflichtfachbereiche gestellt werden. Jedes Rechtsgebiet hat eigene Aufbauschemata, typische Problemkonstellationen und Standardkommentare. Die Experten im Ghostwriting für Jura von Business And Science decken alle drei Bereiche ab.

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Zivilrecht

Typische Konstellationen: Kaufvertragsstörungen (§§ 434 ff., 437 BGB), Bereicherungsrecht (§§ 812 ff. BGB), Sachenrecht (Eigentümer-Besitzer-Verhältnis), AGB-Kontrolle (§§ 305 ff. BGB) und Rücktrittsfolgenrecht. Oft mehrstufige Sachverhalte mit Zession, Aufrechnung oder Drittbeteiligung.

Kommentare: Palandt/Grüneberg, MüKo-BGB, BeckOK-BGB, Staudinger. Lehrbücher: Medicus/Lorenz (Schuldrecht), Baur/Stürner (Sachenrecht).

⚖️

Strafrecht

Typische Konstellationen: Mehrtäterkonstellationen mit Mittäterschaft (§ 25 II StGB) und Anstiftung (§ 26 StGB), Tötungsdelikte (§§ 211–213 StGB), Vermögensdelikte (§§ 263, 266 StGB), Unterlassen (§ 13 StGB) und Irrtumslehre. Detaillierte Anleitung: Hausarbeit Strafrecht.

Kommentare: Schönke/Schröder, Fischer StGB, MüKo-StGB. Lehrbücher: Wessels/Beulke/Satzger, Roxin/Greco (AT), Rengier (BT).

🏛️

Öffentliches Recht

Typische Konstellationen: Verfassungsbeschwerde (Art. 93 I Nr. 4a GG), Anfechtungs- und Verpflichtungsklage (§§ 42, 113 VwGO), Grundrechtsprüfung (Schutzbereich → Eingriff → Rechtfertigung → Verhältnismäßigkeit), Normenkontrolle und Kommunalverfassungsrecht. Anleitung: Hausarbeit Öffentliches Recht.

Kommentare: Maunz/Dürig, BeckOK GG, Sachs, Kopp/Schenke (VwGO). Lehrbücher: Maurer/Waldhoff, Ipsen (Staatsrecht).

⚠️ Häufigster struktureller Fehler: Falsche Prüfungsreihenfolge

Im Zivilrecht: Vertragliche vor deliktischen Ansprüchen, Primär- vor Sekundäransprüchen. Im Strafrecht: Dreistufiger Deliktsaufbau (Tatbestand → Rechtswidrigkeit → Schuld) strikt einhalten, bei mehreren Beteiligten jeden Täter gesondert prüfen. Im Öffentlichen Recht: Immer zuerst die Zulässigkeit komplett prüfen, bevor die Begründetheit beginnt. Diese Reihenfolge ist keine Empfehlung – sie ist zwingend. Ein Verstoß führt zu erheblichem Punktabzug.

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4. Typische Fehler & wie man sie vermeidet

Die Erfahrung aus über 12.000 abgeschlossenen Projekten bei Business And Science zeigt: Die meisten Examenshausarbeiten scheitern nicht an fehlendem Wissen, sondern an methodischen und strukturellen Fehlern. Die häufigsten im Überblick:

Inhaltliche Fehler

  • Fehlende Schwerpunktsetzung: 20 Seiten zum unproblematischen Anspruch, 2 Seiten zum Kernproblem
  • Meinungsstreite ohne Stellungnahme: „Die h.M. vertritt X, die Gegenansicht Y" – und dann nichts
  • Ergebnisorientiertes Arbeiten: Das Ergebnis wird vorweggenommen, die Subsumtion passt sich an
  • Fehlende Anspruchsgrundlage: Im Zivilrecht ohne „Wer will was von wem woraus?" losschreiben
  • Veraltete Rechtsprechung: BGH-Entscheidungen von vor 20 Jahren statt aktueller Judikatur

Formale & methodische Fehler

  • Gutachtenstil/Urteilsstil: Alles im Gutachtenstil – auch bei offensichtlichen Punkten (oder umgekehrt)
  • Zu viele Lehrbuch-Fußnoten: Examensarbeiten verlangen primär Kommentarbelege (MüKo, BeckOK, Staudinger)
  • Formalia: Falsches Deckblatt, fehlendes Literaturverzeichnis, falsche Seitenränder (vgl. Richtig Zitieren in Jura)
  • Schlechte Gliederung: Zu tiefe Gliederungsebenen (IV.2.b.aa.α) oder gar keine Unterpunkte
  • Zeitmanagement: Arbeit in der letzten Nacht fertiggestellt – erkennbar an abfallendem Niveau

🔑 Die Kunst der Stellungnahme im Meinungsstreit

Die eigenständige Stellungnahme bei einem Meinungsstreit folgt einem festen Schema: (1) Darstellung der Ansichten mit Nachweisen, (2) Prüfung, ob die Ansichten im konkreten Fall zu unterschiedlichen Ergebnissen führen (Streitentscheid), (3) eigene Argumentation mit Gesetzessystematik, Telos und ggf. verfassungskonformer Auslegung, (4) Ergebnis. Wer nur sagt „Die herrschende Meinung überzeugt, weil sie herrschend ist", verliert Punkte.

5. Methodik, Standardwerke & Zitierweise

Die Examenshausarbeit verlangt den höchsten methodischen Standard im Jurastudium. Die korrekte Zitierweise nach juristischen Zitierregeln ist ebenso essentiell wie die Kenntnis der Standardkommentare und Lehrbücher. Gutachter erkennen sofort, ob ein Bearbeiter mit den einschlägigen Quellen vertraut ist.

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Standardkommentare (Pflichtbelege)

  • Palandt/Grüneberg – BGB (Kurzkommentar, Pflicht für Zivilrecht)
  • MüKo-BGB – Münchener Kommentar (vertieft, für Schwerpunkte)
  • BeckOK-BGB / BeckOK-StGB / BeckOK-GG – Online-Kommentar (aktuellste Auflage)
  • Schönke/Schröder – StGB-Kommentar (Standardbeleg Strafrecht)
  • Fischer – StGB (Kurzkommentar, immer aktuelle Auflage)
  • Maunz/Dürig – GG-Kommentar (Großkommentar, Verfassungsrecht)
  • Kopp/Schenke – VwGO (Standardbeleg Verwaltungsprozessrecht)
  • Kopp/Ramsauer – VwVfG
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Fachzeitschriften & Ausbildungszeitschriften

  • NJW – Neue Juristische Wochenschrift (Pflichtlektüre)
  • NStZ – Neue Zeitschrift für Strafrecht
  • NVwZ – Neue Zeitschrift für Verwaltungsrecht
  • NZFam – Neue Zeitschrift für Familienrecht
  • JuS – Juristische Schulung (Ausbildungszeitschrift)
  • JA – Juristische Arbeitsblätter
  • Jura – Juristische Ausbildung
  • HRRS – Höchstrichterliche Rechtsprechung Strafrecht (online)

💡 Zitierregeln für die Examenshausarbeit

In der Examenshausarbeit gelten strengere Zitierstandards als in regulären Hausarbeiten. Die wichtigsten Regeln: Kommentare immer mit Bearbeiter zitieren (z. B. „MüKo-BGB/Wagner, § 823 Rn. 47", nicht nur „MüKo-BGB"). Gesetze im Fließtext mit korrekter Paragraphenfolge. Urteile mit Fundstelle und Randnummer (z. B. „BGH, NJW 2024, 1234, 1236 Rn. 15"). Lehrbücher nur ergänzend – der Schwerpunkt liegt auf Kommentaren und Rechtsprechung.

6. Unsere Autoren

Das Ghostwriter-Netzwerk von Business And Science umfasst für Examenshausarbeiten erfahrene Volljuristen mit Prädikatsexamen, Repetitoren, promovierte Juristen und wissenschaftliche Mitarbeiter an Lehrstühlen. Unsere Autoren haben selbst Examenshausarbeiten geschrieben und korrigiert – sie kennen die Bewertungsmaßstäbe aus beiden Perspektiven.

🎓

Qualifikation

Mindestens Erstes Staatsexamen mit Prädikat (9+ Punkte), viele mit Promotion oder Zweitem Staatsexamen. Unsere Autoren sind in der aktuellen Rechtsprechung zu Hause und kennen die Bewertungskriterien der Landesjustizprüfungsämter.

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Erfahrung

Unsere Autoren haben Erfahrung als Korrekturassistenten, Repetitoren oder wissenschaftliche Mitarbeiter. Sie wissen, worauf Prüfer achten, wo Punkte vergeben werden und welche Schwerpunkte den Unterschied zwischen „ausreichend" und „gut" machen.

Aktualität

Examenshausarbeiten müssen die aktuellste Rechtsprechung berücksichtigen. Unsere Autoren arbeiten mit den neuesten Auflagen der Kommentare (BeckOK, MüKo, Schönke/Schröder) und den letzten BGH- und BVerfG-Entscheidungen.

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Häufige Fragen – Examenshausarbeit

Kann Business And Science Muster-Examenshausarbeiten erstellen?

Ja – Muster-Examenshausarbeiten gehören zu unseren am häufigsten angefragten Leistungen. Unsere Jura-Ghostwriter erstellen vollständige Falllösungen im Gutachtenstil, inklusive Lösungsskizze, Fußnotenapparat und Literaturverzeichnis. Die Arbeit entspricht in Aufbau, Tiefe und Zitierweise den Anforderungen einer Examenshausarbeit auf Prädikationsniveau.

Wie lange dauert die Erstellung einer Examenshausarbeit?

Abhängig von der Komplexität und dem Rechtsgebiet rechnen wir mit 10–20 Arbeitstagen. Express-Bearbeitungen innerhalb von 7 Tagen sind möglich, erfordern aber einen Aufpreis und frühzeitige Abstimmung. Wir empfehlen, die Anfrage so früh wie möglich zu stellen – idealerweise direkt nach Erhalt des Sachverhalts.

In welchen Rechtsgebieten erstellt Business And Science Examenshausarbeiten?

In allen drei Pflichtfachbereichen: Zivilrecht, Strafrecht und Öffentliches Recht. Für jedes Rechtsgebiet stehen spezialisierte Autoren zur Verfügung, die den jeweiligen Aufbau, die Standardkommentare und die typischen Problemkonstellationen beherrschen. Weitere Informationen zu einzelnen Rechtsgebieten finden Sie auf den Seiten Hausarbeit Strafrecht und Hausarbeit Öffentliches Recht.

Was unterscheidet eine Examenshausarbeit von einer Schwerpunktbereichsarbeit?

Die Examenshausarbeit ist eine Falllösung im Gutachtenstil – vergleichbar mit einer Examensklausur, aber mit mehr Zeit und Literaturzugang. Die Schwerpunktbereichsarbeit dagegen ist eine wissenschaftliche Abhandlung zu einem Thema – vergleichbar mit einer Seminararbeit, aber umfangreicher und mit eigenständiger These.

Ist akademisches Ghostwriting legal?

Ja – die Erstellung akademischer Musterarbeiten ist in Deutschland rechtlich zulässig. Business And Science GmbH erstellt seit über 13 Jahren wissenschaftliche Vorlagen, die als Orientierungshilfe dienen. Weitere Informationen zur Rechtslage: Ghostwriter für Rechtswissenschaften.

Examenshausarbeit – professionell umgesetzt

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