Darf man eine Bachelorarbeit schreiben lassen? Die ehrliche Antwort hat zwei Ebenen, die oft vermischt werden: die Beauftragung einer Vorlage auf der einen Seite und die Verwendung des Ergebnisses an der Hochschule auf der anderen. Genau diese Trennung entscheidet über die Legalität – und wird im Folgenden für die Bachelorarbeit erklärt.
Ghostwriter für die Bachelorarbeit engagieren – die rechtliche Grundlage
Wer einen Ghostwriter für die Bachelorarbeit beauftragt, schließt einen ganz gewöhnlichen Werkvertrag (§§ 631 ff. BGB): Eine akademische Fachkraft erstellt gegen Honorar ein Werk, dessen Nutzungsrechte anschließend auf den Auftraggeber übergehen. Ein solcher Vertrag über eine wissenschaftliche Vorlage ist in Deutschland zulässig – es existiert kein Gesetz, das das Anfertigen eines Referenztextes verbietet. Auf dieser Ebene ist die Erstellung der Bachelorarbeit also legal. Eine ausführlichere Antwort finden Sie in unserem Beitrag Ist Ghostwriting legal?
- OLG Frankfurt a. M. (Urteil v. 01.09.2009, Az. 11 U 51/08): Eine Ghostwriter-Vereinbarung ist nicht grundsätzlich sittenwidrig.
- OLG Düsseldorf (Urteil v. 08.02.2011, Az. I-20 U 116/10): Akademisches Ghostwriting ist rechtlich missbilligt, aber nicht verboten oder strafbar.
- LG Köln (Urteil v. 13.07.2023, Az. 14 O 237/22): Der Ghostwriter bleibt Urheber und kann auf Namensnennung bestehen – im entschiedenen Fall wurden 12.000 € Schadensersatz zugesprochen.
Wo die Grenze verläuft: die eidesstattliche Erklärung
Die zweite Ebene ist die entscheidende: die Abgabe an Ihrer Hochschule. Jeder Bachelorarbeit liegt eine eidesstattliche Erklärung bei, mit der Sie versichern, die Arbeit selbstständig verfasst und keine fremden Leistungen als eigene ausgegeben zu haben. Reichen Sie eine vollständig fremdgeschriebene Arbeit unter Ihrem Namen ein, widerspricht das dieser Erklärung und der Prüfungsordnung Ihrer Hochschule – und kann als Täuschungsversuch gewertet werden. Die konkreten Folgen (vom Nichtbestehen bis zu weitergehenden Maßnahmen) regeln die jeweiligen Landeshochschulgesetze und Prüfungsordnungen. Rechtlich heikel ist demnach nicht die Vorlage, sondern ihre unveränderte Einreichung als eigene Prüfungsleistung.
Welche Konsequenzen drohen bei Täuschung?
Wird eine fremdverfasste Bachelorarbeit als eigene eingereicht und aufgedeckt, entscheidet die Prüfungsordnung der jeweiligen Hochschule über die Folgen. Üblich sind die Bewertung als „nicht bestanden“ und ein dokumentierter Täuschungsversuch; in schweren Fällen droht die Exmatrikulation ohne Abschluss. Einzelne Bundesländer gehen weiter: In Nordrhein-Westfalen ist die Täuschung über Prüfungsleistungen nach § 63 Abs. 5 Hochschulgesetz eine Ordnungswidrigkeit, die mit einem Bußgeld von bis zu 50.000 € geahndet werden kann. Da Abschlussarbeiten dauerhaft überprüfbar sind, ist zudem eine nachträgliche Aberkennung des Grades möglich – teils Jahre später. Was im Fall einer Aufdeckung konkret passiert, schildert unser Beitrag Ghostwriter-Bachelorarbeit: erwischt – und dann?.
Bachelorarbeit-Vorlage rechtssicher nutzen
Zwischen diesen beiden Ebenen liegt der legitime Anwendungsfall, für den wir arbeiten: die professionell erstellte Arbeit als Orientierungs- und Lernhilfe. Unbedenklich ist der Einsatz als Recherchegrundlage, als Struktur- und Argumentationsbeispiel oder als Qualitätsmaßstab für wissenschaftliches Niveau. Sie durchdringen den Inhalt, formulieren Ihre eigene Ausarbeitung und können jede These selbst vertreten – etwa in der mündlichen Verteidigung. Wird die Vorlage so genutzt, bleiben Sie auf der sicheren Seite. Wie dieser Service konkret abläuft, lesen Sie auf unserer Seite Bachelorarbeit schreiben lassen.
Kurz zusammengefasst:
- Legal: Eine Bachelorarbeit als Vorlage in Auftrag geben und als Orientierung für die eigene Arbeit nutzen.
- illegal: Eine fremdverfasste Bachelorarbeit unverändert unter eidesstattlicher Erklärung als eigene Leistung einreichen.
FAQ zu Ghostwriter Bachelorarbeit legal
Ist ein Ghostwriter für die Bachelorarbeit legal?
Ja. Das Erstellen einer wissenschaftlichen Vorlage ist als Werkvertrag zulässig. Die Verantwortung für eine regelkonforme Verwendung – also die Nutzung als Orientierung statt der wörtlichen Einreichung – liegt beim Auftraggeber.
Ist es strafbar, eine Bachelorarbeit schreiben zu lassen?
Die Beauftragung selbst ist nicht strafbar. Relevant wird erst die Abgabe: Wer eine fremde Arbeit als eigene einreicht, verstößt gegen die Prüfungsordnung; je nach Bundesland reicht die Bandbreite von prüfungsrechtlichen Konsequenzen bis zu ordnungs- oder strafrechtlichen Folgen.
Fällt es auf, wenn man die Bachelorarbeit schreiben lässt?
Das Risiko ist in der Praxis nicht zu unterschätzen: Prüfer erkennen Stilbrüche und fehlende inhaltliche Tiefe, Plagiatssoftware schlägt bei wiederverwendeten Textbausteinen an, und spätestens in der mündlichen Verteidigung zeigt sich, ob Sie die Arbeit durchdrungen haben. Der sichere Weg ist deshalb die Nutzung als Vorlage, aus der Sie Ihre eigene Arbeit entwickeln.
Kann mir der Bachelorgrad nachträglich aberkannt werden?
Ja. Wird eine Täuschung nachgewiesen, kann der Grad auch nach dem Studium wieder entzogen werden. Abschlussarbeiten bleiben überprüfbar, weshalb das Entdeckungsrisiko nicht mit der Abgabe endet.
Welche legalen Alternativen gibt es?
Unbedenklich sind Lektorat, Unterstützung bei Literaturrecherche und Gliederung, Statistik-Beratung sowie Coaching beim wissenschaftlichen Schreiben – ergänzt durch die Nutzung einer professionellen Mustervorlage als Orientierung, aus der Sie Ihre eigene Arbeit entwickeln.
Rechtslage bei anderen akademischen Arbeiten
Die spezifische Rechtslage unterscheidet sich je nach Arbeitstyp:
- Hausarbeit schreiben lassen legal?
- Seminararbeit schreiben lassen legal?
- Masterarbeit schreiben lassen legal?
- Ghostwriter Doktorarbeit legal?
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